Keuchhusten Gefahr für Babys
von Newsredaktion
Viele Eltern wissen nicht, dass Keuchhusten für Babys gefährlich ist, da einige Babys nicht zwangsläufig husten und damit ein wichtiges Symptom für die Erkrankung zeigen. Die betroffenen Babys zeigen dagegen häufig Atemnot, bekommen schwer Luft und zeigen blau gefärbte Lippen.
Gefährlich für Babys
Bei Kleinkindern und jüngeren Kindern zeigt sich Keuchhusten meist mit den typischen Symptomen wie bellender, keuchender Husten und Erbrechen. Säuglinge dagegen zeigen häufig die erwähnte Atemnot und in extremen Fällen sogar kurze Atemstillstände. Darauf weist der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte in einer Information hin. Damit ist der Keuchhusten für Neugeborene besonders gefährlich. Viele Babys müssen daher in der Regel im Krankenhaus behandelt werden. Im Jahr 2016 waren drei Säuglinge an Keuchhusten verstorben, über 700 waren infiziert. Heute gibt es zuverlässige Impfungen gegen Keuchhusten, zuvor war Keuchhusten in vielen Fällen tödlich und kostete etwa 10.000 Neugeborenen das Leben.
Hoch ansteckend und unterschätzt
Keuchhusten ist hoch ansteckend und wird über die Luft übertragen. Experten sprechen von der Tröpfcheninfektion beim Sprechen, Niesen oder Husten. Für Säuglinge ist es wichtig, dass sie bis zum eigenen Impfschutz nur mit Personen in Kontakt kommen, die geimpft sind. Wichtig ist, dass die Impfung regelmäßig aufgefrischt wird. Der Impfschutz erfolgt durch die Grundimmunisierung im Rahmen der Sechsfachimpfung sowie durch vier Teilimpfungen. Diese vier Teilimpfungen erfolgen im Alter von zwei, drei, vier und etwa elf bis vierzehn Monaten. Vor der Einschulung mit etwa fünf, sechs Jahren sowie später mit neun Jahren sollte der Impfschutz nochmals aufgefrischt werden. Für Erwachsene raten Experten zu einer Auffrischung alle zehn Jahre. Ärzte warnen davor, die Impfung zu vernachlässigen, da bei Jugendlichen oder Erwachsenen der Keuchhusten in vielen Fällen nicht mehr so dramatisch ausfällt und daher mit einem normalen Husten, der länger anhält, verwechselt werden kann. Bei Jugendlichen und Erwachsenen nimmt die Neu-Infektion mit Keuchhusten stetig zu, sodass Babys besonders gefährdet sind. Im Anfangsstadium kann Keuchhusten wirksam mit einem Antibiotikum behandelt werden.
