Beiträge von Thaddaeus

    Hey Fuchsmama, das ist wohl wahr.
    Ich habe es jetzt geschafft, ein paar Freunden davon zu erzählen, wie es mir gerade geht - und habe plötzlich ganz viel Verständnis und Hilfe bekommen. :-)


    Und nicht nur das, gleichzeitig habe ich überrascht festgestellt, dass ich in den nächsten Wochen gar nicht so viel Arbeit habe. Und durch die Entspannung dadurch fällt es mir jetzt auch viel leichter, mich auf mein Kind einzulassen und die Zeit mit ihm in Ruhe zu verbringen.


    Heute hatte ich sogar mal die Energie, mit ihm zu Freunden zu fahren und mit denen zusammen im Garten zu spielen. Das hat gut getan :-)

    Hey, das Eisenhower-Diagramm kenne ich auch und finde es oft sehr hilfreich. Manchmal ist es allerdings schwer zu entscheiden, was jetzt "wichtig" und/oder "dringend" ist. Zum Beispiel meinen Schreibtisch aufzuräumen könnte nach irgendwelchen objektiven Maßnahmen noch warten, mir ist es aber ein wichtiges und dringendes Anliegen, weil es mich beruhigt ;-)
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    Ich würde mir gerne morgens und abends kleine Rituale schaffen.
    Ich hab früher auch jeden Tag meditiert oder Frühsport gemacht und das war natürlich viel besser, als jeden Tag neu zu entscheiden, ob ich gerade Lust dazu habe.


    Das Problem am Morgen:
    Ich versuche deshalb jetzt immer und immer zeitiger aufzustehen, um noch Zeit für Meditation oder Frühsport zu haben, bevor unser Kind aufwacht, aber irgendwie wacht es dann auch immer noch zeitiger auf. Und noch viiiel zeitiger ins Bett gehen kann ich nicht, weil ich dann abends das Gefühl habe, direkt von der ganzen Arbeit schlafen zu gehen.


    Das Problem am Abend:
    Nachdem wir das Kind ins Bett gebracht haben, macht meine Freundin meistens noch Computerarbeit. Also müsste ich eigentlich was alleine für mich machen, habe aber meistens das Bedürfnis, die Zeit mit ihr zu verbringen, weil wir uns den ganzen Tag kaum gesehen haben. Also setze ich mich zu ihr ins Zimmer und lese noch mails oder irgendwas, in der ständigen Erwartung, dass sie vielleicht irgendwann fertig wird und wir Zeit füreinander haben - was aber selten passiert. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass ich wenig Idee hab, womit ich sie locken könnte: Die Filme, die ich mag, mag sie meistens nicht, bei Büchern genauso, zusammen spazieren gehen geht nicht, weil das Babyfon ja nicht so weit reicht, für Sport o.ä. fehlt mir abends nach einem langen Tag die Kraft und einfach auf der Terasse sitzen oder auf dem Sofa liegen ist ihr zu unproduktiv.


    Wahrscheinlich müsste ich mir überlegen, worauf ich jetzt Lust habe, ihr sagen, dass ich das jetzt mache, fragen, ob sie Lust hat, mitzumachen und wenn nicht, es einfach alleine machen.
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    Meine Ausgangsfrage bleibt übrigens bestehen: Wie kann ich es hinbekommen, meine innere Einstellung zur Kindbetreuung zu verändern, sodass sie mir nicht wie die anstrengendste aller Arbeiten vorkommt?
    Ich habe schon versucht, es in Perspektive zu setzen, mir zu sagen, dass mein erster Job damals viel schlimmer war und ich froh sein kann, jetzt das Kind zu betreuen und nicht mehr dort arbeiten zu müssen - und dass andere Menschen viel viel viel schwierigere Lebensumstände haben - aber ich kann mich trotzdem nicht entspannen.

    Danke Dani und Fuchsmama!


    Nach etwas, was ich jeden Tag machen kann, um auszuruhen oder mir gut zu tun, suche ich schon lange. Bis jetzt ist mir noch nicht viel eingefallen. Außer Meditation, aber dafür hat mir in der letzten Zeit immer die Ruhe gefehlt (ich weiß, es ist ein Teufelkreis).


    Aber ich konnte jetzt mal das ganze Wochenende frei machen und mich ausruhen - Vielleicht kann ich die neue Energie nutzen, um ein Tagesritual einzuführen.


    Und das Heilsame an auskotzen habe ich auch schon erlebt. Mir fällt es schwer, Dinge rauszulassen, aber ich werde mal versuchen, beim nächsten Mal jemanden dafür zu finden - entweder im Freundeskreis oder einer Telefonseelsorge.

    Danke Dani, für deine aufmerksame Rückmeldung!
    Es tut gut, zugestanden zu bekommen, dass meine subjektive Überforderung berechtigt ist.


    Der Rat mit der professionellen Hilfe ist für mich auch keine neue Idee, ich habe aus anderen Gründen auch schon ein bisschen Therapieerfahrung gesammelt und das war auch immer hilfreich. Im Moment fehlt mir dafür aber die Zeit und die Kraft. Mir eine therapeutische Begleitung zu organisieren, würde meinen Stress also nur noch vergrößern. Deshalb versuche ich es von zu Hause aus, in den Momenten, wo es gerade reinpasst, mit Gesprächen, dem Forum oder Büchern.


    Unser Kind ist übrigens anderthalb.
    Und zu der Frage nach dem Geschlecht würde ich - ich hoffe, ich stoße dir damit nicht vor den Kopf - erstens zurückfragen, was es dir denn helfen würde? Ich bin zwar biologisch männlich ;-), aber ich habe manche Charakterzüge, die traditionell eher als weiblich gelten, stärker als meine Freundin. Also könnte ich in dieser Hinsicht sozusagen auch der weibliche Elternteil sein, oder?
    Und zweitens will ich nochmal vorsichtig darauf hinweisen, dass die Frage ob ich "der männliche oder weibliche Elternteil" bin, impliziert, dass es in Kinder-Betreuungsverhältnis immer einen männlichen und einen weiblichen gäbe. ;-)
    Ist gar nicht böse gemeint, aber in vielen Beziehungen gibt es ja z.B. mehrere von einem Geschlecht, oder generell nur einen Elternteil.

    Liebes Forum,


    ich brauche einen Rat.
    Ich bin seit längerer Zeit mit der Betreuung unseres Kleinkinds und den restlichen Leben überlastet.
    Es tut mir so leid, aber ich muss mir eingestehen, dass die Betreuung für mich die anstrengendste aller meiner Aufgaben ist - dabei sind meine anderen Aufgaben (Jobs, freiwillige Engagements und Haushalt) auch nicht gerade von Entspanntheit geprägt.
    Und alle sagen immer, dass unser Kind so lieb und leicht zu handlen wäre. Und wir haben nur eins. Und ich habe es nur die Hälfte die Zeit. Und ich habe es wahnsinnig lieb.
    Aber trotzdem bin ich bei der Kindbetreuung immer wieder am Rande eines Nervenzusammenbruchs, fange manchmal an zu schreien oder Dinge vor Wut durchs Zimmer zu schmeißen. Ich fühle mich erschöpft und weiß nicht mehr, wo ich die Kraft her nehmen soll, meinem Kind die Aufmerksamkeit zu geben, die es braucht.
    Ich habe immer Angst vor den Sonntagen, weil ich dann nicht mal arbeiten kann, was wenigstens nicht ganz so anstrengend wäre.
    Ich fühle mich schlecht dafür, dass mich gerade die Kindbetreuung so anstrengt. Und da, wie gesagt, unser Kind eigentlich relativ unanstrengend ist, bin ich überzeugt, dass es an meiner inneren Einstellung liegt, dass ich dabei so stark in Stress gerate.
    Ich habe schon oft probiert, sie zu verändern, mir selbst zu sagen, dass es doch gar nicht so schlimm ist, aber es hilft leider nichts.
    Habt ihr einen Rat für mich?