Erschreckende Kontroll-App für Eltern

von Redakteur

Erschreckende Kontrollapp

Dass das Smartphone im Leben der Kinder einen immer größeren Stellenwert einnimmt und manchmal sogar mehr Fluch als Segen sein kann, ist inzwischen hinlänglich bekannt. Es sind aber nicht immer die Kids, die in diesem Kontext negativ auffallen, auch die Eltern können durchaus über das Smartphone-Ziel hinaus schießen. Genau dies beweist eine neue Smartphone App mit dem aussagekräftigen Namen "Ignore No More".

Angeblich soll diese App das Ziel verfolgen, die Kommunikation zwischen Eltern und Kindern zu verbessern. Betrachtet man sich ihr "Können" jedoch näher, so scheint man mit einer solchen App eher das Gegenteil zu erreichen.

Ist diese App auf dem Smartphone installiert, MÜSSEN die Kinder die Anrufe eines voreingestellten Personenkreises annehmen - ob sie wollen oder nicht. Tun sie es nicht, wird das Smartphone gesperrt und kann nur mittels Passworteingabe, welches selbstverständlich die Eltern festlegen, wieder entsperrt werden. Und dieses Entsperrungspasswort erhalten die Kinder logischerweise ebenfalls nur durch einen festgelegten Personenkreis. Eine Deinstallation ist nicht ohne weiteres möglich, sondern mit zahlreichen Hürden verbunden.

Kann man sich bei der Nutzung einer Handyortung noch hinter der Sorge um das Kind verstecken, vermittelt "Ignore No More" in Perfektion den Eindruck eines formvollendeten Kontrollmediums für Eltern und greift massiv in die Privatsphäre der Kinder ein. Inwiefern dies zum gegenseitigen Vertrauen oder gar zu einer verbesserten Kommunikation beitragen sollte, bleibt mehr als fraglich.

 

Im Internet kursiert momentan eine Tabelle, welche die optimalen Schlafzeiten für Kinder darzustellen versucht. Man findet darauf einen Vorschlag für die Dauer des Schlafes, sowie den Aufsteh- und Einschlafzeiten, welche dem Kind einen optimalen Schlaf gewährleisten sollte. Experten warnen jedoch vor der Anwendung dieser Tabelle und erklären weshalb.

 

Es gibt keine optimale Schlafzeiten

 

Forscher und Mediziner kennen auf die Frage nach der optimalen Schlafdauer eine eindeutige Antwort: Es gibt sie nicht. Allerdings ist sich Dieter Kunz, Chefarzt der Klinik für Schlafmedizin in Berlin sicher, dass Eltern auf folgende Dinge achten könnten:

 

  • Jedes Kind hat ein individuelles Schlafbedürfnis. Es gilt jedoch, dass die Kinder mehr Schlaf brauchen, umso jünger sie sind. Kleinkinder bis zwei Jahre brauchen zwölf – dreizehn Stunden Schlaf, während Kinder bis fünf Jahren lediglich elf bis zwölf benötigen sind es im Grundschulalter lediglich zehn
  • Eltern können in den Schulferien darauf achten, wann das Kind eigenhändig ins Bett geht und wann es sich ausgeschlafen fühlt. Das Kind muss sich am nächsten morgen wach fühlen und den Tag lang keine Müdigkeitsanfälle haben
  • Eltern sollten herausfinden, was für ein Schlaftyp das eigene Kind ist. So gibt es tatsächlich Spättypen, die abends lange im Bett liegen und nicht schlafen können.
  • Er empfiehlt, dass die Schule später anfangen sollte

 

Diese Tipps können dem Kind helfen

 

Sollte ein Kind an Schlafproblemem leiden oder einfach ein Spättyp sein, so gibt es die Möglichkeit mit einem Tipps Schlafentzug entgegen zu wirken. Hat ein Kind ein Buch und eine kleine Leselampe, welche zum Lesen ausreicht, die Augen jedoch nicht trifft, werden die meisten Kinder müde werden. Es gilt weiter, sie von elektronischen Geräten, wie Handy, Computer und Fernseher fernzuhalten. Mindestens eine Stunde vor dem Schlafen gehen sollte von den elektronischen Geräten Abstand genommen werden.

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