Beiträge von ElisaC

    Vielen Dank Dani,


    Ja Theorie und Praxis sind oft zwei Paar Schuhe. Aber wir bleiben dran!

    Inzwischen hat sich herausgestellt, dass Niklas mich im Urlaub heimlich gefilmt hat, als er mich herausgefordert hat. Er wollte wissen, warum ich immer sage, seine Mutter ist keine richtige Mutter. Entsprechend kommt mein Ärger gut rüber auf dem Video. Dieses Video hat er im Anschluss gleich seiner Mutter geschickt.

    Darüber sind mein Freund und ich derart schockiert, das ist für mich richtig hinterhältig. Ich war der Meinung, bin ich auch weiterhin, dass er mich gerne hat, aber scheinbar bringt es null, wenn man ihm Werte vorlebt, es scheint alles komplett sinnlos, was wir vorleben. Ich habe noch nicht mit ihm gesprochen, aber mein Freund sagt, er zeigt keinerlei Einsicht, dass das falsch ist.

    Nach einer schwierigen Anfangszeit war er mir richtig ans Herz gewachsen, aber jetzt tu ich mich wieder richtig schwer. Gut ich weiß, dass es falsch ist, irgendetwas über seine Mutter zu sagen, was ich nun mit Sicherheit nicht mehr tun werde, aber leider ist der Mensch nicht unfehlbar und man lässt sich manchmal im Ärger zu Worten hinreißen, die man später bereut.

    Am Telefon gestern hat er ganz normal mit mir gesprochen, er hat also keinerlei Skrupel in Bezug auf sein Verhalten, ich werde aber schon versuchen mein Empfinden darzustellen.

    Wird aus ihm ein Erwachsener ohne Werteempfinden, Empathie, Einfühlungsvermögen, ohne soziale Kompetenzen???

    Liebe Grüße!

    Hallo, ich suche wieder mal Rat und gute Tipps. Wir waren kürzlich im Urlaub und da hat sich für mich wieder deutlich die ganze Problematik gezeigt. Niklas zeigt meiner Meinung nach starke Anzeichen später einmal stark suchtgefährdet zu sein. Mein Freund und ich machen uns viele Gedanken deshalb. Niklas kennt kein gesundes Maß. Egal um welches Thema es geht. Von allem so viel wie möglich. Süßigkeiten, Medien, Deo, Interesse an Alkohol,... Sobald er Geld in die Hände bekommt, muss es ausgegeben werden. Man muss ihn diesbezüglich behandeln wie ein kleines Kind, weil er es selbst nicht begrenzen kann. Das macht natürlich große Sorgen in Bezug auf später... Alkohol, Umgang mit Geld usw.

    Seine Mutter sieht das natürlich ganz anders, er wird ja so kurz gehalten meint sie und überschüttet ihn mit Süßigkeiten, Medien und Shopping Touren. Der Kontakt ist weiterhin sporadisch, er muss teilweise betteln, um zu ihr zu dürfen. Es kommt aber nie soweit, dass sie den Kontakt komplett abbricht, das wäre doch das beste oder? Wie können wir uns in Bezug auf die Mutter und ihren schlechten Einfluß verhalten?

    Was können wir tun, außer die richtige Richtung angeben und alles Grfährdende begrenzen?

    Er kommt ja auch immer mehr in das Alter, wo er sich nichts mehr gefallen lassen möchte, was tun, wenn er sich weigert beim Tisch abräumen zu helfen usw? Er stellt sich inzwischen sehr oft quer, früher war mit freundlichem Ton viel zu erreichen, inzwischen oft nicht mehr...

    Liebe Grüße!

    Hallo, leider habe ich meinen letzten Beitrag nicht mehr gefunden um da wieder anzuknüpfen.

    Ich bräuchte wieder einmal einen Tipp wegen Niklas, dem 12jährigen Sohn meines Lebenspartners. Zur Zeit ist er wieder extrem anstrengend was wiederum sehr belastend ist für mich. Kürzlich kam meine große Tochter zu Besuch und im Beisein von Niklas war es nicht möglich ein gutes Gespräch zu führen bzw einen schönen Abend zu verbringen,weil er ständig stört. Zum Beispiel den Hund ärgert, sich am Boden wälzt, laut ist, Krach macht. Nun ist es aber nicht so, dass er ausgeschlossen würde, mit Sicherheit nicht. Eigentlich benimmt er sich immer so, sobald er nicht das einzige Kind ist. Wie soll man sich verhalten? Liebe Grüße!

    Guten Morgen!


    Vielen Dank wieder mal für eure lieben Worte, es rut scheinbar auch mir gut, mal den Rücken gestärkt zu bekommen!

    Ja, das ist alles nachcollziehbar, was ihr sagt.


    Niklas Bruder ist drei Jahre älter, also 15, ja es gibt schon eine gewisse unterschwellige Wut zwischen den beiden, auch wieder mal verursacht durch die Mutter, da sie den Älteren eine Weile zu sich nahm, Niklas aber nicht. Er wollte aber relativ bald wieder nach Hause zurück, was sie ihm dann aber lange nicht gewähren wollte....

    Beide sind quasi zu 95% bei Vater und Großeltern.

    Trotzdem ist es ja weiterhin so, dass der ältere bevorzugt wird und Niklas abgelehnt.

    Ja, es ist leider so. Für mich nicht nachvollziehbar und erschreckend, dass eine Mutter so sein kann.

    Liebe Grüße!

    Da muss man ja noch hinzufügen, dass sie ja noch einen älteren Sohn hat, zu dem sie sehr wohl Kontakt hat, der sporadisch bei ihr ist zwischendurch, da kommen dann so Sachen wie, warum er sich nicht mal wieder meldet! Das macht das Ganze natürlich noch schlimmer!

    Als Begründung nimmt sie wahrscheinlich, dass der Große ja anständig ist und problemlos, was man ja von Niklas nicht behaupten kann. Ist ja auch kein Wunder, sie ist ja selbst die Ursache dafür!

    Guten Morgen,

    im Moment versucht Niklas seine Mutter dazu zu bringen, dass er zu ihr kommen darf..... Sie hatten seit Anfang September keinen Kontakt mehr. Keine Nachfrage wies in der Schule läuft, mit dem Ritalin, sie ruft nicht an, zeigt null Interesse. ZUR ZEIT! Kann sich auch wieder ändern! Niklas leidet natürlich darunter, wobei noch nie ein "normales" Mutter Kind Verhältnis bestanden hat. Aber natürlich, ein Kind hängt an seiner Mutter, ob es nun geliebt wird oder nicht.

    Ihrer Aussage nach hat sie ja Depressionen, meiner Meinung nach hat sie ADS das nie behandelt wurde oder sie ist einfach Mamas Prinzessin gewesen, dem man alle Schwierigkeiten abnehmen muss.

    Was sagt man Niklas am besten, um damit zurecht zu kommen? Für ihn wäre es das beste, er kommt zu dem Punkt, dass es ihm nichts mehr ausmacht, dass er seiner Mutter nichts bedeutet. Aber wie?


    Liebe Grüße!

    Hallo!


    Vielen Dank ihr Beiden!

    Ich muss sagen, es tut wirklich gut, auch einmal positives Feedback zu bekommen und sich mal bewusst zu machen, dass sehr Vieles richtig und gut ist, was wir machen! Viel draußen sein, wandern, aktiv sein, Werte vermitteln, gemeinsame Unternehmungen, guter Umgang miteinander ....


    Vermutlich vergisst man das, wenn man keinen unmittelbaren Erfolg sieht. Dennoch wird es ihn doch wohl hoffentlich letztendlich prägen.


    Ja was das Taschengeld betrifft hab ich meinem Freund auch schon gesagt, er könnte es in Form von Spielzeug Geld bekommen und dann zu gegebener Zeit in Echtgeld tauschen um ein Gefühl dafür zu bekommen, aber das hat er leider nicht umgesetzt. Da muss ich wieder mal nachhaken. Konto wird er ihm keins machen, weil er sich dann selber Geld holt am Schalter oder mit der Mutter.


    Ja für Schlagzeug hat er scheinbar ein spezielles Talent!


    Momentan hab ich jetzt gar keine konkrete Hilfefrage an euch, da die letzte Zeit ruhig verlaufen ist.


    Liebe Grüße!

    Hallo Dani!


    Aggressionstraining, klingt gut, muss mich informieren. Er macht bereits Judo und spielt Schlagzeug, beides gut und das tut ihm auch gut denke ich.


    Ja Fernsehverbot oder sowas in der Richtung interessiert ihn in dem Moment nicht so großartig, ja werden wir machen und ausprobieren mit ins Zimmer gehen.


    Hallo Gilfy!


    Eine Liste anfertigen hab ich ihn im Moment nicht bewegen können dazu, weil er nicht kapiert hat was ich meine!

    In der Schule hat er kaum Probleme mit anderen Kindern, im Gegenteil, er ist sehr hilfsbereit und ist motiviert. Es gab mal einen Vorfall mit einer E-Zigarette, die er jemand abgekauft hat, aber wir hoffen, mit dem Ritalin war das was Einmaliges. Er hatte halt ausschließlich schlechte Noten, da sind nun auch Verbesserungen bemerkbar.

    Ja das mit der Zerstörungswut beschränkt sich (hauptsächlich) auf sein Zimmer. Klar wird da nix neues gekauft oder renoviert.

    Das stimmt, dafür bezahlen interessiert ihn nicht, er hat auch keinen Überblick, weil er kaum Geld bekommt, da er sofort ALLES ausgibt, sobald er zu der Mutter kommt, egal für was, genau was kann man da machen? Gegen diese Konsumsucht, was die Mutter auch noch fördert???


    Liebe Grüße und DANKE!

    Guten Morgen,

    Vielen Dank, werde ich alles mal berücksichtigen!

    Ich frage mich oft, wie soll man konkret reagieren, wenn er zum Beispiel was kaputt macht? Er hat ja öfter eine Zerstörungswut. Reißt Löcher in seine Kleidung, schleift Schuhe kaputt, haut Löcher in Wände und Möbel in seinem Zimmer.... Ich sage immer er soll den Sandsack hauen, wenn er wütend ist, aber das reicht scheints nicht aus.

    Oder wenn er oft Wörter sagt, die wir nicht tolerieren wollen? Mein Freund probierts immer mit zum Beispiel Fernsehverbot 1 Tag, beim nächsten Wort 2 Tage Verbot usw.

    Wir probieren auch möglichst viel mit Positives loben, aber man hat den Anschein, als würde ihn das gar nicht interessieren.... Weil er das als kleines Kind nie erfahren hat?


    Liebe Grüße!

    Grundsätzlich ist es nicht so einfach, dass er sich öffnet, ich versuche schon immer wieder an ihn ranzukommen, aber da gibt es nur kurze Momente, wo das möglich ist. Auch äußert er sich da nicht großartig drüber in Bezug auf seine Mutter. Natürlich hat er aber schon mehrmals geweint, nachdem er sie angerufen hat, weil er zu ihr kommen möchte, sie ihm aber eine Absage erteilt hat und auch keinen Alternativ-Vorschlag gemacht hat. Mit dem Zettel, das werde ich versuchen, früher hatte er auch ein Kummerfresserchen, aber dafür ist er zu groß.

    Als die Probleme mehr wurden (u. a. Zündeln mit Feuer), wohl auch jetzt aufgrund der Pubertät, fand wieder ein Gespräch mit dem Kinderpsychologen statt, der dann eine Form von ADHS diagnostizierte, und SOFORT die Gabe von Ritalin anordnete, damit nicht eines Tages die "Scheune nebenan" brenne. Das nimmt er nun seit Mitte September für die Zeit in der Schule, wo er ja auch schulische Probleme hat. Scheinbar hilft es ihm, sich zu konzentrieren, vielleicht muss man noch etwas abwarten. Der Arzt meinte, auch seine allgemeinen Auffälligkeiten würden sich dadurch verringern, wenn er in der Schule besser zurecht kommt. ???


    Interessant ist auch, dass es vor allem schlimm mit ihm ist, wenn mein Partner und ich, wir BEIDE mit ihm zusammen sind, vor allem bei mir zu Hause. Will er testen, wer zu wem hält, oder ob wir beide immer "gegen ihn" sind, oder will er uns entzweien? Sollen wir einmal ausprobieren, wenn sich einer von uns komplett raushält? Sollen wir einmal seine ganzen Untaten ignorieren?


    Vielen Dank fürs Zuhören, liebe Grüße!

    Hallo Gilfy,

    auch herzlichen Dank für deine Worte!


    Niklas wurde vor Jahren auf ADHS getestet, damals war die Diagnose, ADHS-ähnliche Symptome wegen Mutter-Problematik, vor ca 1 Jahr hat er eine Therapie gemacht bis vor Kurzem, diese Therapeutin kam zu dem selben Schluss. Die Therapie weiß ich nicht, ob die Erfolge gebracht hat, meinem Freund kam sie recht jung und unerfahren vor.

    Danke für die Tipps mit dem Ich-Sagen und dem Zettel, das werd ich ausprobieren!

    Hallo Dani,

    vielen Dank für die schnelle Reaktion/Antwort/Hilfestellung mit Aufzeigen einer anderen Sichtweise und auch dem einen oder anderen Tipp. Ja, einen Berater/Unterstützer in die Familie holen, da bin ich immer dran an meinem Freund, aber die Problematik daran ist auch, dass IN DIESEM MOMENT Niklas dann ein Vorzeigekind ist. Ich würde mir gern unabhängig davon immer wieder einen Tipp holen, wie wir in der und der Situation mit ihm umgehen sollen. Therapie hat er ca 1 Jahr lang gemacht, wir haben konkret keine Veränderung bemerken können.

    Hallo,

    ich hoffe, ich kann mich relativ kurz halten, da eine zu lange Geschichte möglicherweise vom Lesen abhält.

    Ich habe zwei Töchter, 21 und 14, die Große wohnt nicht mehr dauernd zu Hause. Ich bin geschieden und bin seit fast 4 Jahren mit einem ganz lieben Mann zusammen, ebenfalls geschieden. Er hat zwei Söhne, 15 und 12, die ebenfalls bei ihm leben.

    Unser Problemkind ist der 12jährige Niklas. Soweit ich weiß, wurde er bereits im Mutterleib von der Mutter abgelehnt, da sie sich ein Mädchen wünschte. Er zeigte schon recht früh ADHS-Symptome. Als die Mutter die Familie verließ und direkt zu ihrem neuen Partner zog, war er 8. Ein halbes Jahr wünschte sie gar keinen Kontakt, dann sporadisch, wobei sie ihren älteren Sohn immer bevorzugte. Diesen wollte sie dann auch zu sich nehmen. Eine gewisse Zeit war der Kontakt relativ regelmäßig, 2wöchentlich von Samstag Morgen bis Sonntag Abend. Die Mutter ist psychisch labil und aus meiner Sicht ist es nur Pflichterfüllung, keine Liebe. Bei ihr hat er den ganzen Tag uneingeschränkt Medien-Konsum, anders hält sie ihn nicht aus. Zu Hause bei meinem Freund hat er möglichst wenig Zugang zu Medien, da er auch diesbezüglich Suchtverhalten zeigt.

    Seit ca. 5 Monaten hat sie nun den Kontakt wieder mehr oder minder zu ihm abgebrochen, ohne ihm die Wahrheit zu sagen, sie hat nur fadenscheinige Ausreden.

    Soviel nun erst mal zum Hintergrund. Problem ist, dass das Familienleben mit Niklas für mich unheimlich anstrengend, nervig und belastend ist. Mein Freund und ich führen wirklich eine harmonische und verständnisvolle Beziehung, Niklas hat also was unsere Seite betrifft, eine stabile Situation, seine Großeltern wohnen im Haus und nehmen sich seiner an, er wird also durchaus geliebt, halt nur nicht von seiner Mutter. Und danach lechzt er, seine Mutter ist heilig, obwohl sie in Wahrheit schlechter ist als eine, die gar kein Interesse hat.

    Manchmal gibt es kurze Momente, manchmal vielleicht auch Stunden, vielleicht sogar Tage (wir wohnen nicht zusammen), in denen er ganz "normal" ist, sogar ein liebenswerter Junge, aber meistens wird das Familienleben am Wochenende nonstop von ihm gestört, er provoziert, lügt, nimmt Geld an sich, ist laut, schnell aggressiv, lacht uns aus, ist teilweise respektlos, macht ständig Sachen kaputt, handelt nur impulsiv, ohne Nachdenken. Benimmt sich oft wie ein 5jähriger, den man ständig maßregeln muss, scheinbar um aufzufallen und Aufmerksamkeit zu erregen. Wobei wir uns wirklich viel mit ihm beschäftigen!

    Jedes Mal nehme ich mir wieder vor, möglichst ruhig zu bleiben, aber zack, schon eskaliert die Situation wieder! Mein Freund hat schon an unterschiedlichen Stellen um Rat gefragt, aber nichts war erfolgversprechend. Wir bräuchten einen Familiencoach! Deshalb versuche ich nun auf diese Art und Weise, einen Weg zu finden damit umzugehen.