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Neue Umfrage, wie Kinder die Karriere beeinflussen

von Newsredaktion

Karriere

Eine neue Forsa-Umfrage unter Berufstätigen zeigt, wie schwierig es nach wie vor ist, Familie, Kinder und Beruf zu vereinbaren. Bei der Umfrage wurden Männer wie Frauen befragt, vier von zehn Berufstätigen, etwa 41 Prozent, waren dabei der Ansicht, dass Kinder die Karriere negativ beeinflussen. Doch die Umfrage macht auch Unterschiede zwischen Männern und Frauen deutlich.

Einfluss der Kinder auf die Karriere

Differenziert man die Ergebnisse der Umfrage und betrachtet nur die Angaben der Frauen, zeigt sich ein anderes Bild. Dann geben gut 61 Prozent der Frauen oder zwei von vier der Arbeitnehmerinnen an, dass Kinder die Karriere ungünstig beeinflussen, bei den Männern sind es drei von zehn der Befragten, etwa 28 Prozent. Insgesamt ein Drittel der Befragten gab im Umkehrschluss an, dass sich Kinder und Familie positiv auf die berufliche Laufbahn auswirken. Die übrigen Befragten nehmen an, dass Kinder keinerlei Einfluss auf die Karriere haben. Bei der Umfrage wurden vor allem Fach- und Führungskräfte befragt.

Beispiele für Vereinbarkeit?

Das entspricht auch dem allgemeinen Trend in Deutschland, nach dem Frauen durchschnittlich 1,47 Kinder bekommen, also in der Regel ein oder zwei Kinder haben. Doch würde es auch anders gehen? Das aktuelle Beispiel der Vorstandsvorsitzenden der Berliner Verkehrsbetriebe, Sigrid Nikutta, bestätigt das. Die Führungskraft erwartet ihr fünftes Kind und vereinbart Familie und Beruf offensichtlich erfolgreich. Auch Politikerinnen wie Kristina Schröder, Manuela Schwesig und Andrea Nahles zeigen, dass sie ihrer Tätigkeit auch mit Familie nachgehen können Doch viele Experten gehen nach wie vor davon aus, dass Kinder die Karriere vor allem der Frauen hemmen und auf Kosten der Arbeitskraft gehen. Müssen sich Frauen nun zwischen Kindern und Familien und dem Beruf entscheiden, oder geht beides? Noch immer ist es nicht alltäglich und normal, so der Eindruck.

Social Freezing

Eine Entwicklung in den USA lässt daran ebenfalls zweifeln. Spitzenunternehmen wie Facebook oder Apple wollen Karriere und Familienplanung kontrollieren und übernehmen daher für junge weibliche Führungskräfte die Kosten für das so genannte Social Freezing, also das Einfrieren ihrer Eizellen. So stehen die Mitarbeiterinnen in jungen Jahren dem Unternehmen voll zur Verfügung. Die Familie soll dann später folgen. Das bestätigt, dass in vielen Bereichen Kinder als Karriere-Hindernis angesehen werden.

So wird deutlich, dass Kinder selbst bei optimaler Betreuung durch Familienangehörige oder im Kindergarten eben tatsächlich den Berufsalltag der Arbeitnehmer beeinflussen. Denn Kinder wollen und brauchen auch die Zeit mit den Eltern. Ein Elternteil ist meist gezwungen, die Karriere hintenanzustellen. Kristina Schröder hat ihr Minister-Amt aufgegeben, der Ehepartner von Sigrid Nikutta hat bis jetzt das Groß der Kindererziehung übernommen.

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