Wenn alle Bemühungen fehlschlagen, bleibt einem manchmal wirklich nichts mehr über als zu resignieren und das System abzulehnen.
Irgendwann gibt es den Punkt, da kann es eigentlich nur mehr bergauf gehen. Wenn es dann trotzdem dauert, BIS es endlich bergauf geht (das können Jahre sein...), ist es einfach nur bitter. Es tut mir wirklich leid für euch als Familie. Das wollte ich dir eingangs dalassen... Habe ich schon gefragt, ob du Hilfe für DICH hast (therapeutische Unterstützung)? Oder fehlt dir dazu die Kraft? Es wäre wahrscheinlich auf lange Sicht gut, FALLS du dich darauf einlassen kannst... Aber es natürlich eine individuelle Entscheidung...
Es wird eine offene WG empfohlen und sie will das auch? Also sie will das so sehr, dass sie sich dort an die Regeln hält und an sich arbeiten möchte? Oder möchte sie hin, weil es daheim nicht geht? Was sind ihre Beweggründe?
Ich verstehe dich gut, dass du dein Kind nicht "abschieben" möchtest. Ich würde mir auch sehr, sehr schwer tun mit einer solchen Entscheidung. Es müsste entweder wirklich daheim GAR NICHT gehen und/oder einen absehbaren Mehrwert für das Kind haben. Wenn es so nämlich nicht ist, eskaliert es nur weiter und man steht weiterhin abseits... Blöderweise weiß man das vorher meist nicht/kann es nicht einschätzen.
Wenn momentan auch nicht viel funktioniert, würde ich in Bezug auf Therapie unbedingt dranbleiben. Oder auch niedrigschwelliger - Beratung. Immer wieder suchen und Vorschläge machen. Vielleicht kann sie sich irgendwann doch auf eine Person einlassen, bei der sie sich öffnet und redet. Ich nehme an, ab da gäbe es einen Aufschwung. Leider ist es von ihrem Wollen abhängig - und auch das kann dauern...
Ich wünsche dir/euch weiterhin viel Stärke und Kraft. Es tut mir leid, dass es nicht gut läuft und ich würde mir wirklich wünschen, das ändert sich in halbwegs absehbarer Zeit!