Work Life Balance für Eltern
von Newsredaktion
Für Eltern ist das Thema Vereinbarkeit von Karriere und Familie ein echter Dauerbrenner. Wie bringen sie Kinder und Beruf unter einen Hut? Wie kommen die Kinder, aber auch der Partner nicht zu kurz? Wie werde ich den Anforderungen des Jobs gerecht? Daher fordern viele kürzte Arbeitszeiten zur Erleichterung. Doch eine Studie zeigt: Gerade hier gibt es Probleme.
Zwischen Job und Familie
Eine internationale Studie bringt ein überraschendes Ergebnis zu Tage. Wo Eltern weniger arbeiten, gibt es auch häufiger Beschwerden. Woran liegt das? Ein Problem ist die ständige Erreichbarkeit und die fließende Grenze zwischen Freizeit und Beruf. Der Gesetzgeber will nun versuchen, klare Grenzen zwischen Job und Familie zu ziehen. Das soll weniger Stress und mehr Freiraum für Privates bringen. Das Stichwort Work Life Balance soll etwa durch gesetzlich vorgeschriebene Arbeitszeiten pro Woche erreicht werden.
Durchschnittsarbeitszeit von 40 Stunden
In Deutschland liegt diese Arbeitszeit bei maximal 48 Stunden pro Woche. Tatsächlich beträgt die Arbeitszeit meist um die 40 Stunden, wie das International Social Survey belegt. Darin werden die Arbeitszeiten in 32 Staaten untersucht. 40 Stunden sind dabei in vielen Industrienationen üblich. Offenbar bedeutet aber eine geringere Wochenarbeitszeit nicht zwangsläufig mehr Zufriedenheit und eine bessere Vereinbarkeit von Job und Familie. Forscher aus Melbourne und Cincinnati haben sich diesem Problem angenommen.
Work-Life-Balance
Dabei wurden auch Faktoren wie Elternzeit-Regelung, Frauenerwerbsquote oder Einkommensstruktur berücksichtigt. Die Studie ergab, dass vor allem aus Ländern mit längeren Arbeitszeiten weniger Probleme zur Vereinbarkeit berichtet wurden. Das könnte vor allem an die hohen Erwartungen an die Work-Life-Balance liegen. In den Ländern, wo die Arbeitszeit gesenkt wurde, wollten die Eltern noch weniger arbeiten. Das gilt für Länder wie Kanada, Dänemark oder Schweden, aber auch die Niederlande. Hier arbeiten die berufstätigen Eltern etwa 34 Stunden pro Woche im Durchschnitt. 45 Prozent von ihnen werden gern noch weniger arbeiten.
Wachsende Unzufriedenheit
Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass so Unzufriedenheit entsteht. Wenn die Eltern einmal die Vorzüge der kurzen Arbeitszeit schätzen gelernt haben, wollen sie mit der Zeit noch mehr. Meist ist das Problem aber die extrem hohen Erwartungen und Vorstellungen in Sachen Harmonie und perfekter Work-Life-Balance. Interessant ist aber, dass auch kulturelle Aspekte mitspielen. So gibt es vor allem in Ländern, wo viel Wert auf das Kollektiv gelegt wird, weniger Probleme, etwa in Japan oder Taiwan. Dort wird meist auch mehr gearbeitet.
Transparenzhinweis: Zur visuellen und textlichen Unterstützung unserer redaktionellen Arbeit verwenden wir teilweise KI-generierte Bilder und Texte. Alle Inhalte werden vor der Veröffentlichung sorgfältig geprüft.
