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Trauma kann bei Kindern zu Verhaltensauffälligkeiten führen

von Newsredaktion

Trauma

Traumatische Erlebnisse oder die Erfahrung von Gewalt, Missbrauch, Krankheit oder Tod können in der frühen Kindheit bis etwa sechs Jahre veränderte psychologische und physiologische Reaktionen auslösen. Die Erfahrungen können die Entwicklung der Kinder langfristig beeinträchtigen und sich auf (schulische) Leistungen und die Persönlichkeit auswirken.

Gewalt, Krankheit und Missbrauch

Prägende Erlebnisse in der Kindheit können physischer oder sexueller Missbrauch, die Sucht der Eltern, eine schwere Erkrankung oder der Tod der Eltern oder eines Elternteils, ein Unfall, die Scheidung der Eltern oder Gewalt und Terror wie der Bombenanschlag in Dortmund vor zwei Tagen sein, bei dem auch viele Familien mit Kindern anwesend waren. Experten sprechen bei einem psychologischen Trauma, wenn das Kindeswohl körperlicher oder seelischer Natur gefährdet und beeinträchtigt wird. Diese Ereignisse können bei den Kindern intensive Angstzustände und Stressreaktionen auslösen.

Therapien und Hilfe

Dabei weisen die Experten darauf hin, dass Kinder sehr unterschiedlich auf traumatische Erlebnisse reagieren und mit Gewalt, Tod, Krankheit oder Verlust umgehen. Nach Möglichkeit sollten Eltern bei auffälligen Veränderungen im Verhalten der behandelnde Kinder- und Jugendarzt hinzugezogen werden. Der kann bei Bedarf zum Spezialisten weiter überweisen. Wenn sich Kinder zum Beispiel auffällig aggressiv oder impulsiv verhalten, kann ein traumatisches Erlebnis zurückliegen. Der Kinderarzt kann Eltern und Erziehern bzw. Lehrern helfen, die Ursache herauszufinden und geeignete Therapie-Maßnahmen empfehlen.

Reaktion der Eltern und Erzieher

Es gibt einige Beispiele für Verhaltensauffälligkeiten wie zum Beispiel extrem heftige emotionale Reaktionen auf Banales. Hier können Geräusche oder Gerüche Erinnerungen an das Trauma wachrufen und einen Gefühlsausbruch auslösen. Häufig werden die traumatisierten Kinder auch Problemkinder genannt. Die Kinder zeigen häufig ein aggressives und oppositionelles Verhalten und haben Schwierigkeiten im Umgang mit Gleichaltrigen. Ein Teufelskreis kann entstehen, wenn Eltern, Erzieher oder Lehrer auf die Verhaltensauffälligkeiten der Kinder mit immer mehr Unfreundlichkeit, Härte, Strenge und Strafen reagieren. Die Situation kann eskalieren, weil das Kind sich bestätigt fühlt, dass das Umfeld gefährlich und unsicher ist.

Spätfolgen der traumatischen Erlebnisse

Wichtig zu wissen ist auch, dass die Kinder dieses auffällige Verhalten auch lange nach dem eigentlichen Trauma entwickeln können, also etwa später als Teenager. Die Symptome können auch später auftreten. Wenn die Kinder nicht frühzeitig behandelt werden, festigt sich das auffällige, problematische Verhalten und führt zu großen Problemen in der Jugend und später im Erwachsenenalter.

 

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