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Kinder und ihre Sportlichkeit fördern

von Newsredaktion

Sport

In einer neuen Testreihe wollen Schulbehörden und der Stadtsportbund in Krefeld die Motorik und Beweglichkeit von Kindern mit Hilfe verschiedener Übungen testen.

Übungen und Laufen für die Studie

Im Rahmen des Landesprogramms KommSport sollen Schüler der zweiten Klasse auf ihre motorische Fitness getestet werden. In der Sporthalle der Schule sehen sich Lehrer, Vertreter des Schulamts und des städtischen Sportbundes die Schüler bei verschiedenen Übungen an. In Kleingruppen absolvieren die Schüler jeweils sieben Übungen aus Sprint, Standsprung, Kraftübungen wie Sit-Ups oder Liegestützen sowie Balance-Übungen. So werden schnell die Fähigkeiten und Defizite der Schüler deutlich. Entsprechend der Stärken und Schwächen sollen dann spezifische Sportangebote erarbeitet werden. Die Testreihe wird von Zwölftklässlern aus dem Bereich Freizeitsportleiter des Berufskollegs Vera Beckers geleitet. Sie erläutern die Übungen und dokumentieren die Ergebnisse der Schülerinnen und Schüler der zweiten Klasse. Zum Schluss müssen die Grundschüler einen Lauf von sechs Minuten mit einer Länge von etwa 55 Meter absolvieren. Die Testleiter dokumentierten dabei die Rundenzahl der Kinder und geben die Daten zur Auswertung an die Universität Duisburg-Essen weiter. Ein auffälliges Ergebnis dabei war, dass viele Kinder nicht die Kondition für diesen Lauf von sechs Minuten haben.

Testergebnisse und Förderung

Vielen Kindern fiel es schwer, durchzuhalten, und sie konnten die Zeit nicht korrekt einschätzen. Größtenteils jedoch war es um die Ausdauer ordentlich bestellt, Schwachpunkt ist in einigen Fällen auch die Kraft. Allerdings kann man von Grundschülern allzu viele Liegestütze erwarten. Die Testreihe geht auf eine Initiative des Ministeriums für Familie, Kinder und Sport in NRW zurück. Derzeit nehmen knapp 20 Grundschulen an den Tests teil. Vom Projekt profitieren nicht nur die Schüler des Berufskollegs, sondern auch die Grundschüler, die in ihrer Sportlichkeit gefördert werden. Auch die AOK beteiligt sich an dem Projekt. Der Vorteil dabei ist, dass zwar die Defizite der Schüler aufgedeckt werden, gleichzeitig jedoch das Potenzial erkannt wird und die Kinder so individuell sportlich und motorisch gefördert werden können. Auch im nächsten Jahr soll der Test stattfinden. Die Ergebnisse sollen dann einen Vergleich mit den Erkenntnissen aus diesem Jahr ermöglichen. Außerdem ist das Ziel, die Kinder zu mehr Sport und Bewegung zu motivieren und auch das Interesse an einem Sportverein zu wecken.

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