Beiträge von Dani

    Liebe Peti!


    Es tut mir leid, dass ihr so viele Rückschläge erleiden müsst... Finde es aber sehr gut, dass du eine Reha gemacht hast. Etwas für dich, zur Stärkung/Verarbeitung/Abgrenzung, das ist wichtig!


    Und natürlich hast du NICHT versagt. Dein Sohn ist psychiatrisch erkrankt. Da spielen so viele Faktoren zusammen - und ziemlich sicher keiner davon betrifft deine Erziehung... Damit kann man "nur" einiges steuern/in Bahnen lenken bzw. das versuchen, aber keine Erkrankungen wegzaubern... Leider! :(


    Ich würde an deiner Stelle für die Zeit bis zu einem Auszug ganz massiv an der Abgrenzung arbeiten. Etwas Anderes wird dir kurzfristig nicht helfen. Dein Sohn selbst steht ohnehin vor einem langen Prozess, bei dem dein eigener Einfluss enden wollend ist...


    Zu deinem Absatz mit den aufbauenden Geschichten: Ich kenne KEINEN EINZIGEN (!) Fall, bei dem es nach dem Auszug aus dem Elternhaus nicht besser wurde. Bekommt er entsprechende Unterstützung, gibt es nicht nur entsprechend Entwicklungspotential (er ist noch jung!), sondern ihr als Eltern seid entlastet. Zudem darfst du den Mehrwert der räumlichen Distanz nicht unterschätzen. :)


    Alles Liebe

    Sie braucht kein Smartphone als Statussymbol, damit sie nicht gemobbt wird. :) In Wahrheit ist Mobbing ohnehin vielschichtig. Da finden Mechanismen statt, die im Prinzip sehr wenig damit zu tun haben, welche Wertgegenstände ein Mensch besitzt und welche nicht...


    Alles Liebe! :)

    Hallo! :)


    Ich würde für die Handynutzung/Social Media klare Regeln definieren und auf deren Einhaltung pochen. Klappt das nicht, ist das Handy bei mir. Für die Kommunikation im Notfall reicht ein Uralt-Tastentelefon perfekt aus! ;)


    In diesem Zusammenhang würde ich schauen, ob es bei euch in der Nähe Informationsabende o.ä. von offiziellen Stellen zum Thema "Safer Internet" gibt. Da erhält man gute Anregungen, wie Sensibilisierung für genau diese Dinge (Kontakte zu Unbekannten, private Infos/Bilder im Netz, Mobbing im Netz etc.) stattfinden kann...


    Alles Liebe!

    Habt ihr medizinisch alles abklären lassen? Wenn ja, machst du dir ziemlich sicher umsonst Sorgen und ich würde es einfach noch ein wenig so laufen lassen... Ziemlich sicher kommt es dann irgendwann von ganz alleine. Diese Dinge klappen plötzlich dann, wenn niemand mehr dran denkt... :)

    Hallo! :)


    Für mich klingt das nicht nach einem "provokanten" Verhalten, das er mal eben abstellen kann, sondern nach einem ziemlichen Hilfeschrei. Aggression, Vermeidung, Konfrontation etc. - da ist ja fast alles an Reaktionen dabei. Irgendetwas muss diese Reaktionen auslösen, das gilt es aufzuspüren und zu bearbeiten. Ist dieses auffällige Verhalten neu, also erst mit dem Schuleintritt passiert? Wie hat er sich im Kindergarten verhalten? Wie verhält er sich gegenüber Gleichaltrigen oder Erwachsenen in einem anderen Kontext? Gab es außer dem Schuleintritt andere einschneidende Ereignisse?


    Wurden von Seiten der Schule oder eurerseits bereits Maßnahmen gesetzt? Rücksprache Kinderarzt/Erziehungsberatung/Schulpsychologe/...


    Alles Liebe!

    Hallo! :)


    Gilfy hat zwei wesentliche Punkte genannt, die ich auch anmerken wollte:


    --> Er hat eine Ausbildung fertiggemacht und arbeitet. Das ist eine irrsinnige Leistung! :)


    --> Er hat keinen Grund, selbst etwas zu tun. Es wird ja für ihn getan...


    Zweiteres ist mir sofort durch den Kopf geschossen. Wenn man zu viel abgenommen bekommt, tut es nicht Not, selbst aktiv zu werden. Auch fehlt einem die Erfahrung, was passiert, wenn man eben nichts macht (kein Führerschein, kein Geld zb für Handy, kein nichts,...). Manche werden erst dann wach, wenn etwas "passiert". Eventuell wäre das bei deinem Sohn auch eine gute Antriebsfeder... Dach über dem Kopf hat er ja, wenn ich das richtig verstanden habe. Also Wohnung verlieren etc. ist kein Thema. Dann würde ich es beizeiten einmal ein wenig "drauf ankommen" lassen, die Unterstützung reduzieren und schauen, wie er damit tut...


    Zum Handy: Ich fürchte auch, bei einem erwachsenen Menschen hat man da kaum mehr Handhabe... Man kann ihn eigentlich nur immer wieder sehr deutlich dafür sensibilisieren, dass hier ein Suchtverhalten vorliegt bzw. es sehr deutlich in die Richtung geht. Ehrliche Rückmeldung und andere Wege aufzeigen (so wie ihr es tut: beim Essen kein Handy; evtl. auch ausweiten auf: bei Ausflügen/Spaziergängen kein Handy; bei gemeinsamen Spielen kein Handy etc.).


    Alles Liebe!

    Hallo! :) Ich persönlich glaube ja, dass selbst viele Erwachsene nicht gut mit Ablehnung umgehen können - und ein 7-jähriges Kind vermutlich noch schwerer (bzw. das eben entsprechend ausagiert). Generell würde ich mal einen kausalen Zusammenhang sehen, wenn "irritierendes" Verhalten auf Ablehnung folgt (und Kausalität ist meist gut, da erklärbar).


    Wir freuen uns aber natürlich über Details! :)


    Mein Sohn (11), kann mit "Ablehnung" z.B. ganz gut umgehen, aber mit "verlieren" gar nicht gut. ;) Das überrascht mich immer wieder, weil ich das so von mir gar nicht kenne. Ich hatte das weder als Kind, noch heute... Es sind eben verschiedene Dinge, die einen "triggern", abhängig von individueller Erfahrung und Persönlichkeit!


    Alles Liebe

    Hallo Josie! :)


    Versuch es andersrum zu sehen: Dein Sohn schiebt dich nicht weg, sondern holt sich beim anderen Elternteil gerade ein bisschen "sicherer Hafen", weil er das so braucht. Tatsächlich macht er also genau das richtige, um bestmöglich mit der Situation zurecht zu kommen. Und du wirst sehen: Es ist nicht für immer, sondern nur die erste Zeit... Bis er sich mit der neuen Situation auch emotional arrangiert hat!


    Alles Liebe

    @ Gilfy: Ich finds echt bewunderswert, wie konsequent ihr seid! :)


    Und spannend, was sie (wieder) alles zum Zeitvertreib finden, wenn die Technik nicht verfügbar ist... Spricht ja sehr für regelmäßige technikfreie Zeit...

    Hallo! :)


    Erster Ansprechpartner ist immer der Kinderarzt... Der kann zur Diagnostik zuweisen bzw. geeignete Stellen empfehlen. Dies kann - wie Gilfy schon sagt - ein Neurologe/Psychiater, aber durchaus auch ein Psychologe sein. :)


    Grundsätzlich gilt es immer zu schauen, wo diese Verhaltens"auffälligkeiten" herkommen... Das kann eine konkrete "Diagnose" (bin da immer vorsichtig) sein, das kann eine Über-/Unterforderung sein, das kann die "falsche" Lehrkraft sein, das kann ich Grunde alles Mögliche sein... Kann der Kleine denn benennen, wo genau/was genau das Problem ist? In vielen Fällen ist es nämlich tatsächlich so, dass viel über die Kinder gesprochen wird, aber wenig MIT ihnen. Vielleicht weiß er selbst ganz genau, was los ist und braucht ein bisschen Zuspruch und das Gefühl, ernst genommen zu werden, damit er sich öffnet?


    In jedem Fall würde ich - als Elternteil - immer sehr in den Austausch mit der Schule gehen. Sinnvoll ist es, an einem Strang zu ziehen... Man kann sehr wohl mit der Lehrkraft vereinbaren, dass man zB ab einer gewissen Hausaufgaben-Dauer die ganze Sache unterbricht und das Kind am nächsten Tag mit der unvollständigen Aufgabe schickt. Manche Kinder bekommen dann plötzlich Motivation. ;) (Meine Tochter zB) Aber in dem Alter nach der Schule weiterhin stundenlang mit Schule beschäftigt zu sein, weil nichts weitergeht, muss nicht sein. Das kann nur frustrieren, weil jeglicher Ausgleich fehlt...


    Sollte eine Begabung/Unterforderung Grund für die Schwierigkeiten sein, muss meines Erachtens nach ein guter Mittelweg gefunden werden. Entsprechend zu differenzieren (andere/herausforderndere Aufgaben; didaktischen Zugang verändern etc.) ist völlig okay und wichtig. Dennoch sollten die Kinder ein Gefühl dafür zu entwickeln, dass man manche Dinge tun muss, auch wenn man das nicht möchte/nicht einsieht. Dass es Regeln gibt, die für alle gelten. Dass es kränken kann, die Kompetenzen des Gegenübers zu hinterfragen etc. pp. Sozialkompetenz eben... Ist ebenso ein Lernfeld wie Kulturtechniken! ;)


    Alles Liebe

    Keine Kompromisse im Sinne von: Da wurde nicht viel diskutiert... Kraftaufwand war aber eben nie notwendig. Ich glaube, instinktiv haben meine beiden das wohl geahnt, dass das Zähneputzen keine Option ist. Da hatte ich aber einfach nur Glück. Bei einem Kind mit "Finger-abbeiß-Qualitäten" weiß ich nicht, was ich getan hätte. Ich kann mich aber sehr wohl erinnern, dass - selten aber doch - bei uns zB einer das Kind festhalten und ablenken musste, der andere schnellstmöglich notwendige Medikamente ins Kind hineinbekommen... Auch übergriffig und diskussionswürdig, aber wenn die Alternative dann ein Venenzugang für eine Infusion ist, wählt man wohl zwangsläufig das geringere Übel...


    Bei einem Kind, das sich die Zähne nicht putzen lässt, riskiert man wiederum Karies und entsprechende Zahnschäden, wenn man es nicht hinkriegt... Schwierig...


    Dafür waren mir solche Dinge wie Kleidung etc. (also zum Beispiel keine Winterschuhe im Winter, keinen Schal etc.), weil ich - bei zugegebenermaßen zwei sehr gesunden Kindern - keinen mittelbaren Schaden gesehen habe...


    Aber generell: Spannendes Thema! :)

    Ich persönlich - als Laie - finde ja, dass es durchaus Ähnlichkeit mit Herpes hat. Aber nachdem der Kinderarzt das ausgeschlossen hat... Allerdings würde ich wohl dennoch eine Zweitmeinung einholen.

    Hallo!


    Wenn der Kinderarzt nicht sagen konnte, was das ist, würde ich definitiv einen anderen Arzt aufsuchen... (Hautarzt?)


    Was hat denn der Kinderarzt gesagt, wohin du dich wenden sollst?


    Alles Liebe :)


    (Ich kann den Ausschlag nicht einordnen, bin aber auch kein Arzt...)

    Hallo! :)


    Hat deine Tochter bereits professionelle Hilfe (außer deiner Anfrage beim Jugendamt) bekommen/in Anspruch genommen?


    Da scheint mir das Problem wirklich vielschichtig. Der respektlose Umgang (auch nicht schön, aber nicht ungewöhnlich), ist das eine. Schwerer wiegen der Alkohol, das selbstverletztende Verhalten und die strafrechlich relevanten Delikte (nächstes Jahr ist sie 14 und mit einer Vorstrafe verbaut man sich seine Zukunft ganz gewaltig). Dass es ihr ganz und gar nicht gut geht, ist augenscheinlich ("normale" Rebellion ist das keine).


    Ich würde an deiner Stelle einmal ganz genau eruieren, was es für Hilfsangebote gäbe, im Hinblick darauf, was deine Tochter eventuell annehmen würde... Wenn dir das Jugendamt nicht helfen kann, können sie dir wenigstens Kontakte vermitteln. Anfragen sonst unbedingt bei: Familienhilfe, Gewaltpräventionsstelle (Bedrohung...), Suchthilfe. Nicht abwimmeln lassen, zumindest geeignete Therapeuten/Maßnahmen erfragen und Kontakte erbitten. Wenn du etwas in der Hand hast/tun kannst, macht das auch etwas (Positives) bei dir...


    Außerdem auch bei Gericht anfragen. Ich weiß, sie ist noch nicht 14 und damit noch nicht entsprechend in Erscheinung getreten, aber damit das nicht passiert, braucht es Prävention. Und die Jugendgerichtshilfe sollte entsprechende Kontakte haben (Anti-Gewalt-Training, Therapieangebote etc.)...


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    Mit "nur" Reden kommst du hier nicht mehr weit, fürchte ich. Dein Kind braucht entsprechend professionelle Unterstützung. Ob sie sie nutzt und ob es wirkt, bleibt dahingestellt (oft kommt das verzögert, so völlig ohne Wirkung sind solche Maßnahmen eigentlich nie), aber anbieten muss man es ihr...


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    Parallel dazu auch eine Idee: Vereine, Hobbygruppen etc., wo sie "auf andere Gedanken" kommt und vor allem auch mit anderen Leuten in Kontakt kommt. Das jetzige Umfeld scheint ja schwierig zu sein (Brandstiftung, Bedrohung, Diebstahl etc. - ist ja eher nichts, das ein junger Mensch zwischendurch alleine ausübt, da gibt es meist eine Gruppendynamik dahinter)


    Alles Liebe!

    Hallo! :)


    Eventuell wäre eine Mediation tatsächlich hilfreich, um diese Dinge zu klären. Dann hättet ihr eine objektive Person dabei, die vermittelnd wirkt. Wenn es für die Kinder unangenehm wird, wenn ihr euch zufällig trefft, ist das ja auf Dauer auch keine Lösung...


    Es ist halt immer sehr schade, wenn es kompliziert statt einfach (= man arbeitet zusammen, im Sinne der Kinder) abläuft. Und eigentlich auch unnötig! :(


    Ich wünsche dir jedenfalls gutes Durchhaltevermögen!

    Hallo! :)


    Ist eine Gesprächsbasis mit der Mutter in professionellem Rahmen (Mediation etc.) denkbar? Bei einem solchen Gespräch könnte man den Fokus darauf legen, was beide Parteien zum Wohl der Kinder (!) beitragen können/wollen und wo Grenzen liegen... Wie kann Kommunikation (miteinander und mit den Kindern) außerhalb des geregelten Umgangs ausschauen? Im Endeffekt profitieren ALLE (!) Beteiligten von einer guten Regelung, die entspannte und glückliche Kinder (und damit entspannte und glückliche Eltern) zur Folge hat.


    Wie alt sind denn die Kinder? Über kurz oder lang ist die Kommunikation nämlich nicht mehr zur Gänze über die Eltern notwendig (Handy). Wenn die Kinder aber noch recht klein sind und das nicht absehbar ist, würde ich eher auf eine gute Lösung drängen...


    Vor allem, weil bei einer räumlichen Entfernung von 500 Metern halt wirklich Eltern und Kindern von einer guten Basis profitieren würden, sprich Entlastung, Ansprache etc.


    Alles Liebe

    Hallo Jana! :)


    Dein Kleiner klingt nach einem Kind, das mir total sympathisch wäre. :) :)


    Was meint denn er selbst, was ihm helfen könnte? Deine Idee, etwas zum Drücken mitzugeben, finde ich gut. Vielleicht ein kleiner Anti-Stress-Ball oder so? Ich fürchte aber, es wird dennoch weiterhin passieren, weil solche Dinge oft unbewusst laufen... Im Endeffekt müsste er sich also mit der Lehrkraft ausmachen, was diese am besten tut, wenn er summt. Sinnvoll sind da immer non-verbale "Erinnerungen", die führen irgendwann zu einer Art Konditionierung. Eventuell kurz Hand auf die Schulter legen o.ä., wenn er summt. Verbales Ermahnen macht wenig(er) Sinn, weil es erstens zu sehr aus der Konzentration reißt, zweitens peinlich ist und drittens erst wieder die Lautstärke hebt.


    Alles Liebe! :)