Beiträge von Dani

    :D Keine Ahnung, ich habe einen faulen Sohn. Der würde sich immer noch nachputzen lassen, wenn ich das nicht abgestellt hätte. :D Aber ihm sind seine Zähne wichtig, er legt sich selbst ins Zeug! :D


    Ich gebe aber auch zu, dass ich bei Zähnen heikel bin. Da soll möglichst lange alles in Ordnung bleiben! :)

    Ich finde - egal, ob bei kleineren oder größeren Kindern - es macht immer Sinn, sich die Schauplätze der Gefechte weise zu wählen. Sich genau anzuschauen, wo kann ich das Kind "machen lassen" (und auch mit Konsequenzen und Entscheidungen leben, die mir nicht passen) und wo muss ich mich durchsetzen, weil es um mehr als nur Prinzipien geht. Mit dieser Strategie fährt man oft sehr gut, weil Kinder ein ganz gutes Gespür dafür entwickeln, wo die "wirklichen" Grenzen sind...


    Bei uns ist es in Bezug auf Hygiene/Gesundheit zB. (und war es auch, als die Kinder kleiner waren): Zähneputzen - keine Kompromisse! (Gesunde) Ernährung - eher weniger Kompromisse! Wetterentsprechende Kleidung: sehr viele Kompromisse (meine Kinder sind sehr hitzig und nie krank; ich bin mir dann irgendwann tatsächlich blöd vorgekommen, sie in Pullis und Westen zu zwingen, die sie nicht wollten und brauchten); Haare bürsten: nur Kompromisse (meine Tochter hat lange Locken, die sie oft nicht frisieren möchte, wenn sie wie ein "Besen" :D durch die Gegend laufen möchte, ist das ihre Sache,...) etc. pp.


    (Ich habe schon lange aufgehört, Grabenkämpfe dort auszufechten, wo sie nicht notwendig sind und stecke meine Energie lieber in die Bereiche, die mir/uns wirklich wichtig sind und wo stetige Konsequenz Sinn macht. :))

    Hallo! :)


    Mein Sohn ist im selben Alter und bei ihm schieben auch die Hormone an. Dass das schon so bald passiert, hat mich anfangs auch etwas überfordert (dachte, das hat noch Zeit). Stimmungsschwankungen und aggressives Verhalten (aber verbal, er schlägt nicht oder so) kommen bei ihm momentan auch relativ unvermittelt vor. Für mich ist das klar hormonell, weil er von der Persönlichkeit her so überhaupt nicht ist und auch selbst überfordert mit sich wirkt. War das bei deinem Sohn auch dein Eindruck?


    Zu deiner Schilderung: Ich finde, bis zu der Stelle mit dem Schreien und dem Schlagen (geht natürlich ganz klar gar nicht, wobei ich gut finde, dass du dich entschuldigt hast) hast du dich eigentlich sehr gut verhalten. Ich denke, Konsequenz und Grenzen sind in jedem Alter wichtig. Pflege/Hygiene ist wichtig. Da kann es keine oder kaum Kompromisse geben (bei den Zähnen keine, da gesundheitlich relevant; beim Haarewaschen oder so würde ich verhandeln :D). Das hast du ihm klar gemacht, du hast ihn mit seinem "Ich putz nur Zähne, wenn ..." keinen Raum gegeben. Das ist gut und richtig so.


    Wie du schon gemerkt hast, bist du aber darauf angewiesen, dass er mitmacht. Ein 11-jähriger, der nicht Zähne putzt, das wird schwierig, weil im Endeffekt hast du wenig Auftrag. Du kannst nur sehen, was du mit Worten und eben deeskalierendem Verhalten erreichst.


    Bei älteren Kindern hilft es nach der Grenzsetzung ("Du putzt Zähne, das ist wichtig für die Gesundheit") erst einmal Raum zu geben. Also ihn alleine zu lassen. ("Erledige das in der nächsten halben Std., wenn es halt für dich am besten passt. Wenn du fertig bist, machen wir das mit deinem Rad") So ist er für sich und kommt nicht unmittelbar in die Verlegenheit, sich mit seiner anwesenden Mama duellieren zu müssen. Es geht hier nämlich um Provokation, Kontrolle und Macht und damit geht man in dem Alter (und älter, Erwachsene können das auch gut ;)) am besten um, indem man relativ rasch eine Grenze aufzeigt (hast du getan) und sich dann aus der Situation nimmt, sich also auf die Machtspielchen nicht einlässt.


    Wenn er in dem Fall dann keine Zähne geputzt hätte, wäre mir das für den einen Tag egal. Wenn sich die Fronten geklärt haben, kann man versuchen, das rückblickend zu besprechen. Ich würde das Kind dann auch fragen: "Was findest du, hätte ich als Mama in der Situation machen sollen. Womit hättest du leben können?" Da kommen oft wirklich gute Antworten. Und diese Gesprächsbasis zeigt auf, dass du dein Kind (und seine Gedanken und Lösungsvorschläge) ernst nimmst. In der eskalierenden Situation ist das aber in der Regel nicht möglich, da zu dynamisch und emotionsgeladen.


    Einfach nicht in die Schule zu gehen, hätte ich nicht akzeptiert und das so kommuniziert. Ich hätte in seinem Beisein der Schule Bescheid gegeben, dass er später kommt. Dann hätte ich ihm eine Stunde gegeben, um noch die Kurve zu kriegen (hätte ich ebenfalls klar kommuniziert). Wäre er dann nicht gegangen, hätte ich ihn wohl erst einmal ganz entschuldigt (bei meinem Sohn würde die eine Stunde "Gnadenfrist" wohl fürs Umdenken reichen) und dann in einem ruhigen Moment wirklich ganz ernsthaft mit ihm gesprochen, dass das den Rahmen sprengt und so nicht mehr passieren darf.


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    Also in der Kurzfassung:


    Grenze setzen - nicht auf Machtspielchen einlassen - aus der "Schusslinie" gehen (räumlich) - Gespräch, wenn sich die Wogen geglättet haben


    Klingt in der Theorie aber alles einfacher, als es in der Praxis ist. Ich weiß das ja mittlerweile aus Erfahrung! :D


    Alles Liebe!

    Hallo! :)


    Zunächst zu der "Ab-ins-Zimmer"-Sache: Davon halte ich nur etwas, wenn das eine positiv konnotierte Sache wäre ("liebevolles, gemeinsames Runterkommen") und einer von euch bei ihm bleibt. Für mich ist das sonst ganz klar eine Strafe und klar zu vermeiden. Er zeigt durch sein provokantes Verhalten auf, dass er Aufmerksamkeit und Zuwendung braucht (versucht sie sich so zu holen, leider eben auf eine problembesetzte Weise) und das Ergebnis ist die Verbannung von der restlichen Familie. --> Nicht gut!


    Zu deiner Frage nach der Reduktion von 100 auf 50 % Rebellion, versuche ich es salopp:


    Er ist keine Rechenaufgabe, du kannst seine "rebellischen" Verhaltensweisen nicht "reduzieren". Du kannst versuchen, dich in ihn hineinzuversetzen und deine Verhaltensweisen zu ändern, um die Dynamik herauszunehmen. Dann kann es IHM gelingen, sein Verhalten zu verändern. Verhaltensänderung geht immer von der Person selbst aus, nicht von seinem Umfeld. Du kannst fremdes Verhalten nicht ändern, nur u.U. beeinflussen.


    Das ist ein sehr intuitiver Prozess, den du nicht nach dem "Ursache-Wirkungs-Prinzip" planen und durchziehen kannst. Das ist von so vielen Faktoren abhängig.


    Versuche es nicht so verkopft nach dem Motto: "Es muss gelingen, sein Verhalten durch Maßnahme XYZ zu verbessern/verändern!" Das ist nicht der richtige Weg. Versuche, dich auf ihn und sein Verhalten einzulassen, ihm zugewandt zu bleiben, ihm nicht ablehnend ("böses Verhalten") zu begegnen und Anreize zu setzen (Sport, Natur, Freunde, Auspowern - das sind alles GUTE Ansätze), um euch beide aus der Dynamik rauszubringen.


    DAS kann etwas bewirken, ein stures Beharren darauf, dass sein Verhalten von außen diszipliniert werden muss, verändern ganz sicher nicht. Er kann sein Verhalten nur selbst ändern und dazu braucht er Veränderungen in der Dynamik. :)


    (Du darfst auch bitte sein Alter nicht vergessen. Er ist erst fünf Jahre alt! :))

    Lieber Papa! :)


    Fein, dass du uns durch die Schilderung des Verhaltens deines Sohnes und Verortung in Kontexten ein breites Diskussionsfeld eröffnest. Ich möchte es aufgreifen und einige Ratschläge hier lassen. Beziehung ist immer geprägt von Dynamik, die zwischen Eltern und Kindern ist mitunter schwer aushaltbar. ;) Verhaltensveränderungen passieren meist wechselseitig. Es wird seinerseits keine Verhaltensänderung geben (können), wenn ihr (als der reifere und reflektiertere Part) nicht entsprechend einwirkt. Ihr habt dahingehend viel "in der Hand". Manchmal ist es dabei ein erster kleiner (und so wichtiger!) Schritt, aus der Perspektive des Elternteils wegzugehen und versuchen, sich in das Kind hineinzuversetzen! :)


    Einiges, das ich aus deinem Beitrag herauslese, irritiert mich. Ich habe das Gefühl, da wird ein (doch noch recht kleines Kind) problematisiert und in die Rolle eines "kleinen Erwachsenen" gedrängt, der diszipliniert zu gehorchen hat. Für manche Kinder wäre die Vorgehensweise kein Problem. Die können sich ganz gut anpassen und "parieren" leicht. Euer Kind funktioniert da anders (und das ist gut so!!!). Ich lese da extrem viel Persönlichkeit, Intellekt und Willen heraus. Alles gute Eigenschaften, wenn man sie gut zu kanalisieren weiß und nicht "abdrehen" möchte... Deine Wortwahl an manchen Stellen lässt mich aber vermuten, dass ihr durchaus ein Problem damit habt, dass euer Kleiner eben nicht so "hört", wie ihr euch das wünscht/als Ideal vorstellt...


    Irritierende Ausdrücke in diesem Kontext für mich: Strafe - Disziplin verbessern - Disziplinschwäche


    Sehr interessant für mich (hättest du es nicht geschrieben, hätte ich nachgefragt): In institutionellem Kontext (Vorschule) kann er sich einfügen, fällt nicht unangenehm auf. --> Sagt viel darüber aus, dass er sich eigentlich (dem Alter entsprechend) wohl schon ganz gut im Griff hat. Aus irgendeinem Grund geht es im familiären Kontext nicht. Für den familiären Kontext ist er aber nicht alleine verantwortlich --> Es muss eine Dynamik geben, die ihn triggert.


    --> Die Frage ist nicht: "Wie ist er zu disziplinieren? Welche Strafen könnten greifen?" sondern UNBEDINGT


    --> "Warum reagiert/agiert er so? Was könnte ihm helfen?"


    Ich bin eine alte Verfechterin des Spruches: "Kinder machen keine Probleme, sie haben welche."


    --> Genau hinschauen: Wo sind seine Stärken? Was kann er gut? Ressourcenorientiert mit ihm umgehen. Ihm das Gefühl geben, akzeptiert zu sein in seiner Art, das ist wichtig. Vielleicht muss er dann nicht mehr so viel "rebellieren" und die Aufmerksamkeit mit unangenehmen Verhalten suchen (bringt sich in Gefahr; macht Dinge kaputt)...


    Dinge, die ihm spürbar nicht guttun ("Screentime") reduzieren! Dinge, die ihn "auspowern" und seinen Stärken entgegenkommen, fördern. Natur bringt "hibbelige" Kinder auch gut runter. Ihm Zeit widmen, ihm zuhören, ihn verstehen wollen,... Da gilt es anzusetzen. DAS kann negatives Verhalten verändern. Strafen und (falsch verstandene) Disziplin brechen (kleine) Menschen im Normalfall eigentlich nur...


    Aber Vorsicht: Strafen und Konsequenz ist NICHT dasselbe. Konsequenz für unangebrachtes Verhalten (Zerstörung etc.) muss es geben, aber immer im Kontext. Hier müssen Grenzen gesetzt werden. Für die meisten Kinder in dem Alter, die ich kenne, ist so ein "Ab ins Zimmer" oder "Jetzt gibt es keine Screentime" eigentlich maximal irritierend, mehr nicht.


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    Ich würde euch tatsächlich eine Erziehungsberatung empfehlen, weil ich glaube, dass da viel negative Dynamik abgebaut werden muss und ein anderer Blickwinkel aufs Kind (nämlich kein so problembehafteter) sinnvoll wäre, damit sich familienintern etwas entspannen kann. Für mich in dem Kontext tatsächlich eben sehr aussagekräftig, dass die Schwierigkeiten im institutionellen Rahmen (wo ihr eben nicht dabei seid und keinen Einfluss nehmen könnt) überschaubar sind. Lägen eventuelle Problemfelder vor (zB Wahrnehmungsstörung o.ä.) würde man das im Regelfall in jedem anderen Kontext auch beobachten können. Und gerade Betreuungseinrichtungen melden sich in der Regel sehr schnell, wenn sie auffälliges Verhalten feststellen. Die haben dort ja auch recht viel Vergleichsmöglichkeit. ;)


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    Alles Liebe euch - und dem Kleinen ganz besonders! :)


    (Man merkt es vielleicht an meiner Antwort. Ich kann mich in kleine Rebellen und Rebellinnen im Regelfall gut hineinversetzen...)

    Hallo! :)


    Ich freue mich auch, dass dir der Austausch gut tut...


    Denke, der Vaterschaftstest ist das A&O und erst danach kannst du wirklich für die Zukunft planen. Eine gerichtliche Vorgehensweise (Sorgerecht, Besuchsrecht etc.) kann ja nur im Falle einer biologischen Vaterschaft angedacht werden. Die alleinige emotionale Vaterschaft sichert dir deine Rechte und Pflichten nicht ab...


    @ Gilfy: Meinst du mit dem Antrag auf Befreiung von den Anwaltskosten Verfahrenshilfe bzw. Prozesskostenhilfe? Das wäre im Falle eines Gerichtsverfahrens relevant. Bei uns in Ö (und ich denke, es ist in D nicht anders) wird dann aber im Anschluss regelmäßig das Einkommen abgefragt, um zu sehen, ob man nicht doch zurückzahlen kann (zB wenn man erbt oder einen gut bezahlten Job antritt).


    Es gibt aber generell die Möglichkeit von einer einmaligen kostenfreien rechtlichen Beratung. Da würde ich mich am nächsten Pflegschaftsgericht/Familiengericht erkundigen. Dort können etwaige rechtliche Fragen im Falle einer Vaterschaft beantwortet werden. Das kann man vorab durchaus schon einmal andenken, um gewappnet zu sein. Am besten im Vorfeld konkrete Fragen notieren...


    Alles Liebe

    Hallo! :)


    Freut mich, dass du da bist!


    Habt ihr überlegt, nach der Geburt einen Vaterschaftstest zu machen? Je nachdem, wie er ausfällt, wüsstest du über deine Rechte und Pflichten Bescheid... Ich stelle es mir sehr schwierig vor, mich jetzt emotional auf ein Kind einzustellen, dass dann im Endeffekt vielleicht gar nicht meines ist. Wenn du dein "vermeintliches Kind" dann nicht sehen darfst (weil du eben nicht der biologische Papa bist), wirkt das traumatisch, wenn du bereits eine enge Bindung hast. Welche emotionalen Sicherheitsvorkehrungen hast du da für dich getroffen? Ich würde jedenfalls einen Vaterschaftstest relativ knapp nach der Geburt empfehlen und das nicht schleifen lassen...


    Zu deinen Gedanken und Befürchtungen punkto Erziehung: Da würde ich mir jetzt einmal keine Gedanken machen, sondern es auf mich zukommen lassen. Jede Mama und jeder Papa kann dir versichern: Erstens kommt alles anders, zweitens als man denkt. ;) Man kann sich alles wunderbar vorstellen und perfekt planen, wenn das Kind nicht mitspielt, wird es schwierig. Die Kleinen haben nämlich tatsächlich einen eigenen Willen... Mein eines Kind (Mädchen) würde im Leben nie rosafarbene Kleidung anziehen. Mein anderes Kind (Bub) war bis zum Schuleintritt NUR in rosa- und lilafarbener Kleidung unterwegs. ;)


    Alles Liebe!

    Ich glaube, gerade diese Schuldgefühle sind etwas, das sich professionell wirklich gut bearbeiten lässt... Ich würde dir hier wirklich eine Therapie empfehlen. Das hilft dir nicht nur dabei, zu reflektieren und die Problematik von unterschiedlichen Warten zu betrachten, es kann dir auch Möglichkeiten zur Abgrenzung aufzeigen...


    Rein objektiv betrachtet trägst du natürlich keine Schuld! Wie gesagt ist eine Drogensucht multifaktoriell. Das heißt, da spielen einfach mehrere Faktoren sehr ungünstig zusammen...

    Hallo Sulola!


    Du kannst gerne ein eigenes Thema mit "deiner Geschichte" aufmachen und wir werden uns mit Rat, Ermutigung und Hilfe bemühen! :)


    Rat- und hilfesuchend an andere heranzutreten, ist der erste wichtige Schritt für Angehörige und Freunde Betroffener. Auf sie darf man nicht vergessen und hier kann viel bewirkt werden - auch professionell!


    Alles Liebe - und vielleicht bis bald in deinem Thread! :)

    Meine persönliche Meinung:


    Es gibt einen himmelweiten Unterschied zwischen Cannabis als Medikation (hier werden zB bei Tourette sehr gute Ergebnisse erzielt und auch im Rahmen der Schmerzmedikation ist es häufig Thema) und einem Suchtverhalten. Ein Suchtverhalten ist nie etwas "Gutes", sondern immer mit Leidensdruck verbunden... Was mAn schon der Fall ist, ist dass der Grat zwischen "normaler Umgangsweise" und "Suchtverhalten" oftmals ein schmaler ist (egal, ob es um Genussmittel, Suchtmittel, PC-Spiele etc. geht). Ich persönliche orientiere mich dahingehend meist am Leidensdruck betreffender Person und/oder Umfeld...

    Hallo! :)


    Dieses Eingestehen, dass die eigenen Möglichkeiten begrenzt sind, wenn das Gegenüber sich auf nichts einlassen möchte, ist ganz besonders schlimm. Man kann nicht helfen, nur zuschauen und - wie du schreibst - abwarten. Deshalb ist eben Unterstützung für einen selbst auch so wichtig... Manchmal ist es gut, den Fokus (auch) auf sich selbst zu lenken. Das vergessen Angehörige von erkrankten Personen leider viel zu oft...


    Alles Liebe!


    (Und halte uns auf dem Laufenden, wie es weitergeht. Manchmal kommt Veränderung/Verbesserung dann, wenn man gar nicht damit rechnet! :)

    Hallo! :)


    Also eine Ausbildung für den Einzelhandel ist bei einer Autismus-Diagnose natürlich schwierig bis unmöglich... Wären andere Interessen da? Etwas, wo er nicht zwingend so viel Kundenkontakt hat? Nachdem er die Schulzeit durchgezogen hat, kann ich mir gut vorstellen, dass das mit der Ausbildungsstelle in einem "passenderen" Berufsfeld klappen könnte. Vorher würde ich trotzdem die Suchtproblematik angehen, sonst scheitert ein vllt passender Weg daran. Wäre schade...


    Drogenberatungsstelle würde ich immer wieder probieren. Mit dem Alter kommt mitunter durchaus die Reife und Reflexion. In Kombi mit einem guten Berater könnte das künftig eventuell Früchte tragen, auch wenn er es bisher als Blödsinn abgetan hat. Reifung ist eben auch ein Prozess. Und Reifung braucht es, um sich mit seinem eigenen Konsum kritisch auseinanderzusetzen und den Mut aufzubringen, etwas zu ändern...


    Ob der Konsum mit der Autismusdiagnose zu tun hat, sei dahin gestellt. Meiner Erfahrung nach, spielen meist mehrere Komponenten (ungünstig) zusammen. Eine schwer integrierbare Diagnose kann so ein Faktor sein. Sucht hat immer etwas mit dem Selbstwert und einer Ersatzbefriedigung/Kompensation zu tun. Irgendetwas passt nicht, das kompensiert werden muss...


    Ist sein Psychiater auf Sucht und Abhängigkeit spezialisiert?


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    (Du persönlich könntest für dich auch eine professionelle Unterstützung andenken, wenn du der Typ dafür bist. Manchmal hilft gerade der objektive Blick. Freunde/Familie sind ja in der Regel befangen/involviert)


    Alles Liebe!


    (Zu einem potentiellen Klinikaufenthalt: Meiner Erfahrung nach - und die besteht seit bald 20 Jahren - ist ein Klinikaufenthalt ohne ein Mindestmaß an Eigeninitiative kaum jemals von langfristigem Erfolg geprägt. Dazu braucht es den Wunsch nach Veränderung und ganz, ganz viel eigenen Willen... Für Angehörige mag es aber manchmal einfacher sein, wenn betreffende Person untergebracht ist - gerade bei Selbst- oder Fremdgefährdung - weil da halt dann auch viel Last und Verantwortung ausgelagert ist... Eine Alternative wäre ein gutes Helfernetzwerk für deinen Sohn, durch das du in deiner "Verantwortung" entlastet bist. Neben einem guten Psychiater wären das natürlich auch ambulante Therapieeinrichtungen, Selbsthilfegruppen, anderweitige Therapien, eine Betreuungsperson etc.)

    Hallo Elfi! :)


    Zunächst einmal: willkommen! :)


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    Für mich liegt der "Hund" schon im ersten Satz begraben. Dein Sohn nimmt seit langer Zeit Drogen (welche?) und kommt nicht davon weg. Ganz unabhängig von der Asperger-Diagnose (die ist noch mal ein eigenes Kapitel), haben wir hier einen Dreh- und Angelpunkt: Es gibt eine Abhängigkeit! Und diese scheint mitverantwortlich zu sein, dass "Basics" (Ausbildung, Job, Umgang mit Geld,...) nicht funktionieren. Hier gehört vorrangig angesetzt und zwar i.S. einer Sensibilisierung. Die wenigsten Abhängigen entscheiden sich von einen Tag auf den anderen, eine Therapie plus Entzug zu machen. Sinnvoll wäre es aber, wenn Schritt für Schritt in Richtung dieses (wahnsinnig großen) Ziels hingearbeitet wird. Eine Drogenberatungsstelle kann helfen, ihn dahingehend zu sensibilisieren. Ohne Veränderung in diesem Bereich, werden alle anderen "Baustellen" (Ausbildung, Job, Stimmung, Umgang mit Geld) gar nicht erst in Angriff genommen werden können. Der regelmäßige Kontakt zu einer Beratungsstelle (= Betreuung durch geschultes Personal) könnte (und müsste) ein erster Schritt sein...


    Alle anderen Hebeln (Ausbildung, Job,...) würde ich zunächst nicht in Bewegung setzen. Mit einer bestehenden Abhängigkeit wird das nämlich mit ziemlicher Sicherheit nichts, außer frustrierend für alle Beteiligten... Geld und Abhängigkeit ist so eine Sache... Ich würde vermutlich den Geldhahn eher spärlich laufen lassen und möglichst viel in "Naturalien" geben. Umgang mit Geld kann bei einer bestehenden Sucht ohnehin nicht adäquat stattfinden.


    Der Psychiater meint, er soll in eine Klinik gehen? Wozu? Stabilisierungsaufenthalt? Medikationsumstellung? Langzeittherapie? Drogenentzug/-therapie? Und wie steht dein Sohn dazu? Wie schnell wäre ein Platz zu bekommen? Meine Erfahrung: Ohne tatsächlichen Willen des künftigen Patienten macht ein Klinikaufenthalt kaum Sinn (und wird auch meist abgebrochen). Steht der Patient aber dahinter, kann ein Klinikaufenthalt eine wahnsinnige Chance sein und Besserung herbeiführen. Danach muss Therapie aber unbedingt weitergeführt werden...


    Wie verlief das Leben deines Sohnes bisher? Wie war die Schulzeit? Welchen Abschluss hat er? Hat er es schon einmal langfristig mit einer Ausbildung probiert? Gibt es ein soziales Netzwerk? (Bei der Diagnose gehe ich eher weniger von einem großen Freundeskreis aus... Aber gibt es einzelne Vertraute? Gibt es familiären Rückhalt?)


    Und eine letzte Frage, die nicht fehlen darf, weil wichtig: Hast du Unterstützung? Privat? Professionell?


    Alles Liebe,


    Dani

    Ja, so empfinde ich es hier auch. Schnee ist auf unserer Höhe echt eine Seltenheit geworden. Wenn man dann alte Videoaufnahmen aus Wien sieht (so 70er/80er-Jahre) und alles versinkt im Schnee, ist das irgendwie fast unheimlich. Meine Tochter ist im Winter vor knapp 10 Jahren geboren worden. Als wir zur Entbindung ins Krankenhaus gefahren sind, war alles voller Schnee!

    Irgendwie klingt das sehr idyllisch, wenn man das so liest! :)


    Wir haben die Sommerferien ganz gut für so manche Aktivität genutzt. So richtig lange urlauben waren wir nicht (drei Tage Graz und jetzt drei Tage Bauernhof 1,5 h von Wien entfernt), aber das hat gut so gepasst! :)

    Vielleicht wird das dann in der dunkleren Jahreszeit mehr. Ist eigentlich fast wünschenswert, dass Jugendliche im Sommer vermehrt Outdoor-Aktivitäten nachgehen. :)