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Kranke Kinder nicht in Kita geben

von News

Kita

Kranke Kinder sollen nicht in die Kita gebracht werden. Dies findet unter anderem das Deutsche Rote Kreuz (DRK). Margit Hlouschek, Abteilungsleiterin beim Deutschen Roten Kreuz für den Bereich Kinder, Jugend und Familie, betont, dass ein “krankes Kind nicht in den Kindergarten gehöre.“ Einerseits können durch das Virus oder das Bakterium andere Kinder angesteckt werden, andererseits aber auch die Mitarbeiter der Kindertagesstätte beziehungsweise des Kindergartens.

 

Hohe Krankenstände beim Kita-Personal

In der aktuellen Krankenstatistik von Kindertagesstätten ergeben sich teilweise Spitzenwerte hinsichtlich des kranken Personals. Ein Krankenstand von 36,5 Prozent ist dabei durchaus keine Ausnahme. Zudem sieht Hlouschek auch die Gesundheit des kranken Kindes in Gefahr. Denn ein krankes Kind braucht Ruhe um wieder gesund werden zu können. Insbesondere die im Verhältnis zum gesunden Zustand notwendige Zuwendung kann aufgrund des Betreuungsschlüssels von den Erziehern nicht geleistet werden. Zudem sind die Erzieherinnen und Erzieher nicht befugt, Medikamente zu verabreichen.

 

Kita-Vorschriften regeln Ausschluss von kranken Kindern

In den Regeln der einzelnen Kindertagesstätten finden sich ausnahmslos Passagen, die festlegen, dass ein Kind nicht in die Betreuungseinrichtung gebracht werden darf, wenn eine akute Erkrankung wie beispielsweise Durchfall oder eine ansteckende Erkrankung vorliegt. Ein Kind mit einem Magen-Darm-Infekt darf also unter keinen Umständen in die Betreuungseinrichtung gebracht werden. Wenn die Eltern den Betreuungsvertrag unterschreiben, verpflichten sich diese dazu, die Regeln einzuhalten. Viele Eltern setzen sich jedoch über diese Regeln hinweg, weil sie selbst berufstätig sind und oftmals keine Betreuung für das Kind haben. Andererseits sollten sich betroffene Eltern die Frage stellen, ob Sie es Ihrem eigenen Kind zumuten würden, in die Kindertagesstätte gebracht zu werden, wenn andere Eltern ihr krankes Kind dort abgeben und sich wiederum das eigene Kind ansteckt. Insoweit ist alles nur eine Frage des jeweiligen Standpunktes.

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