Fast ein Drittel aller Kinder in bayerischen Kitas hat ausländische Wurzeln
von Newsredaktion
In Bayern haben fast dreißig Prozent der Kinder in den Kitas einen Migrationshintergrund. Das zeigen neue Zahlen des Statistischen Landesamtes. Besonders hoch ist der Wert mit 58 Prozent in Schweinfurt, besonders niedrig in Freyung-Grafenau mit zehn Prozent. Experten finden es für die Integration und den späteren Erfolg in der Schule wichtig, dass bereits die Kleinen mit Migrationshintergrund in den Kindergarten gehen.
Zahlen zu Kindern mit Migrationshintergrund
Das Statistische Landesamt legte jetzt neue Zahlen vor. So besucht in Städten wie Schweinfurt, Nürnberg, Augsburg und Memmingen über die Hälfte der Kinder mit Migrationshintergrund eine Kita. Auch in München haben sechsundvierzig Prozent der Kindergarten-Kinder Eltern mit ausländischen Wurzeln. Die niedrigsten Quoten sind in den Landkreisen Freyung-Grafenau, Regen, Bamberg, Bayreuth und Haßberge zu finden mit meist unter zehn Prozent. Der Besuch der Kita ist für viele Experten jedoch wichtig, damit die Kinder mit Migrationshintergrund Sprachkenntnisse erwerben und später Erfolg in der Schule haben. Damit gelingt auch die Integration leichter. Die Statistik besagt nämlich auch, dass gut zwanzig Prozent der etwa 90.000 Kinder mit Migrationshintergrund zu Hause kein Deutsch sprechen. Auch hier gibt es regionale Unterschiede. Über dreißig Prozent der Kita-Kinder in Städten wie Memmingen, Schweinfurt, Nürnberg, Rosenheim oder München sprechen zu Hause kein Deutsch.
Einfluss der Flüchtlinge
Hier dürfte sich auch die zuletzt steigende Zahl der Flüchtlinge bemerkbar machen. Es gibt keine speziellen Daten zu Kindern, die zuletzt nach Deutschland geflohen sind. Kinder der Asylbewerber haben ab dem Alter von einem Jahr Anspruch auf einen Kita-Platz, sobald die Familie eine Erstaufnahmestelle verlassen hat und eine eigene Wohnung bezieht. Damit gelten für sie dann die gleichen Grundsätze wie für die anderen Kinder auch.
Forderungen und finanzielle Förderung
Das Staatsministerium für Arbeit und Soziales hat nun eine Informationsbroschüre herausgegeben, die Flüchtlingsfamilien ansprechen soll. Sie erscheint auch in den Sprachen Arabisch oder Somali. Die Staatsregierung verweist auch auf die zusätzlichen Mittel für die Kommunen, die etwa für Dolmetscher oder Fahrdienste zur Verfügung gestellt wurden. Auch die Fortbildung mache Fortschritte. Dennoch forderten Vertreter der Kommunen auf dem Bayrischen Gemeindetag mehr Hilfe von Bund und Ländern, etwa in Form von Sonderinvestitionen für Kitas. Wichtig sei auch die systematische interkulturelle Fortbildung von Erziehern und Lehrkräften.
Transparenzhinweis: Zur visuellen und textlichen Unterstützung unserer redaktionellen Arbeit verwenden wir teilweise KI-generierte Bilder und Texte. Alle Inhalte werden vor der Veröffentlichung sorgfältig geprüft.
