Smartphones bei Kindern
von Newsredaktion
Experten und Eltern sind sich uneinig darüber, ob Smartphones Platz im Kinderzimmer haben sollten oder nicht. Doch die Kinder- und Jugendärzte raten aufgrund einer neuen Studie, Kindern und Jugendlichen erst ab 12 Jahren ein Smartphone zu erlauben, da übermäßiger Gebrauch krank machen kann.
Smartphones und die Folgen
Folgen können unter anderem fehlende Konzentration, Zappeligkeit und Übergewicht sein. Zu dem Schluss kommt die Bundesdrogenbeauftragte. Nicht neu ist, dass Experten und Pädagogen zu Grenzen und festen Regeln raten.
Beeinträchtigungen der Konzentration können bei 2 bis 5-Jährigen dreimal höher sein als normal und bei 8 bis 13-Jährigen sechsmal höher. Zudem besteht das Risiko einer motorischen Hyperaktivität und einer Hemmung der Sprachentwicklung. Selbst bei Neugeborenen und Säuglingen konnten vermehrt Bindungsstörungen entstehen, wenn Mütter bei der Betreuung ständig aufs Handy starren. Die Studie basiert auf Untersuchungen von etwa 80 Praxen von Kinder- und Jugendärzten. Die Teilnehmer füllten dazu Fragebögen zur Nutzung des Smartphones aus. Weil das Smartphone heute viel verbreiteter ist, sind die Folgen riskanter und häufiger als etwa bei Computerspielen. Daher raten viele Kinder- und Jugendärzte dazu, Kindern erst ab 12 Jahren Zugang zum eigenen Smartphone zu gewähren.
Stressfaktor für Kinder
Medien-Pädagogen ergänzen dabei auch den Stressfaktor für etwa 8- oder 10-Jährige, da das Smartphone teuer und wertvoll ist und damit nicht verloren oder gestohlen werden sollte. Das könnte die Kinder überfordern. Der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest hat in seiner KIM-Studie erfasst, dass 67 Prozent der Kinder zwischen 6 und 13 Jahren ein Smartphone nutzen. Sie verschicken Nachrichten, nutzen das Internet oder Apps.
Regeln und Kontrolle
Eltern sollten sich z.B. beim Elternabend zusammentun und gemeinsam Bedenken äußern, damit der Wunsch der Kinder nach einem eigenen Smartphone nicht schon in der 5. oder 6. Klasse aufkommt. Doch heute ist das in einigen Fällen schwer zu vermeiden. Falls das Kind doch ein Smartphone bekommt, sind feste Regeln wie vereinbarte Zeiten wichtig. Außerdem sollten Kinder die Freizeit auch aktiv nutzen, also Sport treiben, mit anderen Kindern spielen, draußen Zeit verbringen und ähnliches. Außerdem gibt es Möglichkeiten für den Jugendschutz, damit Kinder altersgerechte Angebote nutzen. Zudem sollten Eltern Chats mitlesen, um etwa Cyber-Mobbing einzudämmen.
