Unserer Umwelt

  • Es ist ja ziemlich ruhig hier geworden seit dem es den Chat Corona nicht mehr gibt. Deswegen habe ich mir überlegt hier ein neues Thema zu öffnen um zu diskutieren, Meinungen lesen zu können und so weiter. Ja, ich weiß, auch hier kann passieren das es politische Ansichten zu vertreten gibt. Aber ich finde das gehört dazu, wenn man diese Meinung vertritt.



    Unsere Umwelt und Natur, einschließlich der Tierwelt leiden sehr. Abgase, Waldbrände, Fabriken und und und.


    Was tut ihr für die Umwelt oder macht ihr da nichts?



    Ich kaufe zum Beispiel nur Pfandflaschen, nehmen auch gebrauchte Kleidung und mein Sohn auch, grünen Strom und ein E Auto. Unseren Kamin benutzen wir so selten, das dass Holz draußen schon zerbröselt. Ich bin auch dafür, das Osterfeuer, die einmal im Monat erlaubten Verbrennungen im eigenen GGarten sowie Feuerwerk in jeglicher Art komplett untersagt wird. Kleidung wo mein Sohn rausgewachsen ist, kommt nicht in den Müll, sondern wird weiter gegeben.
    Müll sortieren wir natürlich auch.
    Ich weiß grad nicht ob wir noch mehr tun, aber das auf gezählte ist das was mir so auf Anhieb einfällt.


    Ich bin gespannt was ihr so macht, vielleicht kann man da noch andere Dinge aufnehmen und auch machen!

  • Gutes Thema! :)


    Ich bin mittlerweile ziemlich "öko", Tendenzen dahingehend hab ich schon seit meiner Jugend...


    --> kein Fleisch
    --> Zero Waste/wenig Müll (klappt mal besser, mal schlechter)
    --> wenig/kaum Plastik
    --> Mülltrennung
    --> Second Hand (fast ausschließlich, nur bei Unterwäsche/Schuhen nicht)
    --> Schuhe nur nachhaltig/fair fashion
    --> Dinge reparieren bzw. nutzen bis es wirklich nicht mehr geht (vor allem auch Technik... in 20 Jahren zB nur vier Handys und nun den dritten Laptop, wobei mein Mann den zweiten für die Kinder hergerichtet hat)
    --> wenige Flugreisen (bin erst fünf Mal in meinem Leben geflogen)
    --> generell bewusster Konsum (v.a. im Hinblick auf Arbeitsbedingungen etc.)
    --> vorwiegend regional/saisonal
    --> bei Schokolade, Bananen etc. fairtrade
    --> regionale Anbieter, wenn möglich; bio, wenn sinnvoll...
    --> Garten sehr naturnah und bienen-/schmetterlingsfreundlich/Biotop


    ---


    Was ich nicht schaffe: Fairtrade-Kaffee (mir schmeckt der Illy einfach besser als jeder Fairtrade, den ich probiert habe :( )...


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    Ich muss generell sagen, dass mir das Thema wichtig ist... Viele Dinge sind aber über die Jahre gewachsen/dazugekommen - und irgendwann war es viel.


    Weit unerbittlicher, was das Thema angeht, ist mein Sohn. ;) Der ist sehr umweltschützend unterwegs, auch durchaus sehr belesen und aktiv. Mittlerweile könnt ich mir bei ihm sogar ausbildungstechnisch was in die Richtung vorstellen. Das Faible für Biologie/Umwelt ist schon sehr groß und das stetig seit Jahren. Aber ein bissl Zeit hat er ja noch. :)

  • Ich denk mir oft, wenn jeder nur ein bisschen macht/bedenkt, hätte es schon Effekte. Vor allem weil man durchaus vermeintliche "Kleinigkeiten" findet, die einem nicht wehtun... Z.b. sind wir vor einiger Zeit etwa zu 80 % auf Glas statt anderer Verpackungen umgestiegen. War eine Umstellung, aber jetzt ist es kein Thema mehr... Es muss aber halt echt etwas sein, mit dem man gut leben kann. Dann kann man das recht einfach umsetzen. Ansonsten wird es schwierig.


    Second Hand ist für mich z.B. kein Thema. Meine Mutter (Nachkriegsgeneration/Arbeiterfamilie - Gewand wurde stets aufgetragen/übertragen gekauft) schafft das nicht. Sie hat sich schon als Kind geschworen, als Erwachsene NIEMALS mehr gebrauchte Kleidung zu tragen. Ich kann das absolut nachvollziehen. Es ist sehr viel leichter aus einer privilegierten Position heraus öko zu sein und das darf und muss man auch so sagen. Von Menschen, die anderen ihre Wertvorstellungen um die Ohren schmeißen (und sie so abwerten), halte ich gar nichts. Kommt leider gerade in dem Zusammenhang sehr häufig vor. Da distanziere ich mich auch bewusst...


    Beispiel: Nur weil ich Bio-Eier kaufe, käme ich nicht auf die Idee, die Nase über den "Bodenhaltung-Konsumenten" zu rümpfen, wenn dessen Geldbörse einfach nichts anderes zulässt.


    Man darf aber natürlich drüber nachdenken und dann vielleicht ab und zu mal auf "Billigfleisch" oder "Billigeier" verzichten. Das hat denselben Effekt wie der wiederholte Griff zu den Bio-Produkten.


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    Was manchmal auch sinnvoll ist: Aufklärung! Manche Dinge weiß man nicht... Ich war zB schon längst erwachsen, als ich erfahren habe, dass so gut wie alle gängigen Daunen-Produkte (Jacken, Decken etc.) zumindest teilweise Daunen aus "Lebendrumpf" enthalten. Davor habe ich über sowas gar nicht nachgedacht. Seit ich es weiß, trage/verwende/kaufe ich keine Daunenprodukte mehr. Das war keine Einschränkung, es hat sich nicht auf mein Lebensgefühl ausgewirkt. Wenn aber jemand sagt, ich KANN einfach nur mit meiner Daunendecke gut schlafen und nehme das in Kauf, dann soll das so sein. Ich trinke ja auch meinen Illy-Kaffee! ;)

  • Drachenherz, warum denkst du, bist du nicht konsequent genug?



    Ja Dani, ich gebe dir voll kommen Recht! Daunenprodukte gibt es in meinem Haus auch nicht, aber nicht weil die Daunen von Lebenden Tieren gerupft werden, ( das habe ich noch nie gehört und jetzt hier das erste Mal gelesen ) sondern weil ich allergisch bin und dann Atemnot bekomme.
    Es könnte noch viel mehr getan werden, fängt bei den Fabriken an! Ich kann zum Beispiel nicht verstehen, warum Gemüse und Obst immer in irgendeiner Verpackung gesteckt wird, ich mag es lieber offen und suche mir meine Paprika oder Äpfel , Mören und co, selbst raus.



    Außerdem habe ich vor ca 2 Wochen in TV gesehen, das es schon Verpackungsmaterial gibt, die komplett aus natürlichen Ressourcen gemacht sind und somit umweltfreundlich und zu 100% abbaubar sind. Warum wird es nicht genutzt, wegen der Kosten natürlich! Aber wir haben nun mal nur eine Erde!!!


    Ich trage gebrauchte Kleidung, aber ich weiß auch wo sie her kommt! Natürlich Unterwäsche, Badesachen, Socken und Schuhe nicht. Wir reichen sogar Möbel weiter :D , meistens innerhalb der Familie. So haben wir zum Beispiel einen Kleiderschrank von der Schwester meines Mannes, schon 12 Jahre lang und er ist immer noch top.


    Ich sammel auch Müll auf, wenn hier welcher in der Straße fliegt, damit habe ich gar kein Problem.
    Mein Blumenbeet wird dieses Jahr auch umgestaltet. Da kommen Hibiskus rein, die blühen und sind gut für die Bienen. Auch In meinen großen Kübel werde ich dieses Wildblumen sähen für Bienen und andere Bewohner.

  • Nun ja, gerne Fleisch essen ist nicht verwerflich, ich esse auch gerne Fleisch. Es kommt halt drauf an was für Fleisch man kauft, ob aus der Region, Bio, beim Schlachter seines Vertrauens oder im Discounter. Wenn man Fleisch aus Tier-gerechter Haltung nimmt, tut man ja auch was für die Natur, Umwelt und Tierwohl.
    Ok, mehr Plastik Müll vermeiden hat ein Stück mit Gewohnheit zu tun und sich zu ändern braucht Durchhaltevermögen.
    Probier es einfach weiter, dann klappt es bestimmt auch und jeder kleine Schritt ist wichtig für die Umwelt in der wir irgendwann unsere Kinder zurück lassen ;)

  • @Fleisch: Tatsächlich liegt es an der Quantität, weniger an der Qualität (wobei Bio-Fleisch natürlich löblich ist)... Massentierhaltung, wie wir sie (erst seit kurzem - vergleichsweise!) haben/kennen, ist nur "notwendig", weil/wenn Menschen 7/Tage Woche Fleisch/Wurst essen möchten. Nachdem sich das normalpreisig eher weniger Menschen leisten können, muss billig (= in Masse, mit entsprechenden Bedingungen) produziert werden. Noch in meiner Kindheit (also vor nunmehr über 30 Jahren :D) war es völlig standardmäßig so, dass es Fleisch nur am Sonntag gab.


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    Drachenherz2: Das meinte ich in meinem Post vorher. Verzichtet werden sollte nur auf das, was "leicht" geht. Ich bin seit meiner Kindheit Vegetarierin und zwar NICHT aus Umweltschutzgründen (ist natürlich ein angenehmer Nebeneffekt), sondern weil es mir schlicht nicht schmeckt/mir graust. Unter solchen Bedingungen ist es natürlich entsprechend einfach, sich umwelttechnisch löblich zu verhalten! :D Würde ich Fleisch mögen, würde ich es vermutlich essen (so wie ich meinen - unter fragwürdigen Bedingungen produzierten - Illy-Kaffee trinke...


    Mein Mann ist absoluter Fleischtiger, der würde zB auch niemals verzichten. Der einzige "Bewundernswerte" in dieser Hinsicht ist unser Sohn. Der verzichtet aus Umweltschutzgründen auf Fleisch/Gelatine (also auch Gummibärchen und Co) seit er fünf Jahre alt ist. Das sind jetzt fast sechs Jahre. ;) Und dem schmeckt das eigentlich...


    Das erlebe ich eher selten. Weil sind wir ehrlich: Der Mensch ist recht egoistisch, freiwillig verzichtet er auf Goodies/Wichtiges nicht so gern... Abstriche werden eher dort gemacht, wo es "nicht wehtut". Und genau dort sollte man ansetzen! :)

  • ich kenne es auch so ähnlich , in meiner Kinderzeit gab es nur Sonntags Braten.

    Ja, das ist doch der springende Punkt, viele Menschen können sich das Fleisch nicht mehr leisten, deswegen Billigprodukte im Discounter was wiederum Maßen Tierhaltung mut dich bringt.

    Ich will ja nichts sagen, aber da läuft doch ganz gewaltig etwas falsch! Merkt das keiner?!!! Natürlich nicht, unsere Politiker verdienen ja genug.


    Mein Mann nat nun Solarzellen angeschlossen, nun speisen wir auch noch selbst Strom ein durch Licht-Energie.

  • Ich kann Euch nur recht geben, es läuft so vieles falsch. Die Wirtschaft hat einen zu großen Einfluss auf die Politik und die Gier des Menschen ist unermesslich. Ich hoffe dass irgendwann ein Umdenken kommt und versuche selbst einen kleinen Teil dazu beizutragen, wenn auch nicht allzuviel. Nicht in Extremen zu denken oder sich Schuldgefühle aufzuladen ist sicherlich der einzig gangbare Weg, denn andere Dinge machen unglücklich und hemmen eher, als dass sie nutzen.

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