Gute Beziehung zu den Eltern wirkt sich positiv aus

von Newsredaktion

Beziehung

Wissenschaftler aus den USA haben herausgefunden, dass sich eine gute und enge Beziehung zu den Eltern auch noch nach Jahrzehnten positiv auf Gesundheit und Wohlbefinden auswirken. Wenn Kinder in einer liebevollen Familie mit emotionaler Wärme aufwachsen, macht sich das vielfältig bemerkbar.

Positiver Einfluss auf Wohlbefinden und Gesundheit

Kinder in einer wohlhabenden Familie profitieren in verschiedenen Bereichen in ihrer Entwicklung. Dazu gehören eine bessere Ernährung, besserer Schlaf, mehr Sport und Bewegung, ein positives Umfeld und die Förderung sozialer Fähigkeiten. Diese Vorteile werden laut Studie der Baylor Universität im US-Bundesstaat Texas jedoch zunichte gemacht, wenn die Kinder keine emotionale Nähe und Wärme erfahren oder gar Misshandlungen erleiden. Eine gute, stabile Beziehung und Bindung zwischen Eltern und Kindern trägt dazu bei, dass Eltern sinnvolle Erziehungsmaßnahmen ergreifen, damit Kinder sich gesund ernähren, ausreichend schlafen, Sport machen und sich auch Erwachsenen und Gleichaltrigen gegenüber jeweils angemessen verhalten.

Ökonomische Nachteile und Bildungsstand

Ist das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern dagegen schwierig, gibt es seltener gemeinsame Mahlzeiten, sodass Kinder sich eher fetthaltig und süß ernähren. Zudem läuft der Alltag dann häufig viel unstrukturierter und unregelmäßiger ab. Damit haben es Kinder und Jugendliche schwerer, einen gesunden, stabilen Lebensstil zu entwickeln und auch soziale und emotionale Fähigkeiten zu erlernen. Gleichwohl weisen die Wissenschaftler auch darauf hin, dass auch eine gute Beziehung zwischen Eltern und Kindern ökonomische Nachteile nur zum Teil ausgleichen kann. Vor allem Eltern mit niedrigem Bildungsstand und geringem Einkommen neigen jedoch dazu, Kindern zu drohen oder Gehorsam zu erzwingen. Im besten Fall versuchen Eltern jedoch mit einem konstruktiven Dialog, die Kinder zu motivieren und z.B. an einen gesunden Lebensstil heranzuführen. So fanden Wissenschaftler heraus, dass Erkrankungen und Beschwerden vor allem bei Menschen auftreten, die in der Kindheit keine Wärme erfahren haben oder missbraucht wurden.

Mögliche Erkrankungen und Beziehung zu den Eltern

In der Studie wurden Teilnehmer auf ihre Gesundheit im Erwachsenenalter zwischen 25 und 75 Jahren untersucht. Dabei lag der Fokus vor allem auf ausbleibenden Krankheiten wie Krebs, Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems oder der Atemwege, endokrine Krankheiten oder Erkrankungen des Nervensystems. Dazu zählten aber auch Erkrankungen der Haut, Infektionen, Verdauungsbeschwerden oder Erkrankungen der Muskeln oder Gelenke. Die Teilnehmer wurden zudem nach der Beziehung zu den Eltern bzw. deren Verhalten befragt. So ist die Quintessenz der Studie, dass der sozioökonomische Status und die Eltern-Kind-Beziehung eng verbunden sind und sich auf die Entwicklung der Kinder auswirken.

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