Beiträge von Dani

    Naja, deine Tochter ist noch nicht strafmündig mit 12. Als Laie denke ich, dass das sowieso ins Leere gehen wird, sie rechtlich also (noch!) nichts zu befürchten hat... Grundsätzlich kann das (also falls dann trotzdem Auflagen wie gemeinsames Gespräch bei der Polizei o.ä. vorgesehen sind) ja durchaus auch ein wenig die Augen öffnen, dass solch ein Handeln im Zweifelsfall eben Konsequenzen hat.


    Scham ist ein schlimmes Gefühl, da hast du mein Mitgefühl! :( Dahingehend könnte dir Coaching/Therapie für dich selbst aber durchaus helfen, eine Abgrenzung zu finden, damit du nicht so darunter leidest. Grundsätzlich ist das Verhalten, für das DU dich schämst, nämlich nicht dein eigenes, sondern das deiner Tochter... Hier kannst du zwar sicher intervenieren, es direkt ändern kannst du aber nicht... Deshalb wäre es wohl eine Möglichkeit, Wege zu finden, sich von dieser Scham zu distanzieren. DU hast schließlich nichts getan, wofür DU dich schämen müsstest...

    Hallo Blume!


    Du unterstützt deine Tochter, lässt ihr Therapie zukommen, die helfen können, hältst "Fehlverhalten" aus und setzt Konsequenzen. Du versuchst dein Kind - trotz schwieriger Umstände - auf dem richtigen Weg zu halten. Meinen Respekt hast du! Denkst du nicht, dass auch andere Leute vielleicht genau *diese* Bemühungen sehen könnten und nicht unbedingt *nur* das auffällige Verhalten der Tochter?


    Für deine Tochter hast du viel in die Wege geleitet. Und für dich? Hast du Unterstützung, jemanden, mit dem du reden kannst, der eine objektive Rolle einnehmen kann? Selbsthilfegruppe, Therapieeinheiten oder Coaching bietet sich hier an... Falls du in der Nähe nichts findest/die Zeit fehlt, gibt es auch schon tolle Online-Möglichkeiten...


    Ich glaube, gerade in solchen Situationen ist Selbstfürsorge extrem wichtig...


    Alles Liebe!

    Hallo Ranger!


    Ich glaube, du hast mich falsch verstanden... Es ging mir definitiv nicht darum, die Situation zu beurteilen (wie könnte das jemand, der euch nicht persönlich kennt, nur anhand eines Beitrags?), das stünde mir - und auch niemandem sonst - nicht zu. Dass sich Kinder in einer Dynamik zwischen getrennten Eltern hin- und hergerissen fühlen, das glaube ich aber schon. Nicht mehr und nicht weniger... Ob es nun auf ein Konzept hinausläuft, bei dem der Umgang zu gleichen Teilen aufgeteilt wird, euer Sohn weiterhin bei der Mutter wohnen bleibt, oder ein Umzug zu dir möglich wird, ist offen. Mein Ratschlag war dazu, eine neutrale Person mit einzubeziehen... Eine rechtliche Beratung (= neutral; da kannst du ausloten, wie deine Chancen laut professioneller Erfahrung stehen) oder Mediation (= neutral, da könnte man evtl. doch noch zu einer gemeinsamen Lösung kommen) wären da eben meine Ansätze...


    Und tatsächlich habe ich keine Sekunde gezweifelt, dass du nicht absolut im Sinne deines Kindes agierst und du dürftest wirklich einen langen Atem haben. Meist sind es ohnehin die Väter, die es gut schaffen, Dynamiken nicht am Rücken der Kinder auszutragen, weil sie objektiver/nüchterner agieren... Mein Corona-Satz war übrigens auch nicht auf dich bezogen, weil du den gleich persönlich genommen hast. Ein Urteil maße ich mir auch da nicht an. Dass es nicht sein sollte, dass ein Kind wegen der Pandemie auf ein Elternteil verzichten muss, war auf die Pandemie (die so vieles kaputt macht) bezogen, nicht auf dich bitteschön! Nur zur Klarstellung!


    Ich wünsche dir - und vor allem deinem Sohn - jedenfalls von Herzen alles Gute und dass ihr einen Weg findet, der euch beide zufriedenstellt! :)


    Alles Liebe!

    Endlich kühlt es kurzfristig ab. Zwar nur für eine Nacht und dann steht die nächste Hitzewelle bevor, aber wenigstens etwas... War echt dringend notwendig. Bei uns ist nur mehr die Rettung gefahren, schlimm... :(

    Nachtrag:


    Das Kind ständig wieder in dieser Sicherheit zu wiegen, entscheiden zu dürfen, ist natürlich massiv grenzüberschreitend und instrumentalisierend, keine Frage...


    Ich glaube trotzdem, dass es in solchen Fällen sinnvoll ist, nach einem gemeinsamen Nenner zu suchen und dem Kind dadurch solche Dynamiken zu ersparen. Unterm Strich bleib ich dabei: Es liebt beide Elternteile und Loyalitätskonflikte wirken psychisch wirklich massiv. Ich wäre - wie meist in solchen Fällen - dafür, professionelle (= neutrale) Unterstützung in Form einer Meditation, Beratung o.ä. zu gewinnen und zu einer lebbaren Lösung zu gelangen...

    In denem Beitrag hab ich das Hin- und Hergerissen-Sein empfunden, weil er quasi seit Jahren vertröstet wird ("Wenn du 12 bist"; "Wenn du 14 bist"...) und auch emotional aufreibenden Gesprächen zwischen den Eltern beiwohnt (wo er hinterher wieder vertröstet wird). Ich denke auch nicht, dass ein 11-jähriger dahingehend eine langfristige Entscheidung treffen kann, sondern beide Elternteile eine Entscheidung im Sinne des Kindes treffen sollten. Seine Meinung einbeziehen, klar... Ihn die Entscheidung treffen lassen, ist aber nicht sein Job. Das müssten die Erwachsenen tun...


    Sich die Erziehungsarbeit sinnvoll zu teilen wäre eventuell eine Möglichkeit, das kann ich nicht einschätzen... Oder den Umgang so regeln, dass sich alle Beteiligten wohlfühlen. Dass ein Vater ein dreiviertel Jahr sein Kind nicht sieht wegen Corona sollte nun wirklich nicht sein...


    Die Sache vor Gericht ausfechten würde ich allenfalls dann ins Auge fassen, wenn gar keine Lösung möglich ist und/oder das Kindeswohl gefährdet ist... Solche Geschichten sind immer massiv dynamisch und es gibt leider mehr als eine Seite... In dem Fall wohl insgesamt fünf Seiten, wenn man die jeweils neuen Partner mitrechnet... Irgendwo dazwischen steht das Kind...


    Mich würde es grundsätzlich (in allen solchen Fällen, nicht nur in diesem speziellen) eher wundern, wenn sich das Kind eben NICHT Hin- und Hergerissen fühlen würde. Gemeinhin lieben Kinder ja beide Elternteile und wollen es auch beiden recht machen! :(


    Man könnte auch - sofern die Mutter mitspielt - einmal ein "Wohnen auf Zeit" ausprobieren und schauen, wie es allen Beteiligten geht, wenn sich der Alltag zum Papa hin verschiebt...


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    Ich weiß, heikles Thema... Aber schlussendlich haben wir hier einen ganz kleinen Ausschnitt aus einer Scheidungs-/Trennungssituation heraus. Zu raten, lass es übers Gericht laufen, hol dir das alleinige Sorgerecht oder Aufenthaltsbestimmungsrecht, würde ich persönlich wohl allenfalls bei engen Freunden oder Familienangehörigen, wo ich die Sachlage tatsächlich einschätzen kann und mir zutraue, das zu beurteilen. Das kann ich in dem Fall ja nicht... Bleibt zu sagen: Sucht gemeinsam nach einer guten Lösung für den Sohn, mit der alle Beteiligten leben können...


    Alles Liebe!

    Hallo! :)


    Eine rechtliche Beratung kann natürlich nicht schaden. Aber allen voran würde ich versuchen, mich gütlich auf ein Konzept zu einigen, dass nicht nur für euch Eltern passt, sondern vor allem für euren Sohn. Für mich klingt dieses "Ich will zu Mama/Ich will zu Papa" nicht unbedingt nach einer reflektierten Meinung, sondern nach dem Wunsch, irgendwo Halt zu finden. In deinem ganzen Beitrag kommt dem jungen Kerl irgendwie eine sehr unstete Rolle zu, er pendelt emotional massiv zwischen beiden Elternteilen, finde ich... Hängt ziemlich in der Luft...


    Ich würde einmal versuchen, ob sich über eine Mediation alle Parteien an einen Tisch bringen lassen (inklusive Kind) und man einmal herausarbeiten kann, wer/was/wann und wieso möchte. Da scheint es mir viele Fragezeichen zu geben...


    Alles Liebe,


    Dani

    Hallo Peti! :)


    Dass man bei einer Angststörung immer wieder stationäre Therapien abbricht, kenne ich so aus... Unüblich ist das so tatsächlich nicht... Niederschwellige ambulante Formen sind da wahrscheinlich ein besserer "Anfang"...


    Das mit der Ausbildung zum Bankkaufmann tut mir leid... :( Gibt es bei euch eventuell eine Art Arbeitsassistenz für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen? Die haben oftmals ein breitgefächertes Wissen und gute Kontaktmöglichkeiten. Unterstützen bei Ausbildungssuche, Jobsuche und meist gibt es auch noch Nachbetreuung...


    Alles Liebe!

    @ Drachenherz:


    Meine Mama wohnt auch in einer kaum gedämmten Wohnung unterm Dach und hat bei den Temperaturen über 30 Grad in der Wohnung und ohnehin schon Probleme mit dem Herz-Kreislauf-System... Nicht schön! :(


    Bei uns ist es dafür im Kinderzimmer abends/nachts kaum auszuhalten... Das ist auf der Wetterseite, ab mittags bis Sonnenuntergang direkte Sonneneinstrahlung! :(

    Hitzewelle für die ganze Woche angesagt! :(


    1. Halte ich das mit steigendem Alter immer weniger aus und 2. Macht es sehr deutlich, was mit dem Klima los ist! :( Mag nicht... :( Daweil geht es noch (Garten, Schatten, aber man merkt, dass es heute extrem heiß wird...)

    Ich glaube, die Frage könnte dir deine Tochter beantworten. Sie ist ja nicht mehr so jung, also einfach das Thema ansprechen. :)

    Nein, ich fürchte nicht, dass das jeder machen würde. Viele wären einfach vorbeigefahren...

    Hallo!


    Selbst betroffen bin ich zwar nicht, aber nachdem Trennungen durchaus häufig sind, bekommt man da durchaus einiges mit.


    Für mich ist relevant: Deine Entscheidung zu einer Trennung steht zu 100 Prozent fest? Dann würde ich mich an deiner Stelle rechtlich beraten lassen, wie es aussieht, v.a. was gemeinsames Eigentum und euren Sohn angeht. Wie könnt ihr die Erziehung/Betreuung fair aufteilen? Zu welchen Anteilen schafft sie das aufgrund ihrer psychischen Probleme alleine, wo braucht es Unterstützung, ein Netzwerk?


    Im Zuge der Trennung kann eine Mediation gut helfen.


    Am Allerwichtigsten ist es ehrlich und fair zu bleiben und die Sache im Sinne des Kindes wertschätzend und auf Augenhöhe zu regeln.


    Alles Liebe!

    Dann mit der jeweiligen Schulbehörde (weiß nicht, wie das bei euch geregelt ist) einfach ganz ehrlich sprechen. Nicht arbeitsfähig ist nicht arbeitsfähig. Wenn du jetzt das Gefühl hast, sie wird es nicht schaffen, ist das von der Intuition her vermutlich richtig. Es trotzdem krampfhaft zu versuchen verbraucht wahnsinnige Energien, die ihr für anderes brauchen könnt...


    Wenn sie leicht lernt und schon einen Schulabschluss hat, sind die Bedingungen ohnehin denkbar gut, sich jetzt einmal kurzfristig auf Stabilität/Gesundheit und nicht auf Bildung/Funktionieren zu fokussieren...


    Unbedingt mit ihr besprechen. Sie ist alt genug, dass sie das vermutlich auch sehr gut und realistisch einschätzt...


    Alles Liebe

    Hallo!


    Könnte man sie zu einer ambulanten Therapie motivieren? Stationär bringt ohne eigenen Willen (und dann müsste es ohnehin Platz geben) tatsächlich nichts. Eine Akutunterbringung löst die Schwierigkeiten nicht. Ich würde tatsächlich so niederschwellig wie möglich agieren. Vielleicht sind einige Stunden/Woche Tagesklinik anfangs möglich? Oder ein niedergelassener Therapeut? Eventuell ein Therapeut, der Hausbesuche macht?


    Schulisch würde ich bei der Behörder anfragen, welche Möglichkeiten es für Menschen mit diagnostizierten sozialen Ängsten/Depressionen gibt. Eventuell kommt da etwas dabei raus? Bei uns gibt es hier so Schulversuche mit kleinen Klassen, angebundenen Therapeuten etc., damit auch bei entsprechenden Diagnosen ein Schulabschluss ermöglicht wird...


    Beim Amt möglichst nicht als Bittsteller auftreten ("Ich bräuchte bitte Hilfe"), sondern eventuell fordernder ("Das und das ist die Faktenlage, was können SIE anbieten?"). Ggf. Unterstützung für die Gesprächsführung mitnehmen...


    Was ihr für eure Tochter machen könnt: ernst nehmen, Struktur geben, zu heftigen Stress rausnehmen, niederschwellige Therapieangebote. Für mich klingt es nicht so, als wäre es ihr so bald möglich, in einen "geregelten" Alltag (viele Stunden täglich funktionieren) zu finden. Das wäre eventuell auch zu akzeptieren... Schule lässt sich später noch nachholen. Für mich wären psychiatrische/therapeutische Begleitung und wieder in Strukturen hineinfinden momentan dringlicher...


    Und ganz wichtig: Hilfe für dich als betroffene Angehörige!


    Alles Liebe!

    Bei solchen Dingen sind sie nicht so... Außerdem leben wir ja in Wien, da fahren genügend öffentliche Verkehrsmittel. Sie sind aufs Rad nicht angewiesen. Wäre das anders, hätten wir vermutlich keine Chance! ;)