Rechtsstreit um gute Noten

von Newsredaktion

Rechtsstreit

Immer mehr Eltern wenden sich an einen Anwalt, um für ihre Kinder gute Noten zu erstreiten. Viele Eltern geben dabei vor allem den Lehrern die Schuld und gehen daher vor Gericht. So wurden etwa aktuell in Bayern die Übergangszeugnisse übergeben. Viele Eltern erwarten damit eine Empfehlung für das Gymnasium als weiterführende Schule. Bleibt die aus, kommt es nicht selten zu einem Rechtsstreit.

Streitfälle vor Gericht nehmen zu

Das Beispiel in Bayern zeigt, dass die Fälle vor Gericht weiter zunehmen, in denen es um die Schulnoten und Empfehlungen der Kinder geht. So hat etwa die Rechtsabteilung des Bayrischen Lehrerinnen- und Lehrerverbands nicht nur drei Mitarbeiter, wie noch vor gut zwanzig Jahren, sondern inzwischen über 15 Mitarbeiter. Vor Gericht kommt es dann häufig zu Fällen, in denen Eltern und Lehrer um eine halbe Note streiten. Längst geht es dabei den Eltern nicht nur einfach darum, dass das Kind überhaupt auf das Gymnasium kommt und dann auch im Idealfall das Abitur schafft, sondern es geht auch um jeden einzelnen Punkt, um den Notendurchschnitt.

Kontrolle der Lehrer

Viele Eltern greifen dabei zu drastischen Mitteln, bis zu juristischen. Wenn Eltern über eine Rechtsschutzversicherung verfügen, fällt der Gang zum Anwalt leicht. Sie versuchen, die Lehrkräfte zu desavouieren, kontrollieren peinlich genau, welche Hausaufgaben er vergibt, wie die Klausuren gestaltet sind, ob Tests etc. rechtzeitig angekündigt wurden, und ob er pünktlich ist oder während des Unterrichts mit dem Handy telefoniert. Dabei müssen Lehrer z.B. sehr genau die mündlichen Noten mit Thema und Datum dokumentieren. In einigen Fällen lassen Schulleitung und Schulamt dann die Lehrer auch damit allein, statt sich hinter die Lehrkräfte zu stellen.

Auseinandersetzungen schaden Kindern  

Wenn Kinder ungerecht behandelt werden, sollten Eltern das natürlich nicht klaglos hinnehmen, dennoch sollten sie dabei Maß und Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, um dem Kind nicht zu schaden. Denn unter solchen Auseinandersetzungen leidet das Verhältnis zwischen Schülern und Lehrern. Experten kritisieren auch, dass Lehrer oft nicht gut genug auf solche möglichen Streitfälle vorbereitet werden. Dazu kommt, dass viele Eltern fürchten, dass den Kindern mit schlechten Noten und womöglich ohne Abitur die berufliche Zukunft verbaut ist. Außerdem entscheiden in einigen Bundesländern wie in Bayern die Lehrer über die Schulempfehlung zur weiterführenden Schule, und nicht die Eltern wie in anderen Bundesländern.

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