Ist Weichspüler schädlich für Kinder? Alternativen?

  • Ich benutze keinen Weichspüler. Habe ich noch nie. Wahrscheinlich weil ich es nie gelernt habe. Ich kennen Waschen nur mit Waschpulver.
    Aber so riecht unsere Wäsche auch, nach Waschpulver eben oder - wenn ich es nicht geschafft habe, die Wäsche nach dem Waschen direkt in den Trockner zu schmeißen - auch weniger schön. Überhaupt könnte ich ohne Trockner überhaupt nicht leben, weil die Wäsche so total hart wird. Ja, ihr merkt schon, bin nicht gerade die Super-Hausfrau. ^^
    Wenn wir mal Kinderfreunde zu Besuch haben und ich beim Jacke anziehen o.ä. helfen muss, steigt mir manchmal der Geruch von Weichspüler in die Nase. Manchmal brennt es schon ein bisschen in der Nase, aber wenn es nicht zu großzügig benutzt wurde, duftet es sehr angenehm.
    Ich möchte auch so dufte Wäsche. :D Ich bin aber eher sparsam mit Chemie. Wie schädlich ist Weichspüler? Oder gibt es etwas anderes, was die Wäsche ebenfalls nach etwas Schönem duften lässt?

  • Ich benutze meinen Trockner nur im aller größten Notfall. Am liebsten trockne ich meine Wäsche draußen und ich benutze immer Weichspüler. Ich nehme den billigen von Lidl, den gelben. Er dufte sehr gut , mild nicht aufdringlich und nicht herb. Auch duftet die Wäsche im Schrank nach 2 Wochen immer noch gut.

  • Hallo,


    handelsüblliche Weichspüler sind nicht nur schädlich für Kinder, sondern auch für Erwachsene und für die Umwelt!
    Sie enthalten Chemikalien, die die Wäsche duften lassen, die unerwünschte Gerüche übertünchen sollen, die elektrostatische Aufladung der Textilien verhindern sollen und die die Wäsche kuschelig weich machen.


    Um diese Effekte zu erreichen, setzen die Hersteller in den Weichspülern giftige Chemikalien ein!
    Diese Chemikalien sind gesundheitsschädlich und belasten die Umwelt.


    Über die Haut und über die Atemwege nehmen wir diese Chemikalien auf und diese können Hauterkrankungen und sogar Störungen des Zentralen Nervensystems verursachen, insbesondere bei Kindern. Einige verwendete Duftstoffe stehen auch im Verdacht, Leberschäden zu verursachen. Es gibt sogar Weichspüler, die Formaldehyd enthalten, was zu Allergien führen kann, die Atemwege reizt und im Verdacht steht, Krebs erregend zu sein.


    Diese schlicht und ergreifend giftigen Chemikalien sind so genannte kationische Tenside, allergene Duftstoffe, Formaldehyd, halogenorganische Verbindungen. Die halogenorganischen Verbindungen können Allergien auslösen und stehen im Verdacht, krebserregend zu sein.


    Gesundheitlich unbedenkliche Alternativen zum herkömmlichen Weichspüler aus dem Supermarkt sind:
    Backpulver, Essig oder Zitronensaft mit in die Waschmaschine geben oder die Wäsche an der frischen Luft im Garten trocknen lassen - dies beseitigt unangenehme Gerüche. Es gibt auch so genannte Trocknerbälle (aus verfilzter Wolle), die die Wäsche weich machen, aber unschädlich sind. Auch gibt es biologische Alternativen zum Weichspüler wie z.B. Trocknertaschen, die Lavendel anthalten und die Wäsche angenehm frisch duften lassen.


    Also: Finger weg vom Weichspüler!


    Klara

  • Danke, Klara. Das bestätigt mich darin, keinen mehr zu verwenden. Habe ich früher natürlich gemacht, bevor die Kinder kamen. Dann wird man ja doch etwas vorsichtiger mit allem.
    Essig kippe ich auch immer in das Weichspülfach und ab und zu gibt es mal einen Leerlauf mit Essig. So wird die Wäsche wirklich schön. So ein kleiner Extra-Duft, der einem um die Nase weht, wenn man den Kleiderschrank aufmacht, fehlt mir aber schon noch. Früher hatte ich so Tücher für den Trockner, aber da ist wahrscheinlich auch Chemie drin gewesen. Die Lavendeltaschen werde ich mal suchen. Ob es sie wohl auch mit anderen Kräutern gibt?

  • Hallo,


    man kann Lavendeltäschchen entweder in den Kleiderschrank legen, um Motten abzuhalten oder aber mit in den Trockner legen. Im Trockner verwendet schenkt der Lavendel der Wäsche einen frischen Duft. Im Kleiderschrank nimmt die Wäsche den Lavendelduft nicht an, das ist richtig.


    Klara

  • Hallo die Damen, wir waschen ohne WS und trocknen Sommers wie Winters draussen, danach riecht die Wäsche immer frisch. Ich verzichte auf Weichspüler und Trockner aus ökologischer Überzeugung, auch spart es so ja Geld.

  • Oweiha, dass es so giftig ist, hätte ich nicht gedacht.
    Gut, dann wird hier auch zukünftig kein Weichspüler ins Haus kommen. Ich will schließlich weder mein Kind noch mich vergiften. Umso mehr wundert es mich aber, dass es in anderen Familien so freizügig verwendet wird.
    Ich habe sowohl Filzbälle als auch Lavendeltäschchen bei Etsy Bestellt. Wird wohl etwas länger mit dem Versand dauern, sehen aber wirklich sehr schön aus. Eigentlich viel zu schön, um sie nur im Trockner zu haben.
    Danke für die Tipps, Klara.

  • Hallo Annike,


    ich bin schon gespannt, was Sie über Ihre neuen Filzbälle und die Lavendeltaschen berichten werden.


    Dass Weichspüler trotzdem von so vielen Menschen so sorglos verwendet wird liegt wohl schlichtweg daran, dass sich viele die Mühe nicht machen, kritisch zu hinterfragen.


    Ich finde diese Inhaltsstoffe auch fatal. Übrigens sind auch in zahlreichen Hautpflegeprodukten wie Cremes und Duschgel und Shampoo diese Parabene zu finden. Es lohnt sich also, die Inhaltsstoffe genauer anzuschauen.
    Hier im Forum ging es kürzlich um das Thema Zahnpasta. Auch hier ist es erschreckend, was da so auf dem Markt ist.


    Sehr schlimm ist ja auch der Süßstoff Aspartam, der in den meisten Lightprodukten und sogar zusätzlich in vielen zuckerhaltigen Kaugummis und in den meisten zuckerfreien Bonbons steckt und ebenso in vielen Medikamenten. Aspartam ist nachgewiesen giftig und sehr schädlich, aber einfach billig und wird deshalb weiter in viele Dinge hineingerührt.


    Aber dass es heutzutage oft einfach um den Profit geht, um Gewinnmaximierung ohne Rücksicht auf Verluste, ohne Skrupel, das ist ja nichts Neues... das erlebt man ja in der Lebensmittelindustrie sehr häufig und in der Pharmaindustrie ganz drastisch.


    Klara

  • Hallo ihr alle,


    das mit den Weichspüler nicht habe ich auch immer so wahrgenommen, aber ich schätze mal das dass, was sich im Waschmittel befindet nicht anders ist, gerade Flüssigwaschmittel stehen auch in der Kritik, aber wer will schon ein Stück Kernseife in die Maschine werfen oder zum Fluss mit Waschbecken gehen und die Gewässer direkt vergrften. Ich finde jedenfalls, dass man nur wegen Geruch keinen Weichspüler nutzen muss, das liefert doch das gute Waschmittel mit. Trockner nutzen wir auch nicht.

  • Hallo Len@,


    Flüssigwaschmittel waschen weniger sauber als Pulver-Waschmittel, das belegen zahlreiche Tests.


    Wichtig bei der Auswahl des Waschpulvers ist, dass es keine Duftstoffe oder Parfum enthält, denn diese bestehen aus gefährlichen Chemikalien wie man sie auch in den Weichspülern findet. Sie stehen im Verdacht, krebserregend zu sein und können zudem Allergien auslösen.


    Ebenfalls schädlich sind Aufheller, die die Wäsche weißer machen sollen. Bei wassersparenden, umweltschonenden Waschgängen kann es sein, dass Waschmittelreste in der Kleidung zurück bleiben, die bei Sonneneinstrahlung allergische Hautreaktionen verursachen können.


    Es macht also Sinn, beim Waschpulverkauf genauer hinzuschauen.


    Klara

  • Oh man, ist das nicht alles furchtbar, was der Wirtschaft da so erlaubt wird?


    Unsere Waschmaschine ist heute kaputt gegangen :-( vll. gezeichnet jetzt doch immer mit der Kernseife zum Fluss. Wenn alle anderen genug Waschmittel benutzen, dürfte das Flusswasser auch ohne Kernseife reinigende Wirkung haben, da enden doch die ganzen Chemikalien wieder :-/

  • Hallo Pfiffi_k,


    ich finde es auch furchtbar, was der Wirtschaft da so alles erlaubt wird. Und dieser geht es schlicht um nichts anderes, als um Gewinnmaximierung, um den Profit - und nicht um das Wohl der Verbaucher und auch nicht um das Wohl der Umwelt. Das ist jammerschade, erschütternd, aber leider nichts Neues.


    Es lohnt sich, als Verbraucher beim Kauf von Waschpulver, Körperpflege- und Reinigungsprodukten und auch beim Kauf von Lebensmitteln genauer hinzuschauen und sein Kaufverhalten entsprechend zu verändern. Nur so entsteht Druck auf die Hersteller, etwas zu verändern.


    Das dies funktioniert, sieht man aktuell am Deodorant-Angebot. Jahrelang wurden Deos mit Aluminiumsalzen verkauft, obwohl diese als hochgiftig gelten und sie ein erhöhtes Brustkrebsrisiko bei Frauen verursachen. Wie schädlich diese Aluminiumsalze sind, ging in hohen Wellen durch die Öffentlichkeit und die Wirtschaft reagierte vergleichweise schnell.
    Inzwischen findet man kaum noch solche Deos, weil die Wirschaft auf das veränderte Verbraucherverhalten reagieren musste.


    Wir können als Verbraucher so einiges bewegen, wenn wir die Augen nicht verschließen, sondern unser Konsumverhalten ändern und damit der Wirtschaft klare Zeichen setzen.


    Klara

  • Das Deobeispiel finde ich gut, aber vielen anderen alternativen Produkten habe ich das Gefühl, dass die sich ihren Profit über höhere Preise dann holen und das kann sich nicht jeder Leisten, für den Herstellern lohnt sich so aber der Minderabsatz... Da wirds jedenfalls schwer, per Masse Druck aufzubauen...

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