Beiträge von Dani

    Liebe Steffi!


    Das klingt gar nicht so, als wärst du eine "schlechte Mutter", sondern eine sehr gute. Du benennst ein Problem ("liebe nicht genug"), machst dir Gedanken, fühlst dich schlecht, weil etwas scheinbar nicht so ist, wie es sein soll etc. pp. Allein da lese ich viel Liebe heraus. Aber eben auch Verzweiflung...


    In Anbetracht des Alters des Kindes ist eine postpartale Depression nicht unwahrscheinlich. Das bleibt leider noch immer sehr häufig unerkannt, obwohl es tatsächlich keine Seltenheit ist, sondern viele Mütter damit zu kämpfen haben. Grund ist v.a. die hormonelle Umstellung nach der Geburt, aber auch Faktoren wie etwa die Geburt selbst (wenn sie etwa sehr traumatisch ist/erlebt wird), Partnerschaft (ich lese heraus, es gab eine Trennung) etc. spielen mit hinein.


    Bei der postpartalen Depression ist die Bindung zum Kind erschwert und dieses Gefühl, dass du hast ("nicht genug Liebe"/"das gehört nicht so") sehr vorrangig. Ich würde dir wirklich den Rat geben, so schnell wie möglich einen Psychiater aufzusuchen. Nimm eine Vertrauensperson mit für seelischen Beistand und schildere die Problematik.


    Sollte es der Grund sein: Die postpartale Depression ist sehr gut zu behandeln und meist ist das Kapitel recht rasch abgeschlossen und die Bindung zum Kind kommt, aber eben nur verzögert. Ich kenne eine Handvoll Mütter, die damit zu kämpfen hatten (wahrscheinlich weit mehr, aber man redet ja sehr wenig darüber, es ist ein großes Tabuthema) und sie alle haben heute eine völlig normale, unkomplizierte und gute Bindung zu ihrem Kind.


    Alles Gute dir und deinem Sohn! :)

    Hallo Kula!


    Ich weiß leider, dass Therapieanbindung und auch die Anbindung an Fachärzte sehr schwierig geworden ist und Wartezeiten die traurige Realität. Dennoch würde ich an deiner Stelle sehr hartnäckig sein/bleiben (mühsam, ich weiß) und alle geeigneten Stellen (Psychotherapeuten, Psychiater, Ambulanzen, Beratungsstellen) durchrufen, die Lage sehr ernst schildern und auf einen Behandlungsplatz insistieren. Ruhig auf mehrere "Wartelisten" setzen lassen, auch zwischendurch mal anrufen, wie es aussieht. Meine Erfahrung: lästig bleiben bringt am meisten Erfolg. Auch sinnvoll: Nach Kontakten/"Geheimtipps" fragen. Manchmal sind Institutionen/Therapeuten auch untereinander vernetzt und wissen, wo vllt. Kapazitäten vorhanden sind.


    Du sprichst es in deinem Satz an: "Du weißt nicht, was du tun sollst". Nachdem du nicht Therapeut/Arzt deines Kindes sein kannst, kannst du nur unterstützen, passende Hilfe zu finden. Eine therapeutische Anbindung ist unbedingt sinnvoll, wenn sich "Aktionen" eines Kindes in der Pubertät gegen seine Geschlechtsmerkmale richten. Je früher Hilfe zukommt, das professionell zu bearbeiten, desto besser...


    (Immer, wenn ich lese/höre, dass Kinder keine gewünschten/benötigten Therapien machen können/diese verzögert werden aufgrund des Gesundheitssystems, wird mir ganz anders. Ich finde das wirklich bedenklich und hoffe, euch kann rasch geholfen werden.)


    Alles Liebe,


    Dani

    Hallo!


    Wollte dir eigentlich gerade fast 1:1 Gilfys ersten Absatz schreiben:


    Schulgespräche sollen bitte in der Schule stattfinden und nicht in eurem Zuhause (= geschützter Rahmen). Das "darf" auch nur das Jugendamt verlangen, nicht die Schule. Ich finde einen neutralen Ort extrem wichtig,


    Bzgl. der Aussage des Sohnes könntest du auch vorausschicken, dass du theapeutisch/psychologisch versorgt bist und keinen Bedarf an Zusätzlichem hast (wenn das der Fall ist.) Verlass dich da am besten aufs Bauchgefühl. Wenn du keinen Bedarf an sozialarbeiterischen Beistand aus der Schule hast, ist das zu akzeptieren.


    Alles Liebe!

    Super... Gut, dass es sozusagen auch kleine Lichtblicke gibt! :)


    Es ist profan, hilft aber manchmal: Lass deinen Sohn alles aufschreiben, was gut läuft/Spaß macht in der Schule, damit er die positiven Aspekte (auch wenn es wenige sind) von Zeit zu Zeit visualisieren kann...

    Ich denke, du hast ein gutes Bauchgefühl und einen guten Zugang. Du wirst merken, wenn es dir zu viel wird. Daweil passt es und der Sohn kann die Unterstützung gut gebrauchen. Aufgefangen zu werden ist in einer solchen Situation wichtig. Langfristig ist es aber auch wichtig, wieder "auf eigenen Beinen" zu stehen. :)


    Nachdem sie ja offiziell noch verheiratet sind, würde ich ihm eine rechtliche Beratung empfehlen, was für ihn die nächsten Schritte wären. Ich weiß nicht, wie das in Deutschland geregelt ist, in Österreich dürften glaube ich nicht einfach Gegenstände aus der "ehelichen Wohnung" entnommen werden (also ohne Absprachen). Wir sind da aber im Vergleich rechtlich glaub ich ziemlich altbacken! ;) Aber lieber doppelt absichern, ist da meine Devise. Nicht dass er nachher noch Probleme bekommt...


    Alles Liebe!

    Ja, das ist auch meine Erfahrung: Einzelne Lehrer schaffen es, sehr begabte Kinder zu fördern und an der Stange zu halten (euer Mathelehrer scheinbar :)). Leider sind sie die Ausnahme. Trotzdem würde ich das dem Lehrer positiv zurückmelden. Kann nicht schaden! :)

    Wenn mich die Schule nicht erreicht, weil ich einer beruflichen Tätigkeit nachgehe, bei der ich nicht augenblicklich alles stehen- und liegenlassen kann, wird sich eine andere Lösung finden lassen (müssen). Ich bin da relativ stur, aber natürlich redet es sich leicht, wenn man nicht selbst betroffen ist, eh klar... :(


    Gerade im Schul- und Gesundheitssystem herrscht so ein bisschen ein "Obrigkeitsdenken", mit dem ich schwer zurecht komme. Da meldet sich gleich der kleine Rebell in mir... ;)


    Ich bin vom Typ her sehr kooperativ und freundlich, aber nur bis zu einem gewissen Punkt. Mit spontanen Anrufen würde ich nicht drangsaliert werden wollen, außer es handelt sich um einen absoluten Notfall (sprich: Kind krank, verletzt oder abgängig).

    Ein Tipp, weil dich die Anrufe aus der Schule sehr stressen (was ich verstehe, vor allem, wenn du selbst eigentlich arbeiten müsstest): Schlage eventuell (wenn das für dich infrage kommt!) regelmäßige fixe Gespräche in einem bestimmten Intervall vor, bei denen solche Situationen thematisiert werden können. Das ist für alle Beteiligten - vor allem aber für dich - planbar. Du hast dann nicht das Gefühl, "ausgeliefert" zu sein und kannst dich auf die Gespräche auch viel besser konzentrieren, als wenn sie dich bei anderen Tätigkeiten "überfallen". Wäre in jedem Fall effektiver/produktiver... :)


    Ich kenne das von anderen Eltern, wo es schulisch Schwierigkeiten gibt, dass die beim Handyklingeln fast schon psychosomatisch reagieren... Das kann man auch besser lösen... :)

    Hallo Julchen!


    Herzlich willkommen bei uns! :) Da hat Gilfy dir aus eigener Erfahrung ja schon viele wertvolle Tipps geben können...


    Gegen unprofessionelles "Diagnostizieren" von Lehrpersonal o.ä. würde ich mich als Mutter auch schnellstmöglich abgrenzen. Einfach von den damaligen Diagnostikern (Kinderarzt in deinem Fall, wenn ich es richtig im Kopf habe) bestätigen lassen, dass keine entsprechenden Diagnosen vorliegen und vehement darauf bestehen, dass hier bitte kein Druck mehr erfolgen soll. Finde das mehr als grenzüberschreitend...


    Eine hohe intellektuelle Kapazität (die dürfte ja vorliegen, der Diagnostik nach zu urteilen, und da ist ja noch die Tatsache, dass sich dein Kind sehr langweilt), egal ob schon "Hochbegabung" oder gerade noch nicht, kann im Schulsystem tatsächlich kaum abgefangen werden. Das ist auch meine Erfahrung. Allenfalls stechen vereinzelt sehr engagierte Lehrer heraus, die das Kind fördern. Das Schulsystem ist auf keine "Extras" ausgelegt, ich würde den Fokus ggf. auch eher auf die Förderung außerhalb legen. Interessen fördern, ebenso wie Bewegung, Sport, Naturbegegnung etc. pp. Zwischendurch für Ausgeglichenheit sorgen, um den "Schulfrust" ein bisschen etwas entgegen zu setzen.


    Sollte eine Hochbegabung festgestellt werden, kann man das natürlich schon der Schule rückmelden und fragen, ob es Möglichkeiten zur Förderung gibt und wenn ja, welche. Großartig erwarten würde ich mir wahrscheinlich nichts, aber vielleicht schaut das eine oder andere "Goodie" heraus... Manche Schulen bieten bei uns zB Drehtürmodelle an, bei denen man in manchen Fächern höhere Schulstufen besuchen kann.


    Alles Gute euch! :)

    Hallo! :)


    Dinge abzusagen/sich davon abzugrenzen, wenn man merkt, es wird einem selbst zu viel (Kindersitten,...), ist eine gute Sache. Du dürftest deine Grenzen im Blick haben und deinen Texten nach zu urteilen, war das nicht immer so - Gratulation!


    Gegen Stimmungen können sich manche Menschen schwerer abgrenzen, wenn es um die Liebsten geht (kenne ich von mir!). Dennoch: Es ist der Liebeskummer deines Sohnes, nicht deiner. Er muss da durch und wird das sicher gut schaffen. Ablenken, darüber reflektieren/nachdenken/reden - viel mehr kann man nicht machen. Sind die Verletzungen sehr tief und heilt die Zeit die Wunden nicht, dann kann man natürlich professionelle Zugänge (Coaching, Therapie) zur Unterstützung andenken. Aber es ist jetzt halt noch recht frisch, naheliegend, dass seine Stimmung ist, wie sie ist...


    Dass er sich wünscht, bei dir etwas zur Ruhe zu kommen, ist okay, solange es für dich okay ist. Ich würde in solch einer Situation bestimmt auch keinem meiner Kinder die Tür weisen, eh klar. Aber langfristig darf man schon denken. Vielleicht nicht sofort (jetzt hat ihn die Suche nach der Wohnung scheinbar überfordert), aber auf lange Sicht wird er sich wahrscheinlich in seinem eigenen Reich und auf eigenen Beinen auch wohler fühlen. Das hat aber wahrscheinlich noch Zeit (wenn es für dich auch passt)...


    Alles Liebe!

    Hallo! :)


    Ich denke, Austausch und Ballast abwerfen tut jedem gut. Ich sehe in deinem Beitrag, dass du viel Bedarf hast und auch einige Themen, die dich belasten.


    Hast du denn Freunde, mit denen du dich austauschen kannst? Schwestern, Brüder? Andere Bezugspersonen außer deiner Kinder?


    Die Bindung zu deinem Sohn wirkt wirklich sehr tief und eng, was ja schön ist. Dennoch bist du unsicher wegen seines Einzugs (Platz, Privatsphäre,...), was ich ziemlich gesund finde. Schließlich war er ja schon ausgezogen und du hast dir - ebenso wie er - ein eigenes Leben aufgebaut. Ich denke, das "zurück ins Elternhaus" ist einfach eine temporäre Sache, die auch so besprochen werden kann. Langfristiges Ziel ist sicher auch für ihn, wieder selbständig und eigenständig zu wohnen... Dann löst sich auch das Problem mit dem Zimmer. Dass er übergangsweise auf der Couch schläft, bis er was eigenes hat, muss/wird okay sein. :)


    Bzgl. (Ex)-Schwiegertochter macht es Sinn, nicht in der Vergangenheit zu verweilen, sondern in die Zukunft zu blicken. Wenn sie seine Gefühle verletzt hat, wenn die Beziehung zerbrochen ist, ist es sinnvoll, angemessen wütend zu sein und zu trauern, dann aber wieder auf die Zukunft zu fokussieren. Irgendwann ist es etwas, das ihn geprägt hat, aber nicht mehr so brennend wichtig. Er wird seinen Weg gehen, auch beziehungstechnisch. :)


    Die Partnerschaftsprobleme (die massiv klingen), würde ich an deiner Stelle in einer Gesprächstherapie bereden? Dort sind sie gut aufgehoben und man kann systematischer hinschauen... :)


    Alles Liebe,


    Dani

    Hallo! :)


    Wie alt ist denn der Sohn?


    Ich denke, die Dinge im Leben laufen so, wie sie laufen soll - unterm Strich ergibt alles einen positiven Sinn. Bin da ein recht optimistisch eingestellter Mensch...


    Im Falle deines Sohnes könnte man die Sachlage auch so betrachten: Ja, Liebeskummer ist natürlich ungut, aber wiederum fast gut, dass es so früh passiert, wo eben noch kein Haus gebaut oder Kinder da sind. DANN wird es oft ziemlich kompliziert und viel, viel nervenaufreibender. Noch dazu hat er den sicheren Hafen bei euch und wird aufgefangen. Er steht nicht alleine da. Wer weiß, wofür es gut ist?


    Vielelicht lernt er "die Richtige" erst kennen und das braucht einfach noch seine Zeit. Nach zwei gescheiterten Beziehungen ist es vielleicht gar nicht so schlecht, das Leben ein wenig ungebunden zu genießen und sich etwas treiben zu lassen... Neben einer Beziehung gibt es so viele andere Dinge im Leben, die sinnstiftend sind und einen weiterbringen. Und irgendwann wird er dann wieder bereit sein für eine neue Beziehung - und sie wird kommen.


    Ich würde ihn an deiner Stelle auffangen, aber schon stark nach dem Credo "Das Leben geht weiter und ist schön!". Trauern - ja, mit "Selbstmitleid" muss man etwas aufpassen, sonst ist er da rasch in einem Studel drin und das zieht Lebensfreude. Ruhig auf die positiven Dinge der Beziehung fokussieren (alles hat etwas Gutes auch), aber realistisch bleiben. Kämpfen, zurückerobern wollen? Wieso? Diese Frau hat etwas sehr deutlich gesagt: Sie liebt ihn nicht! Das kann nur (mehr) ein Krampf werden! Wenn ich fragen darf: Wie lange waren sie denn zusammen, bevor sie geheiratet haben? Eventuell war es "nur" Verliebtheit und die ist jetzt verflogen?


    Ich wünsche euch jedenfalls alles Gute!


    Tausch dich nur weiter aus, wenn es dir gut tut! :)

    Hallo Monika! :)


    Herzlich willkommen hier bei uns.


    Natürlich wirst du gut zurechtkommen. Wir freuen uns auf einen regen Austausch mit dir!


    Alles Liebe,


    Dani

    Klingt mühsam... Gut, dass du eingesprungen bist. Meine auch: ausgemacht ist ausgemacht, außer es kommt wirklich Gravierendes (Krankheit etc.) dazwischen.

    Hallo! :)


    Naja, wenn es grundsätzlich im selben Haus war, ist es schon halbwegs überlegt, keine Frage. Einschlafen hätte sie halt nicht dürfen. Ist zwar sicher menschlich, aber mir wäre es wohl auch lieber, die beaufsichtigende Person ist wach! ;)


    Also Institutionen für Wien werden dir jetzt wenig bringen (da hätte ich ein paar Tipps ;)). Ich würde an deiner Stelle die Internetsuchmaschine nach Babysitter in der Umgebung befragen und darauf achten, dass das ganze dann über eine offizielle Argentur angeboten wird (also nicht das "Nachbarmädl"). Das kann man ggü dem Jugendamt sicher gut darlegen, dass man in Zukunft auf Institution XY zurückgreifen wird.


    Prinzipiell ist nämlich natürlich nichts dagegen einzuwenden, die Kinderbetreuung auch einmal in andere Hände zu legen - egal, ob man arbeiten muss oder eben Privatvergnügen genießt. :)