Ernährungsregeln- Wie kann ich die gesunde Ernährung als Familie regeln?

  • Früher gehörten gemeinsame Mahlzeiten, zu denen sich die gesamte Familie traf zum Alltag. Der heutige Familienalltag führt oftmals dazu, dass Familienmahlzeiten zeitlich schwer zu organisieren sind. Zum Beispiel, weil beide Elternteile berufstätig sind, die Kinder in Schule und Kindergarten frühstücken und/oder zu Mittag essen oder Familien nicht zusammen leben (z.B. Alleinerziehende, Pendler–, Patchworkfamilien). Allerdings ist wissenschaftlich erwiesen und somit in bei Kinderärzten und Krankenkassen ausliegenden Elternratgebern und Broschüren zu lesen, dass eben diese gemeinsamen Mahlzeiten durchaus einen entscheidenden Beitrag für die Gesundheit der Kinder darstellen. Nachweislich nehmen Kinder in Familienmahlzeiten mehr Obst und Gemüse, weniger Süßigkeiten und Limonade zu sich.


    Was meinen Sie?
    Wie regeln Sie die gesunde Ernährung in Ihrer Familie?
    Welche Tipps haben Sie für andere Eltern?


    In den folgenden Beiträgen beginne ich mit einigen Tipps und der Beantwortung der Frage:
    Wie kann ich die gesunde Ernährung als Familie regeln?


    Ich freue mich auf ergänzende Beiträge

    3 Mal editiert, zuletzt von Marion_Rosenkranz ()

  • TIPP 1
    Gemeinsame Mahlzeit als Familie

    Einmal am Tag wäre es toll, wenn die gesamte Familie Zeit für eine gemeinsame Mahlzeit findet. Wie eingangs beschrieben, ist das nicht immer leicht. Trotzdem: EINE gemeinsame Mahlzeit gelingt den meisten Familien.


    TIPP 2
    Starten Sie bereits morgends mit Familienpower!

    Laden Sie Ihre Familie zum gemeinsamen Frühstück ein. Frühstücken Sie mit Ihrem Kind/Ihren Kindern.
    Ein gesundes Frühstück (Beiträge hierzu finden Sie bereits hier im Forum) bringt den Stoffwechsel auf Trab. Sie schaffen die Basis für eine gute Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit im Tagesgeschehen.
    Kennen Sie die Aussage: "Morgends kriege ich nichts runter."? Wenn ja: bei einigen Menschen funktioniert es, Flüssiges (Milch, Saft, Joghurt, Quark...Milch-, Griess-, Hafersuppe) oder Saftiges (z.B. Obst, Gemüse) zu sich zu nehmen. Bei manch einem kommt der Appetit beim Essen hinzu ;) und selbst Morgenmuffel bringen nach einigen Happen oder Schlückchen allmählich erste Worte über ihre Lippen.


    TIPP 3
    Tisch- und Essensregeln aufstellen

    Für den Ablauf der Mahlzeiten (z.B. wer kocht? wer deckt ein? wer sitzt wo? wer spült/deckt ab?) und das Benehmen am Tisch (z.B. kein Streit, wer spricht wann, sitzen am Tisch, Besteck verwenden) und zum Essen (z.B. was gibt es? immer probieren, trinken zum Essen, Nachtischfrage) macht es Sinn, gemeinsam mit den Kindern Regeln aufzustellen, die für die gesamte Familie gelten (z.B. alle trinken Wasser, alle trinken was Besonderes).


    Beispiele für Regeln aus Familien
    Jeder bekommt einmal pro Woche sein Wunschessen.
    Wir haben einen Essensplan.
    Jeder hilft mit, damit das gemeinsame Essen Spass macht. (Kochen, decken, Tischgestaltung, essen, aufräumen)
    An den Wochenenden probieren wir Neues aus- zu Hause, im Restaurant und diesen Sonntag bei Oma.
    Wir sprechen nicht mit vollem Mund.
    Wir hören uns zu.
    Jeder, der was erzählen möchte, bekommt Gelegenheit dazu.
    Wir bleiben am Tisch sitzen, bis alle aufgegessen haben.
    Während des Essens gibt es kein Radio, keinen Fernseher, keine Telefonate.


    TIPP 4
    Lieblingsessen anbieten

    Empfehlenswert ist, gemeinsam mit Kindern zu überlegen, was es zu Essen geben soll. Kindern sollte etwas angeboten werden, was sie mögen. Allerdings müssen sie hierzu zunächst einmal herausfinden, was Ihr Lieblingsessen ist. Probieren macht Spaß. Die Heranführung an Neues sollte Schritt für Schritt erfolgen. Gemeinsam bebilderte Rezepte wälzen, gemeinsam neue Rezepte erproben- gemeinsam kochen, gemeinsam Zutaten in verschiedenen Arbeitsprozessen (ggf. roh, später gekocht) riechen und kosten, gemeinsam würzen und abschmecken.
    Vertiefender Link bei Interesse: http://www.welt.de/print/wams/…862/Suess-oder-sauer.html


    TIPP 5
    Gemütliche Atmosphäre schaffen

    Die Familie setzt sich an einem festen Ort zu einer festen Zeit zusammen. Dieser feste Essensplatz bietet Raum zum Wohlfühlen (z.B. eingedeckter Esstisch mit Platz zum Essen, Zeit für Gespräche, störungsfreie Umgebung, Tischdecke, Servietten, besondere Gläser, frische Blumen). Kinder haben häufig Spaß daran, Tische kreativ und liebevoll zu gestalten. Teilen Sie Ihnen frühzeitig mit, wann sie mit dem Tisch decken dran sind... rechnen Sie damit, dass eine gemeinsame Mahlzeit für Ihr Kind nicht nur am Wochenende ein Fest sein kann. Zum Beispiel, weil es das Lieblingsessen gibt ;)
    Blumen pflücken, Bilder als Dankeschön malen, ein besonderes Getränk mischen wollen, Servietten falten, Sets und Tischdecken ausbreiten, Platzkarten anfertigen etc. braucht seine Zeit... :love:


    TIPP 6
    Vereinbarung zu Süßem, Nachtisch und Getränken

    Treffen Sie Absprachen, die für alle gelten (z.B. selbst gemachten Nachtisch gibt es am Wochenende, beim Essen trinken wir Wasser). Geben Sie Süßigkeiten in kleinen Mengen und kontrolliert an Ihre Kinder. Achten Sie darauf, dass Süßes, Nachtisch, Getränke an einem Ort aufbewahrt werden, zu dem Ihre Kinder nach Möglichkeit keinen unkontrollierten Zugang haben. Führen Sie ein, dass Ihre Kinder Rücksprache mit Ihnen halten, wenn Sie etwas Besonderes Essen oder Trinken wollen (Mama, darf ich was Süßes essen, einen Saft trinken...). Bieten Sie stets ein Getränk (z.B. Wasser) und Zwischenmahlzeiten (z.B. Ostkorb, Obstteller) sichtbar und frei zugängig an.


    Tipp 7
    Informationen einholen

    Kinderärzte und Krankenkassen haben oftmals Broschüren und Elternratgeber zum Thema "Ernährung (Bewegung, Entspannung)" vorliegen. Manche bieten sogar Internetseiten für Kinder an. Zielsetzung ist es, frühzeitig die Gesundheit zu fördern, um Esstörungen und späteren Folgeerscheinungen vorzubeugen.


    Wie regeln Sie die gesunde Ernährung in Ihrer Familie?
    Welche Tipps haben Sie für andere Eltern?


    Herzlichen Dank für Ihre Anregungen

  • Hallo ihr lieben! Besonders bei dem Theme Ernährung bin ich mir teilweise noch sehr unsicher. Ich habe schon diverse Artikel darüber gelesen aber es ist ja auch immer wieder gut es von der "praktischen" Seite zu betrachten. Ich selbst habe immer oft Zink extra zu mir genommen, weil es mir von meinem Arzt auch mal geraten wurde. Was haltet ihr von supplements für Kinder? natürlch nur wenn es notwenig ist. Aber manche glauben ja schließlich nicht daran, dass es was ändert.. wäre gespannt auf eine Meinung :) Liebe Grüße!

  • Davon halte ich - außer im begründeten Verdacht - gar nichts. Dasselbe bei Erwachsenen. Supplementiert sollte nur werden, was im Zuge eines Labors tatsächlich als "mangelhaft" festgestellt wird. Das ganze immer ärztlich abgesprochen. (Wahllos Vitamine geben, womöglich auch noch kombinierte Präparate, finden auch Ärzte nicht gut. Es kann nämlich auch mit frei verkäuflichen Mitteln durchaus überdosiert werden, was gesundheitliche Konsequenzen zur Folge haben kann.)


    Ausnahme bildet Vitamin D, das ist aber natürlich auch mit dem Kinderarzt abzusprechen.

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