Frühere Einschulungsuntersuchung erfolgreich

von Newsredaktion

Untersuchung

Bevor Kindergartenkinder in die Schule kommen, findet zunächst eine Einschulungsuntersuchung statt.  In Baden-Württemberg findet diese im vorletzten Kindergartenjahr statt. Bis 2008 galt die Regelung, dass die Untersuchung im letzten Kindergartenjahr stattfand. Die Veränderung wirkt sich offenbar positiv auf die Kinder aus wie eine Studie der Universität Ulm zeigt.

Mehr Zeit für Förderung

Nach der Veränderung bei der Einschulungsuntersuchung zieht das Sozialministerium in Stuttgart zehn Jahre später jetzt eine positive Bilanz. Glaubt man der Untersuchung der Universität Ulm, hat sich die aktuelle Form bewährt. Hintergrund für die Änderung war, dass mehr Zeit für Förderung im Kindergarten bleibt. Von Seiten der Eltern und Kinder besteht der Vorteil, ein Jahr früher zu eventuellen Fördermöglichkeiten und zur gesunden Entwicklung des Kindes beraten zu werden.

Entwicklungsstand der Kinder

Die vorgezogene Untersuchung zum Schuleingang gibt den Familien bei Bedarf mehr Zeit für die vorschulische Förderung .Dazu gehören etwa körperliche Untersuchungen mit Sprach-, Seh- und Hörtest, aber auch Auskünfte zum Stand der Entwicklung der Kinder von Seiten der Erzieher und Eltern. In früheren Jahren kam es vor, dass viele Kinder erst kurz vor der Einschulung die Schuleingangsuntersuchung gemacht haben und somit kaum Zeit für Fördermaßnahmen blieb. Zudem ergab sich, dass bei einem Drittel der Kinder ein kontrollbedürftiger Befund festgestellt wurde. Die notwendige Förderung vor Schulbeginn wurde dann häufig vernachlässigt.  

Positive Bilanz nach schwierigem Anlauf

Im Bericht der Universität Ulm zeigt sich auch, dass vor allem der große zeitliche Aufwand für die Gespräche mit den Eltern und Erziehern erfolgreich sind und der Hauptgrund für die Qualität und die Anerkennung der vorschulischen Untersuchung. Das war nicht immer so. Anfangs, ein Jahr nach der Umstellung der Untersuchung übten Vertreter der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Kritik und zogen eine schlechte Bilanz. Ein wesentlicher Grund war damals, dass die Gesundheitsämter in der Umbruchphase personell überfordert waren. Inzwischen ist das Problem offenbar behoben und die Bilanz fällt positiv aus.

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