Kinder und die Angst vor Spritzen
von Newsredaktion
Auch Kleinkinder müssen häufig Spritzen über sich ergehen lassen. Wenn Impfungen anstehen, ein Medikament verabreicht werden muss oder Blut abgenommen wird, reagieren viele Kinder mit Angst. Kanadische Forscher haben nun herausgefunden, dass die Reaktion der Eltern hier eine entscheidende Rolle spielt und die Angst sogar noch verstärken kann.
Zahlreiche Kinder mit Angst vor Spritzen und Nadeln
Über die Hälfte der Kinder fürchtet sich vor Spritzen und Nadeln, der Blutabnahme oder der Impfung. Bei einigen Kindern ist die Angst so ausgeprägt, dass sie nach der Injektion unter Schmerzen leiden. Wissenschaftler aus Toronto in Kanada haben nun in einer Studie ermittelt, dass es einen starken Zusammenhang zwischen der Angst der Kinder vor Spritzen und der Reaktion der Eltern besteht. Damit liefert das Verhalten der Eltern einen wichtigen Hinweis auf die Angst der Kinder, etwa im Säuglingsalter oder im Vorschulalter.
Beobachtungen bei den Kindern und ihren Eltern
Die Forscher haben für die Studie Kinder beobachtet. Das Verhalten der Säuglinge oder der Grundschulkinder im Zusammenhang mit Spritzen war dabei ebenso wichtig wie der Umgang der Eltern mit den Kindern sowie deren Reaktion. Auch die Worte, die die Eltern an die Kinder richten, seien sehr wichtig. Die Experten hatten dabei auch die Eltern zu ihrer eigenen Angst vor Spritzen sowie zu ihrer Sorge um die Kinder befragt. Das macht deutlich, dass die Eltern mit ihrem Verhalten etwa bei einer notwendigen Impfung der Kinder großen Einfluss darauf haben, wie die Kinder auf die Spritze reagieren und wie stark die Angst ausgeprägt ist. Das führt wiederum zu dem Schluss, dass die Eltern mit ihrer Reaktion den Kindern auch die Angst nehmen können. Allgemeine Ratschläge der Kinderärzte zielen vor allem darauf ab, die Kinder zu beruhigen, selbst die Ruhe zu bewahren, das Kind abzulenken. Eltern sollten sich auch bewusst machen, ob sie selbst Angst vor Spritzen haben oder nicht.
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