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Kritischer Hebammen-Mangel

von Newsredaktion

Hebammen

Mit einem außergewöhnlichen Post auf Facebook weist eine Hebamme auf den kritischen Personalmangel unter Hebammen hin. Sie rät online dazu, mit der Zeugung eines Kindes noch bis nach Ostern zu warten.

Probleme, Hebammen zu finden

Was etwas skurril und lustig klingt, hat einen ernsten Hintergrund. Was steckt dahinter, warum sollten Paare im Frühjahr nicht ihren Kinderwunsch in die Tat umsetzen? In Deutschland geht in den letzten Jahren die Zahl der hauptberuflichen Hebammen stets zurück. Viele Schwangere haben die größten Schwierigkeiten, eine Hebamme zu finden. Dazu kommt, dass der Mangel an Hebammen saisonal noch verstärkt wird. Wenn Paare nun also in diesen Tagen und Wochen ein Kind zeugen, kommt das Kind etwa Dezember oder Januar zur Welt. Das Problem ist, dass um Weihnachten und Silvester das Personalproblem besonders groß ist.

Vor allem freiberufliche Hebammen benötigen die Zeit um Weihnachten und den Jahreswechsel auch für sich und ihre Familien und daher weniger Schwangere betreuen. Dazu kommt, dass in den Kliniken an den Feiertagen nur eine Notbesetzung tätig ist. Hebammen appellieren daher an die Paare, beim Kinderwunsch auch daran zu denken, um eine professionelle Betreuung und sichere Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett zu gewährleisten.

Hebammen-Mangel in Deutschland

Schon seit einigen Jahren ist der Mangel an Hebammen ein großes Problem. Die Geburtshelferinnen kritisieren ein schlechtes Gehalt und eine große Überlastung durch die Betreuung zu vieler Schwangerer. Dazu kommt, dass viele Geburtskliniken ihre Kreissäle schließen. Zudem können sich viele freiberufliche Hebammen die horrenden, stetig gestiegenen Versicherungsbeiträge zur Berufshaftpflichtversicherung aufbringen. Viele entscheiden sich daher zwangsläufig dazu, ihren Beruf aufzugeben. Für Mütter und  Babys hat das zur gefährlichen Folge, dass sie keine professionelle Betreuung finden.

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