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Flüchtlingskrise legt Engpässe bei Erziehern offen

von Newsredaktion

Flüchtlinge

In Deutschland kommen nach wie vor immer mehr Flüchtlingskinder an. Sie müssen versorgt werden, sollen zur Schule oder in den Kindergarten gehen. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft macht daher aktuell den Vorschlag, fachfremde Betreuer und Asylbewerber in Kitas und Kindergarten für die Kinderbetreuung einzusetzen. Für Nicht-Erzieher wäre dies di Möglichkeit, bei einer berufsbegleitenden Ausbildung in Kitas zu arbeiten.

Voraussetzungen für Ausbildung

Als Voraussetzung dazu nennt die Gewerkschaft die Mittlere Reife als Schulabschluss, eine dreijährige Ausbildung und eine Berufserfahrung von mindestens drei Jahren. Da der Bedarf in Kitas, Kindergärten und Schulen immer weiter wächst, wäre es laut Gewerkschaft sinnvoll, unter den Asylbewerbern und Flüchtlingen Menschen zu suchen, die in ihrem Heimatland eine pädagogische Ausbildung absolviert haben und Erfahrungen mit Kindern vorweisen können. Angesichts der aktuellen Problem in vielen Bereichen des öffentlichen Dienstes erscheint der Vorschlag der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft nachvollziehbar, sinnvoll und überdenkenswert, etwa auch mit Blick auf die Sprachkenntnisse und kulturellen Hintergründe, was einen wertvollen Austausch und die erfolgreiche Integration erleichtern könnte.

Engpass im öffentlichen Dienst

Vor allem im öffentlichen Dienst zeigt die Flüchtlingskrise die Folgen der Personalengpässe deutlich. Der Deutsche Gewerkschaftsbund fordert daher mehr Geld und mehr Personal, etwa auch in Einrichtungen wie Kitas oder Schulen. Ähnliches gilt aber auch für Institutionen und Behörden wie Polizei oder Verwaltung. Ein Problem sei der jahrelange Personalabbau, der sich nun negativ bemerkbar macht.

Probleme bei Lehrern und Erziehern

Nicht zuletzt beklagen Lehrer und Erzieher eine immer größere Arbeitsbelastung, indem Flüchtlingskinder integriert werden müssen, neue Klassen entstehen und spezielle Förderung benötigt wird. Dazu kommen die allgemeinen, alltäglichen Belastungen des Berufs. Personalmangel, Unterrichtsausfall, große Klassen, ausreichend Zeit für die Vorbereitung und Nachbereitung und mehr Zeit für individuelle Förderung der Kinder sind dabei nur einige Stichpunkte. Ähnlich sieht es in den Kitas und Kindergärten aus. Schon lange klagen Eltern über immer größere Gruppen, wenig Personal und die Schwierigkeit, überhaupt einen bezahlbaren Betreuungsplatz zu finden der auch mit der Berufstätigkeit vereinbar ist.

 

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