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Wenn Kinder zu Hause unterrichtet werden

von Newsredaktion

Unterricht

Viele Eltern sind frustriert über das Schulsystem und unterrichten daher die Kinder selbst zu Hause. Hunderte Kinder bleiben dem aktuellen Trend nach zu Hause, Home-Schooling verstößt allerdings gegen das Gesetz, denn es herrscht eine allgemeine Schulpflicht. Experten sehen das problematisch.

Unzufrieden mit dem Schulsystem

In Deutschland gibt es viele Eltern, die unzufrieden sind mit dem Schulsystemen und den regulären Schulplänen Also nehmen sie den Unterricht selbst in die Hand und bringen gemeinsam mit Bekannten den Kindern Lesen, Rechnen und Schreiben und vieles weitere, was die Kinder interessiert, bei. In vielen Fällen orientieren sich die Eltern an den Schulbüchern und Lehrplänen und ergänzen den Unterricht mit Musik, Sport, handwerkliche Tätigkeiten oder Computerkenntnisse. Doch wer sein Kind von der Schule nimmt, verstößt gegen das Gesetz und verletzt die allgemeine Schulpflicht. Eltern müssen in diesen Fällen mit Strafverfolgung, Bußgeld oder auch in Extremfällen mit dem Entzug des Sorgerechts rechnen.

Verstoß gegen die Schulpflicht

Einige Bundesländer behandeln den Verstoß gegen die Schulpflicht als Ordnungswidrigkeit, andere gehen strafrechtlich gegen die Eltern vor, z.B. in Hessen. Es gibt nur einige wenige Ausnahmeregelungen, die die Kinder vom Besuch einer regulären Schule freisprechen. Dies ist der Fall, wenn Kinder schwer bzw. dauerhaft krank sind und so nicht regelmäßig am Unterricht teilnehmen können. Ähnliches gilt auch, wenn die Eltern aufgrund des Berufs immer unterwegs sind und die Kinder nicht an einem Ort zur Schule schicken können. Hier gibt es etwa Ausnahmen für Schausteller oder Zirkusleute.

Skeptische Experten

Offizielle Zahlen über so genannte Freilerner gibt es zwar nicht, doch recht zuverlässige Schätzungen gehen davon aus, dass derzeit etwa 1000 Kinder zu Hause unterrichtet werden. Die Gründe dafür sind sehr unterschiedlich. Zum einen ist es die Unzufriedenheit mit dem Schulsystem, andere Eltern nennen religiöse Gründe oder suchen Alternativen. Vor allem der Zeit- und Leistungsdruck an regulären Schulen machen vielen Kindern zu schaffen, aber auch überforderte Lehrer und zu große Klassen beschäftigen die Eltern. Experten wie Vertreter der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaften halten die Freilerner dennoch für ein Problem, auch wenn viele von Ihnen letztlich reguläre Schulabschlüsse absolvieren, denn Kinder lernen an regulären Schulen auch den Umgang mit Konflikten, Gleichaltrigen und damit soziale Kompetenzen, die im Einzelunterricht fehlen.

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