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Viele Kinder mit psychischen Problemen

von Newsredaktion

Psyche

Laut einer aktuellen BELLA-Studie in Kooperation mit der Uni-Klinik Hamburg-Eppendorf, dem Robert-Koch-Institut und der Berliner Charité haben gut 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland psychische Probleme oder zeigen psychische Auffälligkeiten. Das ist nicht immer leicht zu erkennen, denn Experten erläutern, dass sich psychische Erkrankungen unterschiedlich äußern können, etwa wenn laut und aggressiv werden oder in sich gekehrt, still und depressiv sind.

Auffälligkeiten äußern sich unterschiedlich

Nicht nur Psychologen fragen sich, warum die psychischen Probleme der Kinder zunehmen, auch Eltern und Lehrkräfte sind besorgt. Experten zeigen auch auf, dass Kinder in vielen Fällen gleich mehrere Auffälligkeiten vorweisen. So kann ein Kind hyperaktiv sein und leicht zu Wutanfällen neigen oder Dinge entwenden. Diese Kinder sind auffällig und laut, auch das Umfeld bekommt die Auffälligkeiten mit. Ruhige, in sich gekehrte Kinder dagegen fallen kaum auf und werden häufig übersehen. Dazu gehören typischerweise die Depressionen. Wenn ein Kind still ist, Angstzustände hat und sich von den Klassenkameraden zurückzieht, fällt das oft eher später auf.

Verschiedene Hintergründe

Dabei gilt es, die Hintergründe aufzuklären. Damit muss man mit dem Kind ins Gespräch kommen. Es ist möglich, dass das Kind eigentlich gern mitspielen möchte, aber die anderen es ausschließen oder gar mobben. Vielleicht ist es dem Kind auch gleichgültig. Wenn im Gespräch mit den Eltern klar wird, dass auch die Eltern eher ruhig, zurückhaltend und beobachtend sind, muss ein ruhiges, in sich gekehrtes Kind nicht unbedingt psychische Probleme haben. Dabei muss man herausfinden, ob es sich um gewöhnliche Stimmungsschwankungen handelt oder ob eine ernsthafte Erkrankung vorliegt, die behandelt werden muss.

Umwelteinflüsse und ein stabiles Umfeld

Eine mögliche Ursache für die zunehmenden psychischen Probleme und Auffälligkeiten können laut Experten auch die Umwelt sein. Alles ist schneller, reizüberflutet und unübersichtlicher geworden. Auch die Kinder sind es heute gewohnt, ständig neue Informationen zu bekommen, ständig in Kommunikation zu sein. Zudem sind viele Eltern überfordert, wenn sie Familie und Beruf unter einen Hut bringen müssen. Dabei gibt es gut Therapieansätze, die Kindern gut helfen. Oft ist es bei Kindern einfacher, Mechanismen zu durchbrechen und zu verändern, um so ernsthafte Erkrankungen zu vermeiden. So ist unter anderem ein stabiles Umfeld wichtig, damit Kinder sich wohlfühlen. Wenn die Eltern Stress haben und sich ständig Sorgen machen, wirkt sich das auch früher oder später auf die Kinder aus.

 

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