Mehr Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung in Berlin

von Newsredaktion

Kinderbetreuung

Aus Berlin kommen gute Nachrichten für Eltern von Kleinkindern, denn der Senat hat den Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung in der Hauptstadt ausgeweitet. In 2018 gibt es aber noch weitere Änderungen, etwa die Begrenzung der Zusatzbeiträge.

Künftig Recht auf sieben Stunden Kinderbetreuung

Ab 1. Januar 2018 haben die Eltern nun mehr Rechtsanspruch für die Kinderbetreuung ihres Nachwuchses. So haben Kinder künftig Anspruch auf eine siebenstündige Tagesbetreuung in einer Kita oder in einem Kindergarten. Bisher waren fünf Stunden zugesichert. Der Bedarf für eine längere Betreuungszeit musste nachgewiesen werden. Der Nachweis ist nun bei einem Bedarf von mehr als sieben Stunden erforderlich. Damit werden die Rechte der Eltern gestärkt und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird verbessert. Außerdem werden die Zuzahlungen zur Kinderbetreuung durch die Einrichtungen nun gesetzlich begrenzt.

Zusätzliche Leistungen extrem teuer

Zum Teil horrende Beiträge von bis zu mehreren hundert Euro im Monat schlossen bisher viele Kinder von der Kinderbetreuung aus. Eine Obergrenze soll das ab August 2018 verhindern. Dabei geht es vor allem um zusätzliche Zahlungen für gesundes Bio-Essen oder zusätzlichen Musikunterricht und ähnliches. Weil viele Eltern Angst hatten, den Kita-Platz zu verlieren, haben sie die hohen Beiträge widerwillig bezahlt.

Bisherige Beiträge abhängig vom Einkommen

Bis zum Sommer müssen Eltern noch einkommensabhängig Beiträge zahlen. Fünf Jahre vor dem Schulbeginn sind bereits beitragsfrei, allerdings müssen Eltern Zusatzbeiträge für Essen und ähnliches leisten. In Berlin gibt es aktuell etwa 170.000 Kita-Plätze für Kleinkinder. In der Hauptstadt ist der Bedarf jedoch groß und nimmt stetig weiter zu. Berlin wächst, sodass sich das auch bei den Kleinsten im Kindergarten bemerkbar macht. Das Land Berlin investiert derzeit in die Kinderbetreuung rund 1,5 Milliarden Euro im Jahr.

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