Inklusion entwickelt sich unterschiedlich
von Newsredaktion
Die Inklusion an immer mehr Schulen Realität, immer mehr Schüler mit und ohne Behinderung werden gemeinsam unterrichtet. Doch die Entwicklung in den einzelnen Bundesländern ist sehr unterschiedlich. Das ergab eine Umfrage der Rheinischen Post. Demnach besuchen im Schuljahr 2016/2017 im Durchschnitt 41 Prozent der Schüler mit Förderbedarf eine Regelschule. 2009 verpflichtete sich die Bundesregierung durch die Ratifizierung der UN-Behindertenkonvention zur Inklusion.
Bremen Spitze, Hessen Schlusslicht
In den einzelnen Bundesländern verläuft die Inklusion sehr unterschiedlich. Mit 88,9 Prozent der Schüler mit Förderungsbedarf an Regelschulen ist Bremen Spitzenreiter, Schlusslicht mit 26,8 Prozent ist Hessen. Vor allem die Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg nehmen eine Vorbildfunktion ein mit hohen Quoten von 74,4 Prozent in Berlin und 64,2 Prozent in Hamburg. Auch für Niedersachsen wurde eine Quote von 61,4 Prozent ermittelt.
Ausbildung und Ausstattung
In Hessen verweist man auf die Wahlfreiheit der Eltern, ob Kinder mit Förderbedarf Regelschulen oder Förderschulen besuchen. Außerdem ist es wichtig, die Lehrer auf die Anforderungen des inklusiven Unterrichts vorzubereiten. Denn an vielen Stellen fehlt es an der anspruchsvollen Aus- bzw. Weiterbildung der Lehrer sowie generell an geeigneter räumlicher Ausstattung und Personal.
Werte in den Bundesländern
Die ostdeutschen Bundeslänger liegen bei der Quote meist bei Werten unter 50 Prozent. Thüringen etwa erreicht eine Quote von 45,5 Prozent. Niedrig ist die Quote vor allem in konservativ regierten Bundesländern. In Bayern liegt die Quote bei 27,4 Prozent, in Sachsen bei 32,8 Prozent. In Rheinland-Pfalz ist eine Quote von 31,4 Prozent festzustellen, in Nordrhein-Westfalen eine Quote der Inklusion von 40,5 Prozent und liegt damit im Durchschnitt.
Ziel der Inklusion
Durch die Inklusion soll es behinderten Menschen möglich sein, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. So gehören Menschen mit geistigen oder körperlichen sowie psychischen Einschränkungen in die Mitte der Gesellschaft. Dabei ist die inklusive Bildung ein wesentlicher Bestandteil. Dazu gehören auch Kindergärten, Kitas, Grundschulen und allgemeinbildende weiterführende Schulen.
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