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Kindersterblichkeit weit verbreitet

von Newsredaktion

Kindersterblichkeit

Jährlich sterben weltweit etwa sechs Millionen Kinder im Kleinkindalter bis zu fünf Jahren. Betroffen sind zum großen Teil Kinder aus nur wenigen Ländern, hauptsächlich in Asien und Afrika. Das geht aus einer Erhebung im Fachmagazin The Lancet hervor.

UNO-Ziel verfehlt

In einigen Ländern der Welt ist die Kindersterblichkeit noch immer ein großes Problem. So sterben dort die Kinder meist bereits vor ihrem fünften Geburtstag zum Beispiel aufgrund von Krankheit, Unterernährung oder Krieg. Das Fachmagazin The Lancet hat dazu festgestellt, dass 60 Prozent der sechs Millionen Kinder, die zu früh sterben, vor allem aus fünf Ländern in Asien und fünf Ländern in Afrika stammen. Damit hat die UNO ihr Ziel verfehlt, dass im neuen Millennium zwischen 2000 und 2015 die Kindersterblichkeit um zwei Drittel senken zu wollen. In Afrika sind laut den Wissenschaftlern vor allem Angola, die Demokratische Republik Kongo, Äthiopien, Nigeria und Tansania am schlimmsten betroffen. Hier machen die Forscher als häufigste Todesursache vor allem die Lungenentzündung aus. In Asien sind vor allem Ländern wie Bangladesch, China, Indonesien, Indien und Pakistan betroffen. Eine der häufigsten Todesursachen der Kinder sind hier Komplikationen bei der Geburt bzw. Frühgeburten.

Forderungen der Wissenschaftler

Daher fordern etwa Wissenschaftler und Ärzte der John Hopkins Bloomberg School for Public Health für diese Länder höhere Investitionen. Wichtig wären dabei vor allem Prävention und bessere medizinische Versorgung vor allem für Erkrankungen wie Malaria, Lungenentzündung und Durchfall. Außerdem müssten die Wasserversorgung und sanitäre Anlagen verbessert werden. Anders sieht es in reichen Ländern aus. In Ländern wie den USA sterben weniger als zehn von 1.000 Kindern vor dem fünften Lebensjahr. In den betroffenen Ländern in Afrika und Asien sind es häufig 90 und mehr. Hohe Sterblichkeitsraten wurden vor allem für die Ländern Angola, die Zentralafrikanische Republik, Tschad, Mali, Nigeria, Sierra Leone und Somalia festgestellt.

Dennoch können auch Fortschritte festgestellt werden. So ist zwischen 2000 und 2015 die Kindersterblichkeit insgesamt um vier Millionen gesunken. So überleben heute 35 Kinder von 1.000 mehr die Geburt. Das bedeutet einen Rückgang von 53 Prozent. Leider wären die Erfolge jedoch weltweit sehr ungleich verteilt.

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