Spiele-Klassiker neu fürs Smartphone
von Newsredaktion
Viele Spiele-Klassiker wie Memory oder Kniffel gibt es inzwischen auch als App für iPhone oder Smartphone. Weil fast alle Kinder und Jugendliche heute wie selbstverständlich mit Smartphone und Tablet aufwachsen und sicher umgehen können, da ist es nachvollziehbar, dass klassische Brettspiele als App verfügbar sind. Doch einige Eltern sehen diese aktuelle Entwicklung kritisch.
Brettspiele fürs Handy
Neben den klassischen Brettspielen für die ganze Familie gibt es inzwischen auch Apps wie das Quiz-Duell oder Puzzles für Kinder und Jugendliche, die begeistert mit dem Handy spielen. Experten sprechen schon von der so genannten Spielzeug-Generation 3.0. Davon profitiert die Spielzeugbranche, wie auch die kommende Spielwarenmesse in Nürnberg vom 27. Januar bis 1. Februar belegen wird. Namhafte Spiele-Hersteller haben den Trend der Zeit erkannt und bieten inzwischen eine ganze Reihe von beliebten Spielen in Form von Apps an.
Kritik von Eltern
Die Spiele-Hersteller wollen dabei nicht nur ältere Kinder und Jugendliche ansprechen, sondern auch Kleinkinder erreichen. So ist z. B. eine App als Benjamin-Blümchen-Wimmelbuch geplant. Der Vorteil dieser Apps ist vor allem der meist günstigere Preis der Apps im Vergleich zum realen Spiel. Einige Spiele sind auch kostenlos erhältlich. In der Branche wird das digitale Angebot weitgehend als sinnvolle Ergänzung zum „analogen“ Angebot, besonders für unterwegs, bewertet. Doch gerade die kostenlosen oder preisgünstigen Apps sehen viele Eltern kritisch. Im internationalen Vergleich sind die deutschen Eltern hier noch etwas skeptischer als Eltern in den USA oder Großbritannien. Viele Eltern fürchten, dass die Kinder und Jugendlichen ohnehin viel am PC sitzen und durch die Spiele ermuntert werden, noch mehr Zeit allein mit Spielen und am Smartphone zu verbringen.
Apps als ergänzendes Angebot
Während die klassischen Brettspiele noch immer mit einem gemeinsamen Familienabend oder einem unterhaltsamen Abend mit Freunden verbunden sind, wünschen sich Kinder und Jugendliche ergänzend dazu von den Apps mehr Varianten in den Bereichen Spieldauer, Schwierigkeitsgrade, optische Effekte und die Möglichkeit, allein zu spielen. Das ergab eine Umfrage unter etwa 1.000 Jugendlichen.
