Die Corona-Impfung für Kinder rückt näher

von Newsredaktion Familie

Teddybär und Spritze

Corona hat Deutschland immer noch fest im Griff. Während die Impfkampagne langsam in Schwung kommt, fragen sich viele Familien, wann ein Schutz für die Kleinsten zur Verfügung stehen wird. Hier scheint nun ebenfalls Bewegung in die Sache zu kommen. Die ersten Hersteller haben eine Zulassung beantragt.

Damit setzten sie einen Schritt, den viele Eltern bereits sehnsüchtig erwartet haben. Schließlich können die bereits zugelassenen Impfstoffe lediglich für Personen ab 16 Jahren verimpft werden. Nun rücken allerdings auch die Vakzine für Kinder und Jugendliche ab einem Alter von 12 Jahren in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Das deutsch/amerikanische Team von Biontech und Pfizer hat bei der EU-Arzneimittelbehörde EMA die Zulassung ihres Impfstoffes beantragt.

Zulassung für Kinder im Alter zwischen 12 und 15?

Das gibt vielen Eltern Hoffnung. Sie haben den Eindruck, die Corona-Impfung für Kinder rückt näher. Der Nachwuchs erkrankt zwar seltener an Covid-19, doch er kann das Virus trotzdem weiter vertreiben. Umso wichtiger wäre eine Impfung für alle Altersgruppen der Bevölkerung. Der Körper von Kindern reagiert jedoch anders auf Impfungen, als jener von Erwachsenen. Daher mussten zunächst die vorhandenen Impfstoffe entsprechend adaptiert werden. Der neue Impfstoff soll nun nach seiner Zulassung für Kinder im Alter zwischen 12 und 15 Jahren eingesetzt werden.

Zuletzt hat sich laut dem Robert Koch Institut die Inzidenz in dieser Altersgruppe in ganz Deutschland verdoppelt. Der Wert lag im März noch bei 83. Doch in der Zwischenzeit wird auch in den Kitas und in den Schulen verstärkt getestet. Daher wurden zuletzt auch mehr Infektionen bei Kindern entdeckt. Selbst wenn die Kleinsten nach einer Infektion symptomlos bleiben sollten, können sie doch anderen Personen mit dem Virus anstecken. Eine Schutzimpfung würde daher nicht nur dem Nachwuchs, sondern auch ihren Eltern und der Umgebung verstärkt Schutz bieten.

Biontech/Pfizer gibt das Tempo vor

Doch bisher gibt es weltweit noch keinen einzigen zugelassenen Impfstoff für diese Altersgruppe. Das möchten Biontech und Pfizer ändern. Wie schon beim Impfstoff für Erwachsenen gibt auch diesmal das deutsch/amerikanische Team das Tempo vor und legt als erster Hersteller einen Impfstoff für 12 bis 15-Jährige vor. Die Studien wurden erfolgreich abgeschlossen und zeigen nicht nur eine hohe Wirksamkeit, sondern auch eine hohe Verträglichkeit.

Die Forschung ist in diesem Bereich noch strenger, als bei Erwachsenen. Schließlich dürfen Studien an Kindern erst dann starten, wenn erwiesen ist, dass der Impfstoff bei Erwachsenen keine Probleme verursacht. Die klinische Studie von Biontech/Pfizer habe eine Wirksamkeit von 100 Prozent gezeigt. Das zeigen die veröffentlichten Ergebnisse des Herstellers. Die Studienteilnehmer hätten die Impfungen gut vertragen. Die Nebenwirkungen hätten jenen in einer Altersgruppe von 16 bis 25 Jahren entsprochen und wären damit nicht von bisher bekannten Ergebnissen abgewichen.

Keine einzige Erkrankung in der Impfstoff-Gruppe

Insgesamt 2.300 Kinder haben in den USA teilgenommen. Sie werden auch nach Abschluss der Studie zwischen einem und zwei Jahren weiter beobachtet werden. Dies geschieht aus Sicherheitsgründen. Wie üblich gab es eine Gruppe, die den Impfstoff erhielt und eine weitere, die ein Placebo verabreicht bekam. Die Placebo-Gruppe hatte 18 Corona-Erkrankungen zu verzeichnen, die Impfstoff-Gruppe hingegen keine einzige.

Biontech/Pfizer ist jedoch nicht der einzige Hersteller, der an Impfstoffen für Kinder arbeitet. Der amerikanische Konzern Moderna testet sein Vakzin seit März und möchte die Ergebnisse im Sommer veröffentlichen. AstraZeneca rechnet ebenfalls im Sommer mit Daten aus seinen Untersuchungen.

Zurück