Lernen in den Ferien
von Newsredaktion
Aktuell genießen viele Schüler die Pfingstferien im Urlaub am Strand oder auf Balkonien. Doch einige Schüler nutzen die Ferien nicht für Erholung und Faulenzen, sondern für das Lernen. Eine Umfrage besagt, dass knapp 60 Prozent der Schüler in den Ferien pauken müssen, um das Klassenziel zu erreichen. Etwa 33 Prozent der Eltern bestätigen, dass ihre Kinder das Lernen in den Ferien nötig haben.
Erholung und Abschalten in den Ferien
Experten wie Psychologen, Kinder- und Jugendärzte oder auch Pädagogen plädieren mehrheitlich dafür, dass die Ferien grundsätzlich für Urlaub und Erholung da sein sollten. Doch der Druck auf die Schüler ist inzwischen immens, sodass viele Schüler nicht mehr ohne Nachhilfe und Pauken in den Ferien zurechtkommen. Vor allem leistungsschwache Schüler benötigen die Ferien zum Abschalten. Dabei gibt es auch Ausnahmen, vor allem nach längeren Auszeiten durch Krankheit oder für Nachprüfungen. Die Experten raten dazu, vor allem die Oster- und Weihnachtsferien wirklich schulfrei zu lassen. Zeit zum Nachholen ist in den Sommerferien, sodass die Kinder lernen, aber auch Freizeit oder Urlaub genießen können. Günstig ist das letzte Drittel der Ferien, wenn die Kinder erholter und wieder motiviert sind.
Allein lernen oder Nachhilfe
Auch die Menge ist dabei von Bedeutung. Schüler sollten nach einem maßvollen Plan lernen, den sie einhalten. Je nach Alter empfehlen Experten ein bis zwei Stunden Lernen am Tag. Kleine Einheiten bringen zudem schneller Lernerfolg und bleiben besser im Gedächtnis. Auch der Stoff sollte gezielt ausgewählt werden. Am besten klären Schüler und Eltern mit dem Lehrer ab, wo genau Defizite und Wissenslücken vorhanden sind. Diese können dann gezielt aufgearbeitet werden. Außerdem lernen Kinder am besten allein und eigenständig oder mit Unterstützung eines kompetenten Nachhilfelehrers. Nachhilfeschulen und Lerncamps bieten zudem Ferien-Intensivkurse an. Diese sind unter Umständen teuer und nicht für jeden Schüler geeignet. Denn hier wird meist in Gruppen gelernt.
Mehrheit paukt in den Ferien
Gerade in den Ferien bietet es sich an, das Lernen mit Alltagssituationen zu verbinden, etwa Kuchen backen (Zutaten genau abmessen) oder Einkaufen (Kopfrechnen). So wird das Lernen praxisnaher und greifbarer. Ideal ist das Vokabeln lernen und Sprechen vor Ort, also im Urlaub in Großbritannien, den USA, Frankreich oder Spanien, je nach Sprache. Eine repräsentative Umfrage von Forsa ergab, dass etwa 60 Prozent der deutschen Schüler in den Ferien in die Schulbücher schauen müssen, 38 Prozent können sich komplett ohne Lernen erholen. Die Kinder wollen dabei vor allem den Stoff festigen und Verpasstes Nachholen, sowie sich auf das nächste Schuljahr vorbereiten. Die Mehrheit von 72 Prozent lernt mit Unterstützung der Familie, 24 Prozent zusammen mit Freunden und acht Prozent mit einem Nachhilfelehrer.
