Sechs Kinder- und Jugendprojekte aus ganz Deutschland dürfen sich seit Anfang März Hoffnung auf die Goldene Göre machen. Eine Jury hat die Projekte aus Gustavsburg, Herrenberg, Lingen (Ems), Ludwigslust, Nürnberg und Potsdam für die Endrunde nominiert. Die Goldene Göre ist mit insgesamt 11.000 Euro der höchstdotierte Preis für Kinder- und Jugendbeteiligung in Deutschland.
Kinderhospize bieten schwerstkranken Kindern und ihren Angehörigen Raum für Trauer und einen Abschied in Würde – zugleich aber auch Raum für Freude und Leben: Diesen Eindruck hat „First Lady“ Daniela Schadt, die Lebensgefährtin des Bundespräsidenten Joachim Gauck, Ende Februar im Wiesbadener Kinderhospiz „Bärenherz“ gewonnen.
Mädchen sehen den Nutzen von Mathematik vor allem für die Schule selbst, aber nicht für das weitere Leben. Das ist das Ergebnis einer Studie der Universität Tübingen. Die Untersuchung des Hector-Instituts für Empirische Bildungsforschung und der Exzellenz-Graduiertenschule LEAD soll Hinweise liefern, warum Männer in mathematisch orientierten Berufen stärker repräsentiert sind als Frauen und wie man Mädchen für Mathematik motiviert.
In Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt kommt es aktuell vermehrt zu Masernerkrankungen. Laut Robert Koch-Institut sind im Januar 2015 allein in Berlin bereits 254 Menschen an Masern erkrankt. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe: „Der Masernausbruch in Berlin zeigt, wie wichtig ein guter Impfschutz ist. Ich rate dringend dazu, den eigenen Impfstatus überprüfen zu lassen und die empfohlenen Impfungen nachzuholen.“
Das Deutsche Kinderhilfswerk hält die geplante Kindergelderhöhung vor allem für Kinder in Familien mit geringem Einkommen für völlig unzureichend. Das Kinderhilfswerk moniert, dass die monatliche Nettoentlastung für Spitzenverdiener wesentlich höher ausfalle als das Kindergeld, das in diesem Jahr um vier und im nächsten um zwei Euro angehoben werden soll. Familien mit wenig Einkommen und Hartz IV Empfänger seien deutlich benachteiligt. Kinder, die es am nötigsten haben, gehen leer aus.
Mit Entdeckergeist, Mut und Verantwortung begeisterte Alexander Gerst von der Internationalen Raumstation ISS aus Millionen Menschen. Dank seines Engagements für den Schutz unseres Planeten und bessere Lebensbedingungen für Kinder wurde „Astro-Alex“ zum UNICEF-Botschafter ernannt.
Den größten Informationsbedarf bei der Medienerziehung ihrer Kinder haben Eltern bezüglich Kinderschutz und Aufklärung über Risiken im Internet. Erst an zweiter Stelle sind für sie Hinweise zur altersgerechten Nutzung und zum kind- sowie altersgerechten Verstehen und Erleben relevant. Das zeigt die DJI-Elternbefragung von ein- bis achtjährigen Kindern.
„Der OECD-Bildungsbericht über den unterschiedlichen Schulerfolg von Jungen und Mädchen in Deutschland ist in erster Linie als Appell an die Verantwortung von Eltern zu einer geschlechtersensiblen Erziehung zu verstehen", kommentiert der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes (bpv) Max Schmidt die Studie und ergänzt: „Ich sehe es nicht als erste Aufgabe unserer Schulen an, einseitig Menschen für den Wirtschaftskreislauf zu ‚produzieren‘“.
In 120 Kitas und Schulen in zehn Bundesländern begann im Februar 2015 die Untersuchung von sprachfördernden Maßnahmen im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Bildung durch Sprache und Schrift“ (BiSS). Sprachförderung wird in Deutschland in allen Kitas und Schulen mit verschiedenen Instrumenten und Methoden umgesetzt. Über die Bedingungen der Wirksamkeit solcher Maßnahmen ist bisher wenig bekannt.
Deutschland gehört zu den Ländern mit dem größten Geschlechtergefälle in der OECD, wenn Mädchen und Jungen ihre Einstellung der Mathematik gegenüber angeben: Gefragt, ob sie mathematische Aufgaben schnell begreifen, antworten Jungen wesentlich häufiger mit Ja als Mädchen. Andersherum stimmen Mädchen eher der Aussage zu: „Ich bin einfach nicht gut in Mathe" – selbst wenn sie im PISA-Test genauso erfolgreich abschneiden wie die Jungens.