Haltungsschäden bei Kindern vermeiden
von Newsredaktion
Kinder sollen in der Schule stillsitzen. Dieses Ammenmärchen gilt heute als überholt. Stattdessen sollen und dürfen die Kinder heute sich bewegen und zappeln. So vermeiden sie Haltungsschäden und fördern nach längerem Sitzen wieder die Konzentration. Außerdem wird der Rücken entlastet.
Bewegung statt Stillsitzen
Das befürwortet auch die Aktion Gesunder Rücken in Norddeutschland in einem aktuellen Statement. Kinder verfügen nicht über die richtige Sitzhaltung, sodass die Aufforderung, still zu sitzen, überholt ist. Dazu kommt, dass gerade jüngere Kinder einen großen Bewegungsdrang haben und selbst bei den Hausaufgaben und im Schulunterricht Bewegung benötigen. Eltern und Lehrkräfte sollten daher Zappeln und Hin- und Her Wippen durchaus auch mal erlauben.
Rücken entlasten und Konzentration fördern
Davon profitieren nicht nur Wirbelsäule und Rücken. Gerade Kinder im Alter von fünf bis neun Jahren können nicht lange gerade und still sitzen. Daher sollten sie sich bewegen dürfen, da dies auch die Konzentrationsfähigkeit fördert. Außerdem verbessert das die Durchblutung. Vor allem bei den Hausaufgaben zu Hause sollten Eltern hier sehr großzügig sein, solange die Kinder konzentriert lernen können. Ideal sind daher verschiedene Haltungen und Positionen wie stehen, liegen und sitzen in Kombination.
Richtige Möbel für Kinder
Ein weiterer Faktor sind die Möbel. Diese sollten der Größe des Kinders jederzeit angepasst sein. Wenn Schreibtische und Stühle zu groß oder zu klein sind, nehmen Kinder automatisch eine falsche und verkrampfte Körperhaltung ein. Da Kinder in dem Alter noch schnell wachsen, ist es wichtig, dass Eltern die Möbel regelmäßig kontrollieren und prüfen, ob sie noch zum Kind passen. Ideal sind Möbel, die höhenverstellbar sind und somit einige Zeit mitwachsen.
Ausgleich und Bewegung
Kinder sitzen in der Schule und zu Hause bei den Hausaufgaben relativ viel. Daher ist wichtig, Bewegung zu ermöglichen und einen Ausgleich zu schaffen. Das gilt vor allem für eine aktive Freizeitgestaltung der Kinder, die dann nicht nur vor dem PC oder dem Fernseher sitzen sollten. Für Kinder sind täglich zwei bis drei Stunden Bewegung auch von ärztlicher Seite ratsam, um Haltungsschäden und ähnliches zu vermeiden. Dazu bieten sich sportliche Hobbys, actionreiche Spielplatz-Besuche oder Sportkurse an.
