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Kinder, die Selbstgespräche führen

von Newsredaktion

Selbstgespräche

Streng genommen sprechen alle Menschen mit sich selbst, wenn auch in Gedanken. Wer laut Selbstgespräche führt, erntet schräge Blicke. Auch viele Kinder führen laute Selbstgespräche, doch das kann auch sinnvoll sein.

Selbstgespräch als Hilfe zur Problemlösung

Psychologen haben herausgefunden, dass das laute Denken bei der Lösung von Problemen hilft. Viele Kinder liegen auch abends im Bett und plaudern mit sich selbst. Dabei reflektieren sie und verarbeitend die Erlebnisse des Tages. Eltern sollten sich also keine Sorgen machen, wenn Kinder Selbstgespräche führen. Es handelt sich um eine wichtige Funktion der Entwicklung der Kinder. Mit Selbstgesprächen können Kinder Stress abbauen oder Konflikte mit Freunden, Geschwistern und Eltern lösen. Selbstgespräche eröffnen auch Einblicke in die geistige Welt der Kinder. Das bestätigen auch Forscher der George Mason Universität Virginia. Einige Experten raten Eltern auch dazu, Kinder zu Selbstgesprächen zu ermutigen. Wenn sie zuhören, erhalten Eltern so auch einen Einblick in das Seelenleben und die Gedankenwelt der Kinder und Hinweise auf mögliche Ängste und Sorgen.

Selbstgespräche verändern sich

Die Selbstgespräche verändern sich mit zunehmendem Alter. Wenn Kinder komplexe Sätze formulieren können, etwa ab zwei Jahren, beginnen sie auch mit den Selbstgesprächen. Im Kindergarten nehmen die Selbstgespräche zu, im Grundschulalter wird daraus ein Murmeln. Danach werden die inneren Dialoge immer seltener zu Selbstgesprächen.  Bei Teenagern und Erwachsenen gilt die Devise: Sich nur nicht bei Selbstgesprächen erwischen lassen. Schnell gilt man sonst als Sonderling. Dennoch kommt es auch bei Erwachsenen immer wieder zu Selbstgesprächen. Vor allem in Situationen wie Wut, Ärger, Trauer oder Verzweiflung neigen wir zum Monolog.

Kinder zu Selbstgesprächen ermutigen

Psychologen fanden in ihren Studien in Kindergärten heraus, dass Selbstgespräche den Kindern auch helfen, Probleme zu lösen und sich auf Aufgaben zu konzentrieren. Kinder sollten Rätsel lösen. Vorab sollten sie Selbstgespräche führen, später jedoch auf Selbstgespräche verzichten. Das Ergebnis zeigt, dass die Selbstgespräche bei der Rätsellösung halfen und die Kinder die Aufgaben schneller lösen konnten. Selbstgespräche können zudem die Motorik der Kinder fördern, wie Wissenschaftler ebenfalls herausfanden. Daher sollten Erzieher und Eltern vermeiden, Kindern Selbstgespräche zu verbieten. Auch die sprachliche Entwicklung fördert die sprachliche Entwicklung. Ausgesprochene Gedanken sind zudem intensiver und werden direkter wahrgenommen. Durch Selbstgespräche können sich Erwachsene wie Kinder also mehr Zeit nehmen, an Ideen und Gedanken dranzubleiben und diese besser zu ordnen und zu analysieren.

 

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