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Gefahr in Baggerseen und Co.

von Newsredaktion

Schwimmen

Die heißen Sommertage derzeit locken Jugendliche an Badeseen und Flüsse, die jedoch häufig unbewacht sind. Daher stellen diese Gewässer eine große Gefahr dar und bergen ein großes Risiko, unbeobachtet zu ertrinken. Jedes Jahr machen Ertrinkungsunfälle von Jugendlichen Schlagzeilen. Laut einer Studie in den USA ist an unbewachten Seen und Flüssen das Ertrinkungsrisiko deutlich höher als im Pool.

Unbekannte Gefahren im Wasser

Kinderärzte, aber auch Experten wie Mitarbeiter der DLRG meinen dazu, dass viele Kinder und Jugendliche ihre Schwimmfähigkeiten unterschätzen. Auch wenn Kinder und Jugendliche im Pool sicher schwimmen, heißt das nicht, dass dies auch für andere Gewässer wie Meere, Flüsse und Seen gilt. In der Natur bergen die Gewässer unbekannte Gefahren wie Abhänge, Strömungen, schlechte Sichtverhältnisse und unterschätzte Entfernungen. Daher ist es an den Eltern, Kinder und Jugendliche zu begleiten und über diese Gefahren zu informieren.

Außerdem ist vielen Jugendlichen nicht bewusst, dass sie mit Alkohol nicht ins Wasser gehen sollten. Da Alkohol die Blutgefäße weitet, ist der Körper empfindlicher und kühlt schneller aus. Zudem ist durch Alkoholkonsum die Muskelkraft verringert und die Koordinationsfähigkeit gemindert. Auch sehr gute Schwimmer können im alkoholisierten Zustand schnell ermüden. Eine Gefahr ist auch, dass durch den Alkohol die Risikofreudigkeit steigt und die Hemmschwelle sinkt. Für kleine Kinder können auch harmlose Planschbecken zum lebensgefährlichen Risiko werden, wenn Eltern die Kinder aus den Augen lassen.

Vermeidbare Badeunfälle

Die DLRG rechnet vor, dass im letzten Jahr fünf Kinder im Grundschalter, neun im Kindergartenalter und 30 Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 12 und 20 Jahren im Wasser tödlich verunglückt sind. Umso wichtiger ist es, dass Kinder frühzeitig Schwimmen lernen – am besten bereits im Kleinkindalter - und Eltern die Kinder aufklären, welche Risiken im Baggersee, im Meer oder im Fluss zu erwarten sind. Wenn Kinder und Jugendliche sensibilisiert sind, kann das Risiko eines Badeunfalls zumindest verringert werden, da auch einige Badeunfälle vermeidbar sind.

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