Mediensuchtprävention Teil der Vorsorgeuntersuchungen

von Newsredaktion

Smartphone

Viele Kinder und Jugendliche sind abhängig von sozialen Medien wie Facebook, Instagramm oder WhatsApp. Nun gibt es Hilfe für Eltern bei der Medienerziehung. Wichtig dabei ist vor allem eine frühzeitige Aufklärung und Prävention. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte mit anderen Verbänden und dem Bundesgesundheitsministerium erreicht, dass die Mediensuchtprävention Teil der Vorsorgeuntersuchungen wird. So sollen die Kinder frühzeitig vor der Abhängigkeit sozialer Medien geschützt werden.

Flyer mit praktischen Tipps

Diese Handreichung soll helfen, dass Kinder nicht erst mit zwölf Jahren behandelt werden, wenn sie die ganze Zeit am Bildschirm oder Smartphone verbringen. Eltern müssen mit den Kindern einen gesunden Weg finden, mit Facebook, WhatsApp und Co. vernünftig umzugehen, um Suchterscheinungen zu vermeiden. Das gilt selbst für Neugeborene. So gehört die Handreichung zu den ersten Vorsorgeuntersuchungen der Kinder- und Jugendärzte. Es handelt sich um einen Flyer mit praktischen Tipps für den Alltag, um Kinder mit dem Umgang der sozialen Netzwerke zu schulen.

Kein Verbot, sondern Hilfestellung und Wegweiser

Wichtig dabei ist, die digitalen Medien sowie die Geräte zu verdammen, sondern den Konsum der Bildschirmmedien wie Tablet, PC, Spielekonsolen oder Smartphone zu dosieren, zeitlich zu begrenzen und Alternativen aufzuzeigen, etwa das Spielen in der Natur oder gemeinsame Zeit mit Freunden. Wenn Kinder fest in der realen Welt verankert sind, kommen sie auch in der virtuellen Welt besser zurecht. Daher betonen die Mediziner, dass es ihnen keinesfalls um Verteufelung und Verbot geht, sondern vielmehr um einen verantwortungsvollen, gesunden Umgang.

Umsetzung für Kinder- und Jugendschutz

Der Flyer wurde jüngst in Berlin vorgestellt, wobei auch die Drogenbeauftragte der geschäftsführenden Bundesregierung, Marlene Mortler, anwesend war. Die Mediziner begrüßen die Umsetzung der Handreichung als wichtigen Schritt und konkreten Ansatz für den im künftigen Koalitionsvertrag geforderten Medienschutz für Kinder und Jugendliche. Diese Aktion ist zudem ein wichtiger Beitrag dafür, Kinder in ihrer Medienkompetenz zu schulen, die in der Schule und später im Beruf immer größere Bedeutung erlangt.

 

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