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Kinder leiden unter zu viel Technik

von News

digitale Medien

Nahezu jeder Grundschüler hat mittlerweile ein eigenes Smartphone in der Schultasche. Dreijährige Kinder malen wie selbstverständlich auf dem Tablet. Digitale Medien sind in nahezu jedem Haushalt fester Bestandteil der Wohnungsausstattung. Auch an Schulen und Kindergärten ist die Nutzung mittlerweile Standard. Während Ärzte und Psychologen überlegen, wie viel digitale Technik Kinder verkraften können, fordern Schulpolitiker eine weitere Digitalisierung der Schulwelt.

 

Kinder-Jugendärzte: Deutliche Gesundheitsgefahren durch digitale Medien

Psychologen sehen insbesondere in digitalen Medien die Gefahr, die Entwicklung des Kindes negativ zu beeinflussen. Einige Erziehungswissenschaftler indes sehen in Smartphone und Tablet stattdessen eine gute Möglichkeit, das Lernen zu vereinfachen. Till Reckert vom Berufsverband der Kinder-und Jugendärzte sieht indes in der Nutzung von Smartphone und Tablet “deutliche gesundheitliche und psychologische Beeinträchtigung für Kinder“. Insbesondere warnen zahlreiche Kinder-und Jugendärzte auch davor, dass Eltern teilweise das Smartphone wichtiger ist als der Kontakt zum eigenen Kind. Dass sich die digitalen Medien negativ auf die Gesundheit der Kinder auswirken bestätigen Studien, die ein deutliches Maß an Überforderung, zunehmende Kopfschmerzen eine zunehmende Anzahl psychischer Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen und vermehrte Diagnosen von ADHS bestätigen.

 

Bitkom: 50 Prozent aller Kinder im Alter von zehn bis elf haben ein eigenes Smartphone

Die Studien belegen zudem, dass es einen Zusammenhang zwischen gesundheitlich negativen Folgen und der Nutzung digitaler Medien bei Kindern und Jugendlichen gibt. Die Realität an Schulen und Kindergärten sieht indes anders aus. Dort haben Smartphone & Co. bereits in den Lernalltag Einzug gehalten. Wie der Branchenverband Bitkom bestätigt, besitzt mittlerweile nahezu die Hälfte aller zehn bis elf jähriger Kinder ein eigenes Smartphone. Zwei Drittel der Eltern verbieten allerdings Kindern bis zu elf Jahren das Surfen im Internet, weil die Gefahren den Nutzen nach Ansicht der Eltern überwiegen würden. Weil Kinder und Jugendliche immer mehr digitale Medien nutzen, sinkt gleichzeitig der Bewegungsdrang und dadurch steigen zusätzlich die Gesundheitsgefahren an. Zudem beeinträchtigt das Licht der Monitore die Bildung des Hormons Melatonin, was bei vielen Kindern und Jugendlichen zu Schlafstörungen führt.

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