Wichtige Regeln für Jugendliche zur Sicherheit

von Newsredaktion

K.-O.-Tropfen

Immer wieder machen Fälle mit K.-O.-Tropfen Schlagzeilen, zuletzt in Fulda und Worms. Die Substanzen im Getränk führen zu einem kompletten Kontrollverlust, sodass Jugendliche beim Ausgehen oder bei Partys wichtige Vorsichtsmaßnahmen beachten sollten. In den Fällen werden vor allem weibliche Jugendliche betäubt. Besonders tückisch dabei ist, dass die illegalen K.-O.-Tropfen geruchs- und geschmacksneutral sind und dennoch mitunter lebensbedrohliche Nebenwirkungen haben können.

Vorfälle bei Partys

Die Fälle laufen fast immer ähnlich  ab. Meist geht es bei einer Party turbulent zu, die K.-O.-Tropfen landen unauffällig im Getränk. Die Betroffenen fühlen sich plötzlich sehr schlecht, extrem betrunken und verlieren das Bewusstsein. Im besten Fall geschieht den Opfern fast nichts weiter, sie müssen sich lediglich wieder von den Substanzen erholen. Im schlimmsten Fall jedoch werden die Jugendlichen beraubt oder gar sexuell missbraucht. Durch das Gedränge bei Partys können die Täter in der Regel nicht ermittelt werden und tauchen unauffällig in der Masse unter.

Gefahren durch K.-O.-Tropfen

K.-O.-Tropfen sind Gamma-Hydroxy-Buttersäure (GHB) oder die Vorstufe Gamma Bytyrolacton (GBL) und werden als Partydrogen bzw. Liquid Ecstasy bezeichnet. GHB untersteht dem Betäubungsmittelgesetz. GBL wird als Lösungsmittel gehandelt. Die Substanzen sind frei von Geschmack oder Gerüchen und klar. In kleinen Mengen wirken sie enthemmend, in großen Mengen jedoch als Betäubungsmittel oder im Extremfall einer Überdosis auch tödlich. Generell wirken die Partydrogen sehr schnell, erklären auch Experten der Suchtberatungsstellen. Zusätzlich sind sie durch die Kombination mit Alkohol gefährlich. Es handelt sich bei Angriffen mit den Substanzen um gefährliche Körperverletzung, die Dunkelziffer ist sehr hoch. Ein Problem ist auch, dass die Substanzen schwer im Blut nachweisbar sind, vor allem nach längerer Zeit nach dem Angriff. Diese Attacken kommen nicht nur in Bars oder Diskos vor, sondern auch bei Abi-Partys, Faschingsfeten und ähnliches, wo viele Menschen zusammen feiern. Die meisten Täter sind männlich und selbst bereits angeheitert. Zum Teil wollen sie so ihre Allmachtfantasien ausleben,  andere sind extrem schüchtern und wollen so Kontakte knüpfen. Für manche Täter ist es auch nur ein schlechter Spaß.

Wichtige Verhaltensregeln

Jugendliche und junge Erwachsene können sich kaum vor K.-O.-Tropfen schützen. Allerdings kann man mit einigen Vorsichtsmaßnahmen vorbeugen. Wichtig ist, dass man mit vertrauten Personen unterwegs ist. Ideal ist es, wenn eine Person dann immer die Getränke im Auge hat. Wichtig ist auch Offenheit gegenüber Freunden und Eltern. Wenn Jugendliche sich nicht gut fühlen, möglichst schnell reagieren, den anderen Freunden das mitteilen. Beratungsstellen und das Internet informieren über die gefährlichen Substanzen. Jugendliche sollten sich bewusst machen, dass sowohl Fremde, aber auch jemand im Freundeskreis Täter sein kann. Am besten sollten Party-Gäste nur Getränke konsumieren, die tatsächlich frisch an der Theke ausgeschenkt wurden. Geht man mit der Clique aus, sollte man gegenseitig auf die Getränke achten, vor allem aber auch auf die anderen, wenn sich jemand unwohl fühlt, plötzlich aufdreht und heftig flirtet. Niemand sollte allein zurückbleiben. Wer den Verdacht auf K.-O.-Tropfen bei sich hat, sollte möglichst schnell ins Krankenhaus oder zur Polizei.

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