Der negierende Erziehungsstil

Bei einem negierenden Erziehungsstil beeinflussen die Eltern das kindliche Verhalten überhaupt nicht. Es fehlt das Interesse, an der Entwicklung des Kindes teilhaben zu wollen. Beim negierenden Stil findet im Grunde überhaupt keine Erziehung statt. Der Erzieher ist am Verhalten des Kindes völlig desinteressiert. Wie die Entwicklung des Kindes schließlich verläuft, ist für den "Erzieher" völlig irrelevant. Es werden keinerlei Regeln vorgegeben, es gibt keinen Rahmen, der dem Kind Sicherheit geben könnte und es besteht keinerlei emotionale Beziehung und Zuneigung, sodass das Kind keine Bindung aufbauen kann und im Grunde völlig auf sich allein gestellt ist.

Die Entwicklung des Kindes hängt vom Zufall ab. Eine Erziehung erfolgt also durch die sekundäre Umwelt, also das weitere Umfeld des Kindes.

 

Negierende Erziehung

 

Nachteile

Der negierende Stil kann dazu führen, dass Kinder nicht nur körperlich, sondern auch geistig und seelisch regelrecht verwahrlosen. Dieser Erziehungsstil ist im Grunde psychische und seelische Misshandlung. Diese Kinder können weder ein gesundes Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein aufbauen, noch wissen sie, was eine positive emotionale Bindung ist und wie diese sich anfühlt. Sie spüren und erfahren keinerlei Halt und Geborgenheit und auch keine Orientierung. Solche Kinder haben später oftmals riesige Probleme und können keine Beziehung zu anderen Menschen aufbauen, haben starke Minderwertigkeitsgefühle und neigen deshalb unter Umständen sogar verstärkt zu Missbrauch von Alkohol und Drogen.

Merkmale

  • der Erzieher hat keinerlei Interesse am Kind
  • der Erzieher verhält sich absolut passiv
  • der Erzieher ist unbeteiligt und gleichgültig
  • der Erzieher macht keinerlei Vorgaben und gibt keine Regeln vor
  • der Erzieher reagiert nicht auf Anfragen des Kindes