Weitere Erziehungs-News

Zu wenig Zeit für psychosomatische Erkrankungen

von Newsredaktion

Erkrankungen

Viele Kinder- und Jugendärzte beklagen, dass bei der Behandlungen von Kindern und Jugendlichen häufig zu wenig Zeit für die Behandlung von psychosomatischen Erkrankungen bleibt. Wenn Kinder und Jugendliche über Bauch- oder Kopfschmerzen klagen, liegen häufig keine erkennbaren organischen Ursachen vor. Außerdem können Essstörungen oder auch ein selbstverletzendes Verhalten wie durch Ritzen vorliegen. Solche psychosomatischen Symptome können durch Angstzustände und negative bzw. traumatische Erfahrungen wie Mobbing, Todesfälle oder Trennung der Eltern hervorgerufen werden.

Psychosomatische Erkrankungen kommen zu kurz

Beim aktuellen Kongress in Berlin, dem Kinder- und Jugendärztetag, zeigen sich Ärzte besorgt, dass für diese Patienten zu wenig Zeit bleibt und damit zu wenig Zeit für eine notwendige, spezifische Behandlung. Die Kritik der Kinder und Jugendärzte zielt darauf ab, dass die psychosomatischen Erkrankungen bei den Kindern zu kurz kommen. Außerdem ist ein Problem, dass die Kinder- und Jugendärzte häufig überlastet sind und die Zahl der betroffenen Kinder und Jugendlichen stetig zunimmt. Wenn es um oben erwähnte Probleme wie Essstörungen oder unspezifische Kopfschmerzen geht, braucht es Zeit für Gespräche mit den betroffenen Familien. Außerdem fehlt der Raum für spezifische Fortbildungen.

Konstanter Wert der Erkrankungen

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte betont, dass das Bewusstsein für diese Problematik der psychosomatischen Erkrankungen zwar zugenommen hat und bei Eltern und Ärzten geschärft wurde, eine tatsächliche Zunahme der psychosomatischen Erkrankungen der Kinder konnte bisher jedoch nicht verifiziert werden. Seit einigen Jahrzehnten liegt der Wert konstant bei etwa 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen. Allerdings ist dabei nur ein kleiner Teil der betroffenen Kinder und Jugendlichen in Behandlung bei Psychologen und Psychotherapeuten. Dafür sind Gründe wie Versorgungslücken und Unsicherheiten der Eltern zu nennen.

Für eine bessere Versorgung in diesem Bereich wäre die Politik gefragt, Abhilfe zu schaffen, um neue Kassensitze vor allem in schlecht versorgten Regionen zu schaffen. Auch viel Bürokratie und Verwaltungsarbeit erschweren die Behandlung, weil so viel Zeit verloren geht.

 

Weitere Erziehungs-News

Transparenzhinweis: Zur visuellen und textlichen Unterstützung unserer redaktionellen Arbeit verwenden wir teilweise KI-generierte Bilder und Texte. Alle Inhalte werden vor der Veröffentlichung sorgfältig geprüft.