Weitere Erziehungs-News

Zu viel Tablet verzögert die Sprachentwicklung

von Newsredaktion

Tablet

In deutschen Haushalten gibt es immer mehr Smartphones und Tablets. Auch die Kleinsten fangen immer früher an, mit den Geräten zu spielen, bevor sie überhaupt laufen oder sprechen können. In San Francisco wurde zuletzt eine Studie vorgestellt, die darauf hinweist, dass zu viel Smartphone-Zeit die Sprachentwicklung beeinträchtigen könnte.

Tablets und Sprachverzögerungen

Eine Studie im kanadischen Toronto befasste sich mit knapp 900 Kindern im Alter zwischen sechs Monaten und zwei Jahren. Die Erhebung ergab, dass 20 Prozent der Kinder mit 18 Monaten täglich fast dreißig Minuten mit dem Tablet spielen. Sprachverzögerungen waren mit Hilfe eines Screenings festzustellen. Sie nahmen zu, je länger die Kinder mit dem Tablet spielten. Die Wissenschaftler konnten jedoch keinen Zusammenhang mit Blick auf andere Kommunikationsfähigkeiten wie soziale Interaktion, Körpersprache oder Gestik feststellen.

Tablets im Alltag

Da Tablets heute aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken sind, empfehlen Kinder- und Jugendärzte immer wieder begrenzte Zeiten für die Nutzung von Smartphones und Tablets, vor allem für Kleinkinder. Die Studie konnte den Zusammenhang von der Nutzung der Tablets und dem Risiko für Verzögerungen der Sprachentwicklung nachweisen. So rät die amerikanische Akademie der Pädiater vom Kontakt mit Bildschirmen von Smartphones oder Tablets für Kleinkinder ab. Dem folgen auch die Experten der BLIKK-Studie, bei der unter anderem Vertreter vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte beteiligt waren. Sie verweisen auf einen Zusammenhang der intensiven Mediennutzung mit möglichen Entwicklungsstörungen von Kindern. Einige Kinder bis sechs Jahre leiden demnach unter Entwicklungsstörungen der Sprache, aber auch unter motorischer Hyperaktivität.

Weitere Forschungsarbeit

Um künftig zu verstehen, wie Kleinkinder mit digitalen Medien und den entsprechenden Geräten umgehen, ist jedoch weitere Forschungsarbeit notwendig. Dabei geht es auch darum, welche Inhalte Kinder nutzen und wie sie diese verarbeiten. Daher müssten die Zeit der Bildschirmnutzung und die daraus folgenden Sprachverzögerungen sowie weitere langfristige Auswirkungen auf Entwicklung und Kommunikationsfähigkeiten analysiert werden.

Weitere Erziehungs-News

Transparenzhinweis: Zur visuellen und textlichen Unterstützung unserer redaktionellen Arbeit verwenden wir teilweise KI-generierte Bilder und Texte. Alle Inhalte werden vor der Veröffentlichung sorgfältig geprüft.