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Studie über Stress durch Lernschwierigkeiten

von Newsredaktion

Stress

Wenn Kinder schlechte Noten mit nach Hause bringen, stecken nicht immer Faulheit, mangelnder Intellekt oder eine Lernschwäche dahinter. Ursache kann dann auch schlicht Stress und Überforderung sein. Das Duden Institut für Lerntherapie veröffentlichte nun interessante Ergebnisse über psychosoziale Belastungen bei Kindern und Jugendlichen. Im Mai soll eine Studie zum Thema Lernstörungen und Mobbing folgen.

Den Lernschwierigkeiten auf den Grund gehen

Jedes Kind hat ein anderes Naturell und geht dementsprechend auch anders mit Stress in der Schule oder möglichen Lernschwächen um. Bei ernsthaften Lernschwierigkeiten kommen Kinder und Eltern allein mit Nachhilfe nicht weiter. Das Duden Institut für Lerntherapie beschäftigt sich an verschiedenen Standorten bundesweit mit den psychischen Belastungen und Lernschwächen der Kinder, speziell mit Blick auf die Hauptfächer Deutsch, Englisch und Mathematik. Um den Kindern zu helfen, finden am Institut Gespräche statt, die sich in drei Schwerpunkte gliedern. Zum einen geht es um den aktuellen Stand der Lernvoraussetzungen, um die fachlichen Grundlagen, aber auch um medizinische Aspekte. So geht es darum, herauszufinden, was im Kind vorgeht, wenn es um die Schule geht, warum bestimmte Wörter falsch geschrieben werden. Geprüft wird aber auch, ob das Kind z. B. richtig hören und sehen kann. Dabei bleibt aber auch das soziale Umfeld mit Familie, Freunden und Mitschülern nicht außer Acht.

Interessante Ergebnisse der Studie

So ergaben diverse Erhebungen eine aussagekräftige Studie. Demnach leiden knapp 70 Prozent der beobachteten Kinder unter einer psychischen Belastung. Bei gut 24 Prozent zeigen sich auch mehrere Symptome wie Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Angstzustände oder In-Sich-Gekehrt-Sein, also so genannte internalisierende Problemverhalten. Auch weitere Faktoren wie Mobbing oder ADHS spielen dabei eine Rolle. Wenig überraschend ist die Erkenntnis, die Intensität der psychischen Probleme mit dem Alter zunehmen. Betroffene sollten daher frühzeitig bei sich abzeichnenden Lernschwierigkeiten gegenzusteuern und Hilfe zu suchen. Die Studie zeigt auch, dass die psychischen Belastungen größer sind, wenn Kinder Lernschwierigkeiten in Mathematik haben. Das hat damit zu tun, dass für die Versetzung Mathematik und Deutsch unterschiedlich gewichtet werden. Ebenso zeigt die Erhebung, dass Jungen und Mädchen mit Lernschwächen anders umgehen. Eine Kinderklinik in Oranienburg befasst sich demnächst unter anderem mit dem Zusammenhang zwischen Schlaf, Schlafstörungen und Lernschwierigkeiten.

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