Psychische Probleme hängen oft mit körperlichen Beschwerden zusammen
von Newsredaktion
Wissenschaftler aus der Schweiz und aus Deutschland haben herausgefunden, dass es offenbar einen engen Zusammenhang zwischen psychischen Problemen und körperlichen Beschwerden oder Erkrankungen gibt. So hängen Depressionen in vielen Fällen auch mit Magenbeschwerden zusammen, Angstzustände oft mit Hautproblemen.
Psychologen entdecken Zusammenhang
Psychologen der Universitäten Basel und Bochum konnten einen evidenten Zusammenhang zwischen psychischen Problemen und körperlichen Beschwerden herstellen. Ein Beispiel dafür sind etwa Arthritis und Erkrankungen des Verdauungstraktes und Depressionen. Hauterkrankungen hängen demnach häufig mit Angststörungen und Angstzuständen zusammen. Dabei beeinflussen sowohl die körperlichen Erkrankungen wie auch die psychischen Belastungen die Kinder in ihrer Lebensqualität. Mediziner verweisen dabei auch auf die langfristigen Folgen für das Gesundheitssystem. Wenn Kinder und Jugendliche häufig unter körperlichen und psychischen Problemen leiden, beeinträchtigt das langfristig die Entwicklung und die Gesundheit der Kinder.
Enge Verbindung von Psyche und Körper
Dazu haben die Forscher Daten von etwa 6.500 Jugendlichen aus den USA im Alter zwischen 13 und 18 Jahren untersucht. Dabei ging vor allem um die zeitliche Nähe der körperlichen und psychischen Beschwerden. Neben den erwähnten Beispielen oben konnten Angststörungen häufig festgestellt werden, wenn eine Herzerkrankung vorlag. Enge Verbindungen scheint es auch bei Epilepsie und späteren Essstörungen zu geben.
Beispiel Epilepsie und Essstörungen
Damit weisen die Forscher wichtige kausale Zusammenhänge zwischen psychischen Erkrankungen und körperlichen Beschwerden nach. Dies weist auf Prozesse hin, die die Ärzte für die Entstehung und Behandlung der psychischen wie körperlichen Erkrankung nutzen können. Das Beispiel der Epilepsie zeigt: Bisher konnten nur Einzelfälle nachgewiesen werden. Nun scheint bei einigen Jugendlichen neben der Epilepsie auch häufig eine Essstörung vorzuliegen. Das kann Ärzten helfen, neue und vor allem wirksame Behandlungsansätze zu finden, die in diesem Fall sowohl die Epilepsie wie auch die Essstörung ansprechen.
Die Studie bietet wertvolle Erkenntnisse und unterstreicht die alte Forderung viele Kinder- und Jugendärzte und Psychologen, dass bei Kindern und Jugendlichen die Behandlung psychischer Auffälligkeiten und körperlicher Beschwerden eng aufeinander abgestimmt werden sollte.
