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Teenager anstrengender als Säuglinge

von Newsredaktion

Teenager

Die Arizona State Universität fand nun in einer Studie heraus, dass für viele Mütter die Zeit mit Säuglingen nicht anstrengender ist als die Teenager-Jahre der Kinder. Für sie stellt die Pubertät der Kinder ebenso eine große Herausforderung dar wie die ersten Lebensjahre.

Was Teenagern wichtig ist

Bisher ging man davon aus, dass Eltern vor allem eine schlimme oder anstrengende Zeit erleben, wenn die Kinder klein sind. Die neuen Forschungsergebnisse widerlegen dies jedoch. Dafür gibt es weitere Gründe, nicht nur die Pubertät. In der Schule geht es in den höheren Klassen offenbar immer unpersönlicher zu, außerdem spielten Leistungsdruck und Noten eine größere Rolle. Zudem ist es den Teenagern wichtig, von den Gleichaltrigen anerkannt zu werden und beliebt zu sein. Die Jugendlichen wollen die eigenen Grenzen ausloten und sich von den Eltern abgrenzen. Dazu kommen noch die Begleiterscheinungen der Pubertät mit Hormonen und der Veränderung des Körpers. Nicht wenige Jugendliche wollen sich im Bereich Alkohol, Drogen und ersten sexuellen Erfahrungen ausprobieren. Das ist nicht nur für die Jugendlichen selbst turbulent, sondern auch eine anstrengende Zeit für die Eltern.

Sorgen der Eltern

Die Eltern sorgen sich um die Kinder und fürchten die alltäglichen Gefahren und die Risikobereitschaft der Jugendlichen. Daher bestätigen viele Experten den Ausspruch „Kleine Kinder, kleine Sorgen, große Kinder große Sorgen“. So bestätigen etwa Psychologen, dass die Betreuung von Säuglingen und Kleinkindern körperlich anstrengend ist, die Anforderungen an die Eltern in der Teenager-Zeit nehmen aber zu. Hier besteht für die Eltern die Herausforderung, den Jugendlichen Grenzen aufzuzeigen, aber auch ausreichend Schutz Freiraum zu geben.

Veränderung der Elternschaft

Für die amerikanische Studie wurden über 2.000 berufstätige und gut ausgebildete Mütter zu ihren Erfahrungen mit den Kindern befragt. Dabei ging es um den Vergleich der Kleinkind-Zeit und der Teenager-Jahre. Die Forscher wollten Veränderungen des persönlichen Wohlbefindens, die Elternschaft und die Wahrnehmung der eigenen Kinder überprüfen. Dabei stellte sich heraus, dass Mütter der Teenager häufiger Gefühle wie Stress, Angst und Depressionen hatten wie Mütter mit Kleinkindern oder auch Mütter bereits volljähriger Kinder. Während Kleinkinder zu den Eltern aufblicken und sie bedingungslos lieben, zeigen Teenager auch schon mal die Zähne und offen ihre Distanziertheit und Verachtung.

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