Reform der Pflegeberufe soll auch Bedürfnisse der Kinder und Jugendliche berücksichtigen
von Newsredaktion
Die Bundesregierung hat sich auf eine Reform der Ausbildung für Pflegeberufe geeinigt. Dazu wurden jetzt Details bekannt. Daher forderten der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte, aber auch Fachverbände und Elternorganisationen, dabei nicht die speziellen Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen aus zu verlieren.
Reform der Ausbildungsberufe
Die zentrale Forderung der Mediziner betreffen aber nicht nur die besonderen Interessen erkrankter Kinder und Jugendlicher, sondern auch die baldige Veröffentlichung der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung, um die Reform der Pflegeberufe-Ausbildung tatsächlich fachlich beurteilen zu können. Die Reform sieht zum Beispiel die Abschaffung der Ausbildung zur Krankenpflege vor. Sie soll durch eine allgemeinere Pflegeausbildung ersetzt werden. Die Absolventen dieser Ausbildung wären künftig auch dazu berechtigt, Kinder zu pflegen. Die Berufe zur Altenpflege und Kinder-Krankenpflege sollen in ihrer Form erhalten bleiben. Die nötige Qualifikation soll eine zweijährige generalistische Ausbildung sowie eine zusätzliche separate einjährige Ausbildung. Die neuen Regelungen sollen ab den Ausbildungsjahrgängen 2019 eingeführt werden. Allerdings stehen noch weitere konkrete Details aus.
Spezialisierung für Therapie, Diagnostik und vieles mehr
Die Kinder- und Jugendärzte setzen sich seit längerer Zeit dafür ein, dass auch nach einer Ausbildungsreform die Eigenständigkeit der Kinderkrankenpflege erhalten bleibt. Vor allem die Rücksicht auf die besonderen Bedürfnisse und die notwendige hochwertige Qualität müsse gewährleistet werden. Die gute Qualifikation in der Kinderpflege hat in den letzten Jahren dazu beigetragen, dass die Kinder- und Jugendmedizin große Erfolge für die Gesundheit der Kinder und Jugendlichen erzielen konnte. Das betrifft vor allem Aspekte wie Prävention, Früherkennung, Diagnostik, aber auch Therapie, Forschung und Weiter-Entwicklung. Die dazu notwendige Spezialisierung war bisher in der sehr anspruchsvollen Ausbildung zur Kinderkrankenpflege-Fachkraft gewährleistet.
Evaluation mit Politik
Wenn den Vertretern der Kinder- und Jugendmedizin die Details vorliegen, soll es mit der Politik eine Evaluation der geplanten Reform geben. Für die Kinder- und Jugendärzte, aber auch für Fachverbände und Organisationen der Eltern ist es wichtig, dass auch künftig die hohe Qualitätsstandards der Ausbildung zu Gunsten der Kinder und Jugendlichen erhalten bleiben und die medizinische Versorgung und Pflege nicht gefährdet wird.
