Weitere Erziehungs-News

PISA-Studie mit neuen Ergebnissen

von Newsredaktion

PISA-Studie

Die OECD hat einen neuen Bericht zur PISA-Studie herausgegeben. In Deutschland gibt es viele Fortschritte, vor allem im Bereich der Förderung leistungsschwacher Kinder. Dennoch geben die aktuellen Ergebnisse keinen Anlass zur uneingeschränkten Freude. Denn viele Schüler können zum Teil selbst sehr einfache Aufgaben nicht bewältigen.

Frühkindliche Diagnostik und Förderung

Im Vergleich zu den Ergebnissen aus dem Jahr 2003 hat sich in Deutschland viel getan. Zu diesem Schluss kommt Andreas Schleicher, der PISA-Koordinator der OECD. Er meint damit vor allem die Verbesserungen bei der Förderung leistungsschwacher Schüler. Dazu haben verschieden Maßnahmen wie frühkindliche Diagnostik und spezielle Förderung beigetragen. Damit werden die Lernschwächen der Kinder früher erkannt und können gezielt gefördert werden.

Scheitern an einfachen Aufgaben

Gleichwohl scheitern viele Schülerinnen und Schüler selbst bei den einfachsten Aufgaben. 12 bis 18 Prozent der 15-Jährigen Schüler haben demnach erhebliche Defizite in Mathematik, im Lesen und in den Naturwissenschaften. Diese wichtigen Grundkenntnisse sind jedoch relevant für die moderne Gesellschaft und die Teilhabe am Alltag und in der Berufswelt. Die Schüler hatten zum Teil Schwierigkeiten, Euro in Dollar umzurechnen oder Diagramme und Texte zu lesen und zu verstehen.

Konsequenzen für die Wirtschaft

Experten rechnen vor, dass dies auch erhebliche Konsequenzen für die Wirtschaft hat. Durch die schlechte Bildung entsteht damit ein volkswirtschaftlicher Schaden von über 3 Billionen Euro. Die PISA-Studie belegt aber auch, dass vor allem Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Familien gefährdet sind, schwache Leistungen in der Schule zu erreichen und damit schlechte Chancen am Arbeitsmarkt haben. Ähnliches gilt auch für Schüler, die in ländlichen Gebieten leben oder keine frühkindliche Erziehung oder Förderung erhalten haben.

Weitere Anstrengungen gefordert

Als Konsequenz fordert die OECD nun, verstärkt auf die Förderung leistungsschwacher Kinder zu setzen und hier die Anstrengungen noch mehr zu verstärken. Dies gilt insbesondere für sozial schwache Familien und Kinder auf dem Land. Erfolge wurden vor allem zwischen 2003 und 2009 erzielt, doch seither herrscht Stillstand. Eine Erklärung gibt es dafür nicht. Vor allem in der aktuellen Situation mit zahlreichen Flüchtlingen. So hält Schleicher nichts von den Willkommens-Klassen. Viel effektiver wären die Integration und die Möglichkeit, die deutsche Sprache zu lernen, im „normalen“ Unterricht.

Weitere Erziehungs-News

Transparenzhinweis: Zur visuellen und textlichen Unterstützung unserer redaktionellen Arbeit verwenden wir teilweise KI-generierte Bilder und Texte. Alle Inhalte werden vor der Veröffentlichung sorgfältig geprüft.