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Zahnspangen für Kinder

von Newsredaktion

Zahnspange

Derzeit verschreibe Kieferorthopäden jedem zweiten Kind eine Zahnspange. Dazu empfehlen sie meist teure Zusatzleistungen, die die Krankenkasse nicht übernimmt und nicht immer sinnvoll sind. Wichtig ist daher, dass sich Eltern genau informieren.

Nur wenige Kinder verfügen über ein perfektes Gebiss. Wenn die Milchzähne ausfallen, wachsen einige Zähne nicht optimal nach. Krankenkassen übernehmen bei ausgeprägten Fehlstellungen medizinisch notwendige Korrekturen. Auch die Barmer GEK bestätigt, dass über die Hälfte der Kinder und Jugendlichen eine Zahnspange benötigen.

Sinnvolle Behandlung

Fehlstellungen und schiefe Zähne können ein medizinisches Risiko darstellen. Wenn Kinder aus diesem Grund nicht richtig kauen oder sprechen können, ist eine Behandlung angebracht. Auch eng stehende Zähne lassen sich schlecht reinigen. Der Gesundheitsmonitor 2016 der Barmer weist darauf hin, dass die Notwendigkeit und die Dringlichkeit für die Zahngesundheit nicht immer eindeutig belegt sind. Kieferorthopäden verweisen meist auf mögliche Spätfolgen.

Ideales Behandlungsalter

Im Idealfall lassen sich Kinder zwischen 10 und 13 Jahren beim Kieferorthopäden behandeln. Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine Zahnspange bei einer Fehlstellung ab Schweregrad 3. Die Behandlung muss erfolgen, bevor das Wachstum des Kiefers abgeschlossen ist. Meist dauert die Behandlung vier Jahre.

Varianten der Zahnspangen

Je nach Fall benötigen Kinder eine feste Spange oder eine Variante zum Herausnehmen. Lose Spangen haben den Vorteil, dass sie meist nachts und einige Zeit am Tag getragen werden müssen und zum Essen und zum Sport herausgenommen werden können. Feste Spangen werden auf die Zähne geklebt. 

Kosten für Zahnspangen

Trotz schwerer Fehlstellungen übernehmen nicht alle Kassen die vollständigen Kosten für die Behandlung. Meist müssen Eltern Beträge von bis zu 1.000 Euro zuzahlen. Hohe Zuzahlungen kommen vor allem durch moderne Materialien für Brackets und Drähte zustande. Auch optisch unauffällige Spangen oder ein guter Tragekomfort kosten Geld. Wenn Eltern hier unsicher sind, lohnt sich eine zweite, unabhängige Meinung. Wenn der Kiefernorthopäde keine Kassenleistungen anbietet, ist Skepsis geboten.

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