Lob und Kritik bei Kindern

von Newsredaktion

Lob

Wenn Kinder etwas gut und richtig machen oder es Anlass zu Tadel und Kritik gibt, finden viele Eltern nicht die richtigen Worte. Lob und Kritik ist für Kinder jedoch wichtig, denn die Rückmeldung fördert das Selbstbewusstsein der Kinder. Das gilt natürlich vor allem für Lob, Bestätigung und Ermutigung.

Kinder vergleichen sich

Kinder fangen bereits im Kindergarten an, sich mit anderen zu vergleichen. Dann geht es um die Frage, ob die anderen Kinder besser springen, laufen, basteln oder lesen. Kinder bemerken, ob andere Kinder mehr oder häufiger gelobt werden. Auch den Kindern geht es bereits früh um Anerkennung. Eltern fragen sich daher oft, wie sie Kritik und Lob im richtigen Maß anbringen, damit Kinder gestärkt werden und auch mit Niederlagen gut umgehen lernen. Wissenschaftler der Universität Augsburg haben herausgefunden, dass hier Kommunikation sehr wichtig ist. Viele Faktoren bestimmten das Selbstbewusstsein, unter anderem die Frage, was kann ich gut oder was kann ich nicht. Besonders Kinder sind auf Rückmeldung der Erwachsenen angewiesen, da sie die eigenen Fähigkeiten schlecht wahrnehmen können.

Meinung der Kinder ernst nehmen

Bei Lob und Kritik kommt es vor allem auf die richtigen Worte an, so die Experten. Wenn Kinder ein Bild gemalt haben, sollten Eltern nicht einfach sagen, das Bild gefällt oder gefällt nicht. Vielmehr sollten sie darauf hinweisen, was konkret am Bild positiv ist und gefällt. Viele Kinder überschätzen ihre Leistungsfähigkeit. Kinder geben daher nicht so schnell auf, wenn es schwieriger wird. Zudem sollten Eltern die Meinung des Kindes ernst nehmen. Eltern sollten also Interesse zeigen und zum Beispiel nachfragen, wie das Kind die schwere Mathe-Aufgabe gelöst hat. So kann das Kind die Zufriedenheit oder Unzufriedenheit mit sich selbst äußern. Kinder haben nichts davon, das Bild schönzureden, wenn es dem Kind nicht gefällt. Kinder sollten erklären, warum das Bild nicht gefällt, Eltern können dann ergänzen, dass sie es dennoch positiv bewerten, dass sich das Kind so viel Mühe und Arbeit gemacht hat.

Lob und Kritik in Augenhöhe

Kinder profitieren also vom so genannten prozessorientiertem Lob, nicht vom ergebnisorientierten Lob. Wichtig sind also Lob und Anerkennung der Versuche und nicht des reinen Ergebnisses. Grundsätzlich sollten Eltern vor allem ehrlich und spontan loben. Früh genug werden Kinder mit hohen Erwartungshaltungen und enormen Leistungsanforderungen konfrontiert. Viele Kinder haben damit Schwierigkeiten oder verweigern sich. Kinder sollten liebevoll ermutigen, damit Kinder feststellen, ich kann das doch.

Wenn es Probleme gibt, gilt es, diese auf Augenhöhe mit den Kindern zu besprechen und zu lösen. Ruhe und Geduld führen zum Ziel. Denn die Konfliktkultur in der Familie beeinflusst das Selbstwertgefühl der Kinder. Wichtig ist, dass ein Streit nicht wegen jeder Kleinigkeit eskaliert, wichtig ist eine ruhige Gesprächskultur. Einfach Schimpfen und laut werden, bringt nicht weiter. Stattdessen sollten Kinder vermittelt bekommen, warum etwas schiefgelaufen ist. Auch die Stimme sollte ruhig und milde klingen, auch wenn die Eltern vielleicht verärgert sind. Wenn Kinder etwa schlechte Noten erhalten, sollten Eltern das Gefühl vermitteln, dass das nicht gut ist, aber dass es um die Sache geht und nicht um das Kind als Person.

 

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