Erziehungsmaßnahme:
Lob und Belohnung
Lob und Belohnung wird von dem Erzieher als Konsequenz auf ein Verhalten eingesetzt. Damit soll erreicht werden, dass zu diesem Verhalten eine angenehme Wirkung hervorgerufen wird, die das gewünschte Verhalten bei dem Kind hervorruft und damit erlernt wird.
Dabei kann man in zwei Arten unterscheiden:
- Dass das Verhalten eine angenehme Konsequenz nach sich zieht, zum Beispiel eine Belohnung in Form von Süßigkeiten.
- Dass das Verhalten keine unangenehme Konsequenzen nach sich zieht, die ansonsten eingetreten wären, zum Beispiel wenn dem Kind eine unangenehme Arbeit erspart wird
Positive Auswirkungen:
- Erwünschte Verhaltensweisen treten öfter auf
- Die Neugier des Kindes wird gesteigert
- Steigerung der Kreativität
- Erhöhte Lern- und Leistungsmotivation
- Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen nimmt durch Verhaltenssicherheit zu
Mögliche Probleme:
- Der Erzieher nimmt erwünschtes Verhalten als selbstverständlich an und vergisst dieses zu steigern
- Der Erzieher steigert unbeabsichtigt nicht erwünschtes Verhalten
- Der Erzieher bemerkt nur die negativen Verhaltensweisen
- Der Erzieher verpasst die Gelegenheit das erwünschte Verhalten zu verstärken
- Die Auswirkungen können von Personen und Umgebung abhängen, zum Beispiel kann Lob vor einer Gruppe peinlich sein
- Lob und Belohnung können sich abnutzen, wenn es zu oft und gleichmäßig verwendet wird
- Das Kind handelt nur noch auf Belohnung und nicht mehr um der Sache willen
- der Erzieher setzt Belohnung und Bestrafung launenhaft und willkürlich ein, so dass das Kind verwirrt wird
Wer auf den gesundheitlichen Aspekt achten möchte und Süßigkeiten zur Belohnung sparsam einsetzen möchte, kann aber auch selbst kreativ werden. Erlebnisgeschenke können für das Kind viel spannender sein und zudem den Familienzusammenhalt stärken. Ausflüge werden von Kindern als Belohnung meist gern angenommen. Es muss schließlich nicht immer eine materielle Belohnung sein. Ein Besuch im Schwimmbad, in einem Erlebnis-Zoo oder in der Eisdiele sollte dabei trotzdem immer noch etwas Besonderes bleiben, damit sie vom Kind stets als Belohnung und nicht als Gewohnheit angesehen werden.
Dem Kind unangenehme Situationen ersparen - damit können Arbeiten im Haushalt gemeint sein, wie zum Beispiel das Ausräumen der Spülmaschine oder ähnliche Küchenarbeiten. Aber auch der, für das Kind, langweilige Einkaufsbummel, kann in diesen Bereich fallen. Beispiele hierfür, sind der alltägliche Einkauf sowie besondere Anlässe, wie einen Kinderwagen kaufen für kleinere Geschwister. Es gibt zahlreiche Situationen oder Arbeiten, die von Kindern als lästig empfunden werden. Daher eignet sich durchaus die Vermeidung dieser, als sinnvolle Belohnung.