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So lernen Kinder richtig sprechen

von Newsredaktion

Sprechen

Wenn Kinder sprechen lernen, ist das ein langwieriger und auch faszinierender Prozess ihrer Entwicklung von den ersten einfachen Tönen bis hin zu ungewöhnlichen, eigenwilligen Sprachkombinationen und Kreationen. Eltern können Kinder sinnvoll unterstützen, die Sprach zu erlernen.

Test zur Einschulungstauglichkeit

Wenn Kinder in die Schule kommen, müssen sie einen Test zur Einschulungstauglichkeit bestehen. Dabei werden immer häufiger Sprachstörungen und Probleme mit dem Sprechen bei den Kindern festgestellt. Daher fordern Experten wie Forscher und Therapeuten flächendeckende Tests für Kleinkinder. Die Sprache stellt eine wesentliche Kompetenz für das Schreiben lernen dar. Die Schriftsprache baut auf die Lautsprache auf. Die Einschulungstests müssen daher frühzeitig durchgeführt werden, damit Sprachstörungen frühzeitig entdeckt und therapeutisch mit Hilfe eines Logopäden behoben werden können.

Kein Smartphone, lieber direkte Kommunikation

Damit sich Kinder artikulieren und mit Lehrern und Mitschülern kommunizieren können, müssen sie bereits zu Hause von den Eltern die Sprache lernen. Die Eltern sind dabei ein wichtiges Vorbild. Dazu gehört auch die bewusste Aufmerksamkeit beim Sprechen, also Blickkontakt, Zuhören und warten. Mit Medien wie PC oder Smartphone ist dieser Spracherwerb kaum zu lernen. So sollten Mütter also nicht ständig mit dem Handy beschäftigt sein, wenn sie mit dem Kinderwagen unterwegs sind. Außerdem sind Zeiten ohne Handy etwa beim Abendessen und ein regulierter Medienkonsum hilfreich. Bei alltäglichen Tätigkeiten wie dem Tischdecken etwa können Eltern mit Sätzen wie Ich hole die Gläser, du bringst die Teller den Kinder grammatikalische Strukturen und Grundsätze des Dialogs vermitteln. Auch grundsätzliche Redewendungen wie Bitte, Danke, Grüßen und die Ansprache mit Namen sollten Kinder als Basis für die Wertschätzung des Gegenübers – eigentlich selbstverständlich - von den Eltern lernen.

Singspiele und Reime

Hilfreich sind zudem Alltagssituationen wie Einkaufen oder das gemeinsame Lesen bzw. Vorlesen unterstützen den Spracherwerb. Kinder sollten dabei nicht bei Fehlern korrigiert werden, sondern das falsch gesprochene Wort im eigenen Satz korrekt wiederholt werden. Ein Beispiel: Wenn das Kind immer taufen statt kaufen sagt, ist ein sinnvoller Satz zur Korrektur: Ja, genau, wir kaufen jetzt Nudeln. Logopäden empfehlen Regeln und Strukturen. Zur Vorbereitung auf das Schreiben lernen etwa können Wörter mit mehreren Silben getrennt werden und die Silben mit den Fingern mitgezählt werden, wie bei Erdbeere, Erd-bee-re. Auch regelmäßige Singspiele, Fingerreime oder Spiele mit Klatschen und Bewegungen fördern den Spracherwerbdurch die zahlreichen Wiederholungen. Auch Memory oder „Ich packe meinen Koffer“ sind perfekte Spiele, die den Spracherwerb fördern, aber auch Konzentration und Gedächtnis.

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