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Gesundheitsminister Gröhe will Impfpflicht

von Newsredaktion

Masern

Weil immer wieder neue Infektionen an Krankheiten wie Masern oder Mumps auftreten, denkt Bundes-Gesundheitsminister Hermann Gröhe von der CDU über eine Impfpflicht nach. Bei Kollegen in der Politik löst das ein geteiltes Echo aus, viele Kinder- und Jugendärzte befürworten den Plan. So soll es Regelungen geben, um die Impfberatung besser überwachen zu können. Kitas sollen etwa Gesundheitsämter melden, wenn Eltern sich nicht beraten lassen.

Eltern, die die Beratung verweigern

Allein in den ersten Monaten dieses Jahres wurden über 400 neue Fälle von Masern registriert. Im Vorjahr 2016 hatte es 325 Fälle gegeben. Damit kommen die Themen Impfungen und Erkrankungen wie Masern nicht aus den Schlagzeilen. Um die Infektionszahlen einzudämmen und bessere Kontrollen zu ermöglichen, droht das Gesundheitsministerium nun mit einem Impfzwang. Zuvor sollen Neuregelungen die Gesundheitsämter in die Lage versetzen, gezielt auf Eltern zuzugehen, die sich bisher der Beratung zum Thema Impfen aus verschiedenen Gründen verweigern. In diesem Zusammenhang verweist die Politik auch auf das bereits bestehende Präventionsgesetz. Das besagt, dass vorsorgliche Untersuchungen bei Kindern und Jugendlichen, aber auch bei Erwachsenen auch die Überprüfung des Impfstatus beinhalten sollte. Dazu gehört aber auch, dass Eltern vor dem Besuch der Kita ihrer Kinder nachweisen müssen, dass sie vorm Arzt eine Impfberatung erhalten haben. Wenn Eltern dies nicht tun, könnten die Gesundheitsämter von Kitas und Schulen informiert werden.

Impfschutz auch für Erwachsene

Der Gesundheitsminister will diese Maßnahmen nun noch verschärfen und die Länder mit einbeziehen. Ein Möglichkeit wäre dabei, Kinder, aber auch Erwachsene, die nicht geimpft sind, zeitweilig aus der Kita oder der Schule auszuschließen. Einige Schulen haben das auch schon praktiziert, um eine weitere Ausbreitung von Masern, Mumps etc. einzudämmen.

Auch die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut in Berlin hat wiederholt die Empfehlung ausgesprochen, dass sich auch Erwachsene, die nach 1970 geboren wurden und nicht oder nur einmal geimpft wurden, die Impfung aufzufrischen Das gilt auch für Erwachsene, deren Impfstatus unklar ist. Mit den verschärften Maßnahmen könnte erreicht werden, dass die Masern ausgerottet werden. Dazu müssten die zum Teil erheblichen Impflücken schnell geschlossen werden.

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