Was Babys alles verstehen

von Newsredaktion

Baby

Wissenschaftler haben jüngst herausgefunden, dass Babys mehr verstehen als bisher vermutet. Sie sind sogar in der Lage, einige Wörter zu verstehen. Mit Hilfe einer speziellen Software konnten Forscher belegen, dass Kinder Wörter wie Auto, Saft, Kinderwagen und ähnliches verstehen konnten.

So schnell lernen Babys Alltagswörter

Wissenschaftler der Duke University im Bundesstaat South Carolina in den USA befassen sich bereits seit geraumer Zeit mit diesem Thema. Inzwischen steht fest, dass Babys bereits recht früh ein Sprachverständnis entwickeln und bereits im Alter von sechs bis neun Monaten erste Worte in ihrer Muttersprache verstehen. Dazu gehören Begriffe für Lebensmittel oder Körperteile. Dazu arbeiteten die Wissenschaftler mit einer Eye-Tracking Software.

Die Forscher analysierten Videos von Babys und stellten fest, dass die Babys alltägliche Worte lernen, wenn sie häufig in ihrer Gegenwart verwendet werden. So verstehen die Babys nicht nur einfache Wörter und ihre Bedeutung, sondern auch deren Beziehungen zueinander. In den Videos wurden den Babys Bilderpaare mit verwandten Begriffen wie etwa Hand und Fuß gezeigt. Außerdem gab es Bilderpaare mit nicht verwandten Begriffen wie Fuß und Milchpackung. Betreuer der Babys sollten nun Begriffe benennen und die Babys sollten sich die dazugehörigen Bilder ansehen. Die Software zeichnete die Blickrichtung der Kinder auf. Wenn die Bilder nicht verwandt waren, schauten die Kinder auf das Objekt mit der richtigen Bedeutung. Bei verwandten Begriffen fiel die Zuordnung zum richtigen Objekt schwerer.

Diese Erkenntnisse könnten helfen, bereits in diesem frühen Entwicklungsstadium der Kinder Risiken für mögliche Sprachverzögerungen oder andere Sprachdefizite zu erkennen und bereits sehr früh geeignete Fördermaßnahmen anzuwenden.

Vorstellung von Begriffen

Die Kinder sollten den Test mit technischen Hilfsmitteln zu Hause wiederholen. Mit Videos konnte aufgezeichnet werden, wie die Kinder reagierten und wie Interaktion mit den Eltern ausfiel. Außerdem wurde so festgehalten, wie viele Objekte in Gegenwart der Kinder benannt wurden und wie die Eltern mit dem Kind sprachen. Die Kinder zeigten dabei ein besseres Sprachverständnis, wenn die genannten Begriffe auch tatsächlich sichtbar waren. Das zeigt das Beispiel mit folgenden Begriffen. Wenn die Eltern ein Spielzeugauto oder einen Saftbecher hochhielten, konnten sie die Begriffe schneller lernen, als wenn sie etwa davon sprachen, dass sie am nächsten Tag die Löwen im Zoo sehen würden. Beim Spielzeugauto und dem Becher hatte das Kind eine klare Vorstellung, bei den Löwen im Zoo dagegen nicht.

Für die Eltern ist es daher empfehlenswert, viel mit den Kindern zu sprechen und Objekte in ihrer Gegenwart zu benennen, um das Sprachverständnis zu fördern. Die Kinder sollten also als echte Kommunikationspartner gesehen werden.

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